MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

03.11.2026 / 07:30 Uhr

=== 

+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

DIENSTAG: In Tokio bleiben die Börsen wegen des Tags der Kultur geschlossen.

MITTWOCH: In Moskau ruht der Börsenhandel wegen des Tags der Einheit des Volkes.

+++++ TAGESTHEMA +++++

Für die Bayer-Quartalsbilanz erwarten Analysten trotz steigender Einnahmen weniger operativen Gewinn. Hatte die Agrarsparte vergangenes Jahr im saisonbedingt schwächsten Jahresviertel noch positiv überrascht, so dürften diesmal Herstellungskosten, Trockenheit auf den Feldern und Preisdruck ihren Tribut bei der Marge gefordert haben, schätzen die Beobachter. In der Pharmasparte dagegen könnten die Gewinneinbußen abflachen, weil die neuen Hoffnungsträger-Medikamente - Nubeqa gegen Prostatakrebs und Kerendia für Nierenerkrankungen - nach ihrer Einschätzung weiter starkes Wachstum zeigten. Die Analysten der UBS halten es für möglich, dass Beyonttra in die Gruppe der Top-15-Medikamente aufsteigt. Bayer hält die Europarechte für das Anfang 2025 zugelassenen Mittel gegen eine sehr seltene Herzerkrankung. Mit der Erstzulassung für den Blutverdünner Asundexian als Schlaganfallprophylaxe in China hat Bayer schon vor den Quartalszahlen eine gute Nachricht veröffentlicht. Das Mittel war zunächst in anderer Indikation gefloppt, gilt aber weiter als Blockbuster-Kandidat. Dem Vernehmen nach soll auch eine US-Zulassung kurz bevorstehen. Ein Thema wird erneut das Milliardenrisiko Glyphosat sein. Hier steht noch die endgültige Genehmigung eines im Frühjahr ausgehandelten Milliardenvergleichs durch ein Gericht in Missouri aus, nachdem die Kläger im September ihre Schlussbewertung abgeben konnten. Zugunsten von Bayer ist unterdessen das erste Glyphosat-Gerichtsverfahren ausgegangen, seit der Supreme Court im Juni seine wegweisende Entscheidung getroffen hat, Bayer könne nicht für fehlende Krebs-Warnlabel auf dem Produkt in einzelnen Bundesstaaten verantwortlich gemacht werden, wenn das Bundesrecht einem solchen Label entgegenstehe. Damit entfiel das Argument, Bayer habe nicht ausreichend gewarnt. Eine Jury in St. Louis entschied nun gegen drei Klägerinnen, die die Nutzung von Glyphosat für ihre jeweilige Krebserkrankung verantwortlich machen wollten. Für Bayers US-Rechtschef Bill ist dies ein klares Signal, dass Kläger nun vor erheblichen Herausforderungen stehen, Ansprüche geltend zu machen und Beweise dafür vorzulegen. Nachfolgend die Konsensschätzungen für das dritte Quartal (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Bilanzierung nach IFRS):

.                                    PROG   PROG  PROG 
3. QUARTAL                           3Q26   ggVj  Zahl    3Q25 
Umsatz Konzern                      9.918    +3%    14   9.660 
-Pharmaceuticals                    4.471    +3%    14   4.335 
-Consumer Health                    1.453    +3%    14   1.415 
-Crop Science                       3.933    +2%    14   3.858 
EBITDA bereinigt Konzern            1.425    -6%    13   1.511 
-Pharmaceuticals                    1.037    -1%    13   1.045 
-Consumer Health                      347    -4%    13     363 
-Crop Science                         164    -5%    13     172 
Ergebnis nach Steuern/Dritten        -242     --    10    -963 
Ergebnis je Aktie Core               0,36   -27%    13    0,49 
Durchschnittl. Wechselkurs EUR/USD   1,15    -2%     4    1,17 
 

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

7:00 NL/Royal Philips Electronics NV, Ergebnis 3Q

07:10 DE/Norma Group SE, Ergebnis 3Q

07:30 AT/Raiffeisen Bank International AG (RBI), Ergebnis 3Q

07:30 DE/Hugo Boss AG, Ergebnis 3Q

07:30 SA/Saudi Arabian Oil Co (Saudi Aramco), Ergebnis 3Q

08:00 DE/Schaeffler AG, ausführliches Ergebnis 3Q

08:00 GB/Associated British Foods plc (AB Foods), Jahresergebnis

12:00 IT/Intesa Sanpaolo SpA, Ergebnis 3Q

12:45 US/Pfizer Inc, Ergebnis 3Q

12:45 DE/Biontech SE, Ergebnis 3Q (14:00 Analystenkonferenz)

14:00 NL/Ferrari NV, Ergebnis 3Q

22:00 US/Amgen Inc, Ergebnis 3Q

22:00 US/Booking Holdings Inc, Ergebnis 3Q

22:15 US/Advanced Micro Devices Inc, Ergebnis 3Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US 
    16:00 Auftragseingang Industrie September 
          PROGNOSE: +1,3% gg Vm 
          zuvor:    +0,1% gg Vm 
 

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell: 
Index                       zuletzt  +/- % 
DAX Futures               25.855,00   -0,9 
E-Mini-Future S&P-500      7.555,50   -0,3 
E-Mini-Future Nasdaq-100  28.070,75   -0,2 
Topix (Tokio)              FEIERTAG 
Hang-Seng (Hongk.)        23.440,66   +0,2 
Shanghai-Comp.             3.588,95   -1,4 
 
Montag: 
INDEX               Schluss  +/- % 
DAX               25.981,09   +0,6 
DAX-Future        26.060,00   +0,6 
MDAX              30.855,37   +1,3 
TecDAX             4.115,74   +0,6 
SDAX              18.217,69   +0,9 
Euro-Stoxx-50      6.176,06   +0,7 
Stoxx-50           5.401,33   +0,2 
XDAX               25.879,11  -0,4 
Dow-Jones          51.983,98  +0,4 
S&P-500             7.541,40  -0,5 
Nasdaq Composite   25.164,36  -1,1 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Vorsicht und Zurückhaltung dürften am Dienstag das Geschäft an Europas Börsen prägen. Wie vom Handel erwartet lassen die Aktivitäten der Institutionellen Anleger im Vorfeld der US-Zwischenwahlen stark nach. Erst ab Mittwochmorgen dürften neue Positionierungen vorgenommen werden, wenn die künftigen Machtverhältnisse in den beiden US-Häusern bekannt sind. Die Börsen in Asien tendieren uneinheitlich, die Zinserhöhung in Australien war erwartet worden. Das Kursminus der DAX-Futures von über 200 Punkten wird am Morgen nicht überbewertet, da es praktisch gegen das Hoch vom Vortag errechnet werde. Übergeordnet dürfte die volatile Seitwärtsbewegung weiter laufen. Kurzfristig im Fokus stehen zudem eine Vielzahl an Unternehmenszahlen.

Rückblick: Der Rückgang der Ölpreise, niedrigere Anleiherenditen und die Erholung der US-Börsen von dem Kurseinbruch am Freitag stützten die europäischen Aktienmärkte zu Wochenbeginn. Kein Belastungsfaktor war die Entscheidung der Rating-Agentur Fitch, den Ausblick für Frankreich auf "negativ" zu senken. Die Absicherungskosten für Frankreich seien auf einem so hohen Niveau, dass viele Risiken bereits als eingepreist gesehen würden, hieß es. Auch die Revisionen der europäischen Einkaufsmanagerindizes lösten keine Reaktion aus. Die Eurozone-Industrie ist zu Beginn des vierten Quartals 2026 auf einem soliden Wachstumskurs geblieben, obwohl sich die Auftragszuwächse verlangsamten und der Lieferdruck zunahm. Bei den Einzelwerten brach die Alstom-Aktie um 26 Prozent ein. Der Eisenbahntechnik-Konzern hatte eine erhebliche Gewinnwarnung herausgegeben und prüft Optionen zum Abbau von Schulden um rund 2 Milliarden Euro, was nach Einschätzung von JP Morgan eine schmerzhafte, aber notwendige Bereinigung darstellt. Auch bei Ryanair ist der Gewinn zurückgegangen gegenüber dem Vorjahr. Grund war wie erwartet der starke Anstieg bei den Treibstoff-Kosten. Im Zuge des Ölpreisrückgangs am Montag gewann die Aktie 5,4 Prozent. Air France-KLM, IAG und Lufthansa legten um bis zu 4,8 Prozent zu. Die Aktien des Reise-Veranstalters Tui kletterten um 5,9 Prozent nach oben. Die Aktien der Supermarktkette Ahold Delhaize fielen um 2,2 Prozent. Carrefour schlossen kaum verändert. Tiefkühl- und Kühlschränke in einigen belgischen Fililalen waren Berichten zufolge von Hackern in den Abtaumodus versetzt worden.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Freundlich - Im DAX gewannen Fresenius 1,6 Prozent. Das Unternehmen hatte eine exklusive Entwicklungsvereinbarung mit Wuxi Biologics zum Ausbau seiner Biosimilars-Pipeline geschlossen. Dadurch erhält der Gesundheitskonzern exklusiven Zugang zu bis zu 37 potenziellen Biosimilar-Kandidaten und adressiert damit Originalpräparate mit einem Umsatz von mehr als 370 Milliarden Euro. Die neue Partnerschaft mit WuXi erweitert aus Sicht der DZ Bank die langfristigen Wachstumsperspektiven von Fresenius insbesondere für die Zeit nach 2030 deutlich. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde bestätigt. Gesucht waren ferner Infineon, die um 2,9 Prozent zulegten. Die Titel erholten sich im Einklang mit anderen Aktien mit KI-Bezug, die am Freitag von Zweifeln an der Tragfähigkeit der massiven KI-Investitionen belastet worden waren. Siemens Energy verbuchten ein Plus von 2,4 Prozent. Aixtron verbesserten sich um 3,9 Prozent. Im SDAX brachen Init Innovation in Traffic nach einer Gewinnwarnung um 20,7 Prozent ein.

XETRA-NACHBÖRSE

Es gab keine wichtigen Unternehmensnachrichten während des nachbörslichen Handels.

USA - AKTIEN

Uneinheitlich - Der deutliche Rückgang der Ölpreise und niedrigere Marktzinsen haben die US-Börsen am Montag leicht gestützt. Jedoch zeigten sich die Technologiewerte mit erneuten Abgaben. Vor den Apple-Quartalszahlen am Montag nach Börsenschluss und den US-Zwischenwahlen am Dienstag hätten die Anleger aber eher vorsichtig agiert, hieß es. Konjunkturseitig stieg der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe im Oktober stärker als erwartet. Sein von S&P Global ermitteltes Pendant ging dagegen gegenüber der ersten Veröffentlichung zurück. Der Kurs der KI-Wette Nvidia fiel um weitere 1,3 Prozent. AMD verloren 7,5 Prozent. Intel, die in Reaktion auf die Zahlen des Chipkonzerns am Freitag abgestürzt waren, büßten weitere 8,8 Prozent ein. Aktien mit Bezug zu Kryptowährungen wurden erneut von dem massiven Cyberdiebstahl bei der nicht börsennotierten Kryptobörse Binance belastet. Anleger zogen nach Bekanntwerden des Zwischenfalls 3,6 Milliarden Dollar von Binance ab. Coinbase verloren nach dem Kurseinbruch von 10 Prozent am Freitag weitere 4 Prozent. Nach einem überzeugenden Quartalsbericht

legt die Aktie der Hotelkette Marriott um 4,3 Prozent zu. Die Zahlen des Kosmetikkonzerns Estee Lauder (-4,1%) kamen weniger gut an. Oracle verbilligten sich um 8,8 Prozent. Das Unternehmen will für KI-Investitionen 20 Milliarden Dollar über eine Kapitalerhöhung und die Emission von Anleihen bei den Investoren einsammeln. Derweil hat Marvell Technology die Übernahme des Glasfaser- und Laserspezialisten Lumentum bestätigt, über die in der vergangenen Woche die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet hatte. Lumentum fielen um 18,6 Prozent, Marvel gaben um 12,7 Prozent nach.

US-ANLEIHEN

US-Treasuries  Rendite    +/- 
2 Jahre           4,58  +0,02 
10 Jahre          4,89  -0,04 
 

Der deutliche Ölpreisrückgang linderte Inflations- und Zinserhöhungssorgen, worauf die Anleiherenditen am langen Ende leicht nachgaben. Die Zehnjahresrendite sank um 4 Basispunkte auf 4,89 Prozent.

+++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN        zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag  Mo, 17:20 Uhr 
EUR/USD         1,1194   +0,1    0,0009          1,1185         1,1196 
EUR/JPY         176,69   +0,0    0,0100        176,6800       176,7200 
EUR/CHF         0,9154   -0,0   -0,0002          0,9156         0,9177 
EUR/GBP         0,8344   +0,0    0,0001          0,8343         0,8341 
USD/JPY         157,83   -0,1   -0,1100        157,9400       157,8300 
GBP/USD         1,3414   +0,1    0,0009          1,3405         1,3414 
USD/CNY         6,6717   +0,4    0,0237          6,6480         6,6480 
USD/CNH         6,6704   +0,4    0,0243          6,6461         6,6471 
AUS/USD         0,6982   -0,2   -0,0014          0,6996         0,7015 
Bitcoin/USD  76.448,91   -0,4   -282,02       76.730,93      77.353,25 
 

Der Dollar folgte den Anleiherenditen nach unten. Die Sorgen über Inflation und Zinsen hätten etwas nachgelassen, hieß es.

+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle        zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold          3.918,99   -0,7    -28,43        3.947,42 
Silber           49,31   -2,6     -1,32           50,63 
Platin        1.429,51   -1,4    -19,74        1.449,25 
 

Gold profitierte von den niedrigeren Marktzinsen und dem schwächeren Dollar. Der Preis für die Feinunze stieg um 1,8 Prozent auf 3.957 Dollar.

ÖL

ROHÖL          zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex        97,46   +1,0      1,00           96,46 
Brent/ICE       105,75   +0,9      0,98          104,77 
 

Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg ließen die Ölpreise kräftig fallen. Der Preis für ein Barrel Brentöl rutschte um 7,6 Prozent auf 104,77 Dollar ab. Es gebe Hinweise darauf, dass sowohl die USA als auch der Iran verhandlungsbereit seien, wodurch eine weitere Eskalation verhindert werden könnte, hieß es. Im asiatischen Handel reagieren die Ölpreise nicht auf die Angriffe der USA gegen die iranische Insel Keschm in der Straße von Hormus.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

KRIEG IRAN/USA

Die USA haben am Montag nach Angaben von Regierungsvertretern die iranische Insel Qeshm angegriffen. Dies ist der jüngste in einer Reihe begrenzter Angriffe, die Washington in den vergangenen Wochen gegen das Land geführt hat, während US-Präsident Trump zugleich die Möglichkeit eines diplomatischen Abkommens ins Spiel gebracht hat. Der Angriff folgt auf Äußerungen Trumps, in denen er die Wahrscheinlichkeit einer Rückkehr zum Krieg mit Iran nach den Zwischenwahlen am Dienstag herunterspielte.

HAUSHALT USA

Das US-Finanzministerium erwartet, im laufenden Quartal netto 618 Milliarden US-Dollar an privat gehaltenen marktfähigen Schuldtiteln aufzunehmen, was 10 Milliarden US-Dollar weniger sind als im August angekündigt. Die neue Schätzung für die Kreditaufnahme steht im Vergleich zu 742 Milliarden US-Dollar, die im Quartal Juli bis September aufgenommen wurden.

GELDPOLITIK AUSTRALIEN

Die Reserve Bank of Australia hat die Leitzinsen auf den höchsten Stand seit 18 Jahren angehoben. Zuvor hatte sie ihre Inflationsprognosen "erheblich" nach oben korrigiert. Der offizielle Leitzins wurde um 25 Basispunkte auf 4,85 Prozent angehoben, den höchsten Stand seit 2008. Mit dieser Erhöhung ist die RBA ein Ausreißer, da andere große Zentralbanken in den vergangenen Wochen beschlossen haben, zu unterbrechen.

FRESENIUS MEDICAL CARE

hat seinen Ergebnis-Ausblick für das laufende Jahr eingegrenzt. Während der Konzern unverändert mit einem Umsatz ungefähr auf Höhe des Vorjahres plant, sieht er das operative Ergebnis nun zwischen einem konstanten Niveau und einer negativen Veränderungsrate im mittleren einstelligen Prozentbereich. Bislang hatte die Jahresprognose für das operative Ergebnis auf Vorjahresniveau plus/minus eine Veränderung im mittleren einstelligen Prozentbereich gelautet. Für das dritte Quartal wurden folgende Eckdaten bekannt gegeben (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent, Bilanzierung nach IFRS):

.                                BERICHTET    PROG   PROG 
3. QUARTAL                      3Q26  ggVj    3Q26   ggVj    3Q25 
Umsatz                         4.937 +1,1%   4.899  +0,3%   4.885 
EBIT                             384  -19%     372   -22%     477 
EBIT-Marge                       7,8    --     7,6     --     9,8 
EBIT bereinigt                   545   -5%     518   -10%     574 
EBIT-Marge bereinigt            11,0    --    10,6     --    11,7 
Ergebnis nach Steuern/Dritten    160  -42%     168   -39%     275 
Erg nach Steuern/Dritten ber     291  -10%     274   -15%     322 
Ergebnis je Stammaktie          0,61  -35%    0,63   -33%    0,94 
 

ZALANDO

hat im dritten Quartal moderate Wachstumsraten verzeichnet und den operativen Gewinn EBIT gesteigert, ist aber unter dem Strich unerwartet in die roten Zahlen gerutscht. Beim EBIT verzeichnete Zalando eine zweistellige Zuwachsrate. Dabei konnte der Online-Modehändler die EBIT-Marge leicht verbessern. Die Quartalsergebnisse lagen beim Nachsteuerverlust unterhalb der Markterwartungen im Konsens von Visible Alpha, Umsatz und Bruttowarenvolumen leicht darüber. Für das dritte Quartal wurden folgende Eckdaten bekannt gegeben (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent, Bilanzierung nach IFRS):

.                       BERICHTET   PROG  PROG 
3. QUARTAL             3Q26  ggVj   3Q26  ggVj   3Q25 
GMV                   4.537   +8%  4.472   +6%  4.219 
Umsatz                3.175   +5%  3.153   +4%  3.021 
EBIT bereinigt          107  +11%    107  +11%     96 
EBIT-Marge bereinigt    3,4    --    3,4    --    3,2 
Ergebnis nach Steuern   -18    --     14   +9%     13 
Ergebnis je Aktie     -0,07    --   0,09  +50%   0,06 
- GMV = Bruttowarenvolumen (gross merchandise value) 
 

EVONIK

hat im zurückliegenden Quartal von höheren Preisen und Mengen profitiert. Der Spezialchemiekonzern, den der ungleich größere Wettbewerber BASF gerne schlucken würde, wies für die Monate Juli bis September ein bereinigtes EBITDA von 629 Millionen Euro aus, 40 Prozent mehr als die vor einem Jahr erzielten 509 Millionen Euro. Analysten rechneten im Mittel mit 633 Millionen Euro. Im Gesamtjahr hält es Evonik für "wahrscheinlich", mit dem bereinigten EBITDA in der oberen Hälfte der Zielspanne von 2,0 bis 2,2 Milliarden Euro zu landen. Für das dritte Quartal wurden folgende Eckdaten bekannt gegeben (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Marge in Prozent, Bilanzierung nach IFRS):

.                             BERICHTET   PROG  PROG 
3. QUARTAL                   3Q26  ggVj   3Q26  ggVj   3Q25 
Umsatz                      3.825  +13%  3.810  +12%  3.391 
EBITDA bereinigt              629  +40%    633  +41%    448 
EBITDA-Marge bereinigt       16,4    --   16,6    --   13,2 
EBIT bereinigt                389  +97%    378  +92%    197 
Ergebnis nach Steuern/Dritten -53    --    219    --   -106 
 

HUGO BOSS

hat die Erwartungen für das laufende Jahr zurückgeschraubt. Wie der Modekonzern mitteilte, plant er für dieses Jahr nun mit einem währungsbereinigten Umsatzrückgang hohen einstelligen Prozentbereich, nachdem er bislang mit einem Rückgang im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich gerechnet hatte. Beim EBIT stellt Hugo Boss für 2026 nun nur noch 250 bis 300 Millionen Euro in Aussicht nach zuvor 300 bis 350 Millionen. Dies berücksichtige sowohl höhere nicht zahlungswirksame Abschreibungen auf IT-Assets infolge der sich rasch wandelnden Entwicklungen im KI-Bereich als auch vorsichtigere Annahmen hinsichtlich der Konsumnachfrage, hieß es. Im dritten Quartal ging der Konzernumsatz währungsbereinigt um 5 Prozent zurück. In Konzernwährung verringerte er sich um 4 Prozent auf 946 Millionen Euro. Darin spiegelt sich laut Hugo Boss nicht zuletzt die verhaltene Konsumnachfrage in wichtigen Märkten wider. Die Bruttomarge stieg dank Effizienzsteigerungen in der Beschaffung und einer optimierten Preisgestaltung um 220 Basispunkte auf 63,3 Prozent. Das EBIT ging auf 81 von 95 Millionen Euro zurück. Die EBIT-Marge verschlechterte sich auf 8,6 von 9,6 Prozent.

LUFTHANSA

muss ihren Ausblick für das bereinigte EBIT abermals nach unten korrigieren. "Angesichts des fortgeschrittenen Jahresverlaufs und der höheren Treibstoffkosten konkretisieren wir unsere Ergebnisprognose auf 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro", sagte Finanzvorstand Till Streichert laut Mitteilung. Bislang hatte das obere Ende der Spanne bei 2,2 Milliarden Euro gelegen. Im Vorjahr hat die Lufthansa operativ 1,96 Milliarden Euro verdient. Für das dritte Quartal wurden folgende Eckdaten bekannt gegeben (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent, Bilanzierung nach IFRS):

.                                 BERICHTET    PROG  PROG 
3. QUARTAL                       3Q26  ggVj    3Q26  ggVj    3Q25 
Umsatz                         12.240   +9%  12.079   +8%  11.199 
EBIT bereinigt                  1.407   +6%   1.368   +3%   1.331 
EBIT-Marge bereinigt             11,5    --    11,3    --    11,9 
Ergebnis nach Steuern/Dritten   1.257  +30%   1.063  +10%     966 
Ergebnis je Aktie                1,05  +30%    0,89  +10%    0,81 
Free Cashflow bereinigt           793   -3%      --    --     818 
 

TEAMVIEWER

hat seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr gesenkt. Wie das Softwareunternehmen mitteilte, verzögern sich größere Abschlüsse. Außerdem dämpfe die wirtschaftliche Unsicherheit in Europa die Aussichten für das vierte Quartal. Die Margenprognose wurde bestätigt. Für das dritte Quartal wurden folgende Eckdaten bekannt gegeben (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent, Bilanzierung nach IFRS):

.                        BERICHTET  PROG  PROG 
3. QUARTAL              3Q26  ggVj  3Q26  ggVj  3Q25 
Umsatz                   185   -4%   188   -2%   192 
EBITDA bereinigt          79  -10%    80   -9%    88 
EBITDA-Marge bereinigt  42,8   -6%  41,6    --  45,7 
Ergebnis nach Steuern     36    --    34  +17%    29 
Ergebnis je Aktie       0,23  +28%  0,20  +11%  0,18 
 

GALDERMA

Finanzchef Luigi La Corte wird das Unternehmen verlassen, um eine "bedeutende" neue Möglichkeit anderswo zu verfolgen. Er werde aber noch für eine Übergangszeit bleiben. La Corte war erst im April zu Galderma gekommen und übernahm den CFO-Posten im Mai.

APPLE

Die Wachstumsmaschine von Apple gerät ins Stocken, aber Preiserhöhungen ermöglichten es dem iPhone-Konzern, die Erwartungen der Analysten im vierten Geschäftsquartal knapp zu übertreffen. Apple prognostiziert zudem, dass sich das margenstarke Dienstleistungsgeschäft im laufenden Quartal weiter verlangsamen und die viel beachtete Bruttomarge weiter sinken werde.

=== 

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/ros

(END) Dow Jones Newswires

November 03, 2026 01:30 ET (06:30 GMT)

zur Übersicht mit allen Meldungen

ein Service von
DOW JONES

Copyright © 2026 Tradegate Exchange GmbH
Bitte beachten Sie das Regelwerk

DAX®, MDAX®, TecDAX® und SDAX® sind eingetragene Markenzeichen der ISS STOXX Index GmbH
EURO STOXX®-Werte bezeichnet Werte der Marke „EURO STOXX“ der STOXX Limited und/oder ihrer Lizenzgeber
TRADEGATE® ist eine eingetragene Marke der Tradegate AG

Kurse in EUR; Fremdwährungsanleihen in der jeweiligen Währung
Zeitangaben in CET (UTC+1)