Vonovia-CEO: Auf Kurs für Verkaufsziel von 5 Mrd EUR bis Ende 2028
04.11.2026 / 09:14 Uhr
Von Ulrike Dauer
DOW JONES--Vonovia hat in den ersten neun Monaten Immobilien für 900 Millionen Euro verkauft und sieht sich damit auf Kurs für die bis Ende 2028 angepeilte Trennung von Assets in der Größenordnung von 5 Milliarden Euro, die der Konzern vorantreiben will, um die Verschuldung abzubauen.
"Die 900 Millionen Euro in den ersten drei Quartalen entsprechen ziemlich genau unseren Erwartungen", sagte CEO Luka Mucic in der Medientelefonkonferenz zu den detaillierten Neunmonatsergebnissen des Wohnimmobilienkonzerns im DAX. Der Transaktionsmarkt sei nicht einfacher geworden, aber Vonovia habe für dieses Jahr "keine wesentlich höheren Erwartungen" gehabt, weil das Unternehmen erst sein Portfolio für Verkaufsprozesse vorbereiten musste. "Da sind wir gut vorangekommen", so Mucic. "Aktuell sind wir auf Kurs und denken, dass wir unser Verkaufsprogramm bis 2028 erfolgreich durchs Ziel bringen können." Weiter sagte Mucic: "Wir haben momentan aktive laufende Prozesse im Umfang eines mittleren einstelligen Milliardenbetrags in Deutschland am Laufen." Daneben schaue sich der Konzern Opportunitäten für sein Geschäft in Schweden an.
Vonovia hatte im März angekündigt, den Schuldenabbau zu beschleunigen und deshalb bis Ende 2028 Assets in der Größenordung von 5 Milliarden Euro zu verkaufen. Dazu beitragen sollen gezielte Portfolioverkäufe im Noncore-Bereich und die Überprüfung der Minderheitsanteile, die Vonovia an Unternehmen im In- und Ausland hält. Mucic zufolge könnten davon rund 2 Milliarden Euro aus dem Verkauf von Non-Core-Immobilien stammen, 500 Millionen Euro aus nichtstrategischen Beteiligungen und eine gleich hohe Summe aus dem Verkauf von Kerngeschäft.
In den ersten neun Monaten 2026 entfielen von den rund 900 Millionen Euro rund 410 Millionen auf Non-Core-Verkäufe und 240 Millionen Euro auf Minderheitsbeteiligungen. Im Recurring Sales-Segment erzielte Vonovia weitere rund 220 Millionen Euro, weitere 20 Millionen Euro stammten aus Grundstücksverkäufen.
Der Wohnimmobilienkonzern leidet unter den seit Beginn des Nahostkonflikt deutlich schlechteren Finanzierungsbedingungen. CFO Philip Grosse zufolge haben die Zinsen sich um 150 Basispunkte erhöht seit Beginn des Iran-Kriegs, das habe den Vorsteuergewinn sowie den den Aktionären zuzurechnenden Gewinn belastet. Außerdem führe dies zu Zurückhaltung bei Immobilienkäufen, Verkaufsprozesse dauerten entsprechend länger.
Kontakt zur Autorin: ulrike.dauer@wsj.com; @UlrikeDauer_
DJG/uxd/brb
(END) Dow Jones Newswires
November 04, 2026 03:14 ET (08:14 GMT)
Bitte beachten Sie das Regelwerk
DAX®, MDAX®, TecDAX® und SDAX® sind eingetragene Markenzeichen der ISS STOXX Index GmbH
EURO STOXX®-Werte bezeichnet Werte der Marke „EURO STOXX“ der STOXX Limited und/oder ihrer Lizenzgeber
TRADEGATE® ist eine eingetragene Marke der Tradegate AG
Kurse in EUR; Fremdwährungsanleihen in der jeweiligen Währung
Zeitangaben in CET (UTC+1)
Titel des Tages
Space Exploration Techs. Corp. Cl.A
Bid: 119,82 / Ask: 119,96Stückzahl: 91 334
-5,17%
Top 5 Umsatz
Letzte Aktualisierung:
04.11.2026 @ 10:07:15
