MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
02.11.2026 / 07:32 Uhr
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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++
DIENSTAG: In Tokio bleiben die Börsen wegen des Feiertages "Tag der Kultur" geschlossen.
+++++ TAGESTHEMA +++++
Fresenius geht den nächsten Schritt zum Ausbau seines Biopharma-Geschäfts. Wie der DAX-Konzern mitteilte, hat er eine exklusive Entwicklungsvereinbarung mit Wuxi Biologics zum Ausbau seiner Biosimilars-Pipeline geschlossen. Dadurch erhält der Gesundheitskonzern exklusiven Zugang zu bis zu 37 potenziellen Biosimilar-Kandidaten und adressiert damit Originalpräparate mit einem Umsatz von mehr als 370 Milliarden Euro. Gegenwärtig umfasst das Portfolio von Fresenius 29 vermarktete bzw in der Pipeline befindliche Moleküle. Fresenius legt den weiteren Angaben zufolge für jeden Biosimilars Kandidaten die langfristige Produktionsstrategie fest und kann dabei auf das mAbxience-Netzwerk zurückgreifen. Der Konzern hatte kürzlich die vollständige Kontrolle über die Biosimilars-Plattform mAbxience übernommen. Für jedes Produkt, das im Rahmen der Vereinbarung mit Wuxi Biologics, einem Auftragsunternehmen für Forschung, Entwicklung und Produktion, vermarktet wird, erhält Fresenius die exklusiven weltweiten Vermarktungsrechte einschließlich der Zulassungen, und profitiert in vollem Umfang von dessen wirtschaftlichem Erfolg.
+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++
07:00 IE/Ryanair Holdings plc, Ergebnis 1H
22:05 US/Palantir Technologies, Inc., Ergebnis 3Q
22:30 US/Apple Inc, Ergebnis 3Q
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
-DE
08:00 Einzelhandelsumsatz September
saisonbereinigt real
PROGNOSE: k.A.
zuvor: +1,3% gg Vm
09:55 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe
(2. Veröffentlichung) Oktober
1. Veröff.: 54,2
zuvor: 53,9
-IT
09:45 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe Oktober
PROGNOSE: k.A.
zuvor: 50,0
-FR
09:50 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe
(2. Veröffentlichung) Oktober
1. Veröff.: 49,3
zuvor: 50,6
-EU
10:00 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe Eurozone
(2. Veröffentlichung) Oktober
1. Veröff.: 52,4
zuvor: 52,9
-GB
10:30 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe
(2. Veröffentlichung) Oktober
1. Veröff.: 52,8
zuvor: 51,9
-US
15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe
(2. Veröffentlichung) Oktober
PROGNOSE: k.A.
1. Veröff.: 56,0
zuvor: 57,0
16:00 Bauausgaben September
PROGNOSE: +0,4% gg Vm
zuvor: +0,9% gg Vm
16:00 ISM-Index verarbeitendes Gewerbe Oktober
PROGNOSE: 54,5 Punkte
zuvor: 54,5 Punkte
+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++
Aktuell: Index zuletzt +/- % DAX Futures 25.913,00 0,0 E-Mini-Future S&P-500 7.646,00 +0,4 E-Mini-Future Nasdaq-100 28.771,00 +0,8 Topix (Tokio) 3.926,83 -1,0 Hang-Seng (Hongk.) 23.444,16 +0,6 Shanghai-Comp. 3.637,76 +1,1 Freitag: INDEX Schluss +/- % DAX 25.818,21 -0,9 DAX-Future 25.830,00 -1,3 MDAX 30.472,32 -1,1 TecDAX 4.091,22 -1,4 SDAX 18.056,13 -2,0 Euro-Stoxx-50 6.131,31 -1,2 Stoxx-50 5.392,17 -0,4 XDAX 25.712,08 -0,4 Dow-Jones 51.770,31 -1,1 S&P-500 7.580,07 -1,8 Nasdaq Composite 25.437,00 -2,9
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
EUROPA
Ausblick: Mit Kursgewinnen dürften die europäischen Aktienmärkte am Montag in den Handel starten. Die Märkte zeigen damit eine überraschende Widerstandskraft gegen den Kurseinbruch der US-Technologie-Werte vom Freitag. Grund der verhaltenen Reaktion auch in Asien dürfte der anhaltende Rendite-Rückgang in den USA sein, der positiv für die Aktienbewertung wirkt. Die US-Notenbank hatte in der Vorwoche wie erwartet das Zinsniveau bestätigt, um nicht vor den anstehenden Zwischenwahlen am Dienstag den Anschein politischer Einflussnahme zu erwecken. Als bedrohlicher für den Markt werten Händler davor die Zahlen von Apple am Montagabend. Hier wird zwar mit einem Umsatzanstieg gerechnet, aufgrund der massiven Preiserhöhungen jedoch mit einem Einbruch im Geräteverkauf oder einem weniger optimistischen Ausblick auf das wichtige Weihnachtsgeschäft. In Europa blickt man zum Wochenstart vor allem auf die Revisionen der Einkaufsmanager-Indizes im Tagesverlauf. Die weitere Entwicklung in der Politik dürfte klar von den US-Zwischenwahlen abhängen. Das Wahlergebnis entscheidet, ob US-Präsident Donald Trump seine Politik in der zweiten Hälfte seiner Amtszeit vorantreiben kann oder ob ein gespaltener Kongress zu Stillstand führt.
Rücklick: Unter Druck standen die Technologie-Werte. Die Geschäftszahlen der Technologiegiganten Intel und Amazon lösten neue Sorgen über die Nachhaltigkeit des KI-Investitionsbooms aus. In Europa standen daher Aktien mit KI-Fantasie unter Abgabedruck: Siemens Energy verloren 6,9 Prozent und Infineon 6,4 Prozent - im Euro-Stoxx-50 zählten ASML (-6,1%) zu den größten Verlierern. Der Technologiesektor im Stoxx-50 fiel um 3,2 Prozent. Belastet wurden die Börsen zudem von steigenden Rohölpreisen. Die Ukraine hat eine russische Ölraffinerie angegriffen und beendete damit eine zweiwöchige Pause bei derartigen Angriffen, die unter starkem Druck der US-Regierung zustande gekommen war. Dazu gesellten sich Wachstumssorgen, denn das Wirtschaftswachstum der Eurozone hat sich im dritten Quartal verlangsamt. Derweil hat der Inflationsdruck in Deutschland im Oktober stärker als erwartet nachgelassen. Die Axa-Aktie fiel nach soliden Geschäftszahlen nur um 0,3 Prozent. Credit Agricole verloren nach Vorlage von Drittquartalszahlen 2,0 Prozent. Der Ausblick der Bank lese sich wenig vielversprechend, so die Analysten von Keefe, Bruyette & Woods (KBW). Sanofi gewannen dagegen 4,7 Prozent, der Pharma-Konzern hat nach Einschätzung von JP Morgan sehr starke Drittquartalszahlen vorgelegt.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Schwach - Bayer gewannen 5,5 Prozent und führten die DAX-Gewinnerliste an. Die Tochter Monsanto hat im Milliardenrechtsstreit um die angeblich krebserregende Wirkung des Unkrautvernichters Glyphosat das nach eigener Darstellung erste Verfahren seit der richtungsweisenden Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA gewonnen. Volkswagen gaben zwischenzeitliche leichte Gewinne wieder ab und schlossen 0,8 Prozent tiefer. Im Audi-Konzern hat sich der Margendruck in den ersten neun Monaten 2026 auf sämtliche Marken ausgeweitet - die VW-Tochter hat die Jahresprognose nach einem Gewinneinbruch in den ersten neun Monaten gesenkt. Puma (+5,6%) hat im dritten Quartal bei einem Umsatzrückgang das zweite Quartal in Folge operativ und unter dem Strich Verluste ausgewiesen. Die angepeilte Verlustspanne wurde etwas eingegrenzt. Das Unternehmen verspricht künftiges Wachstum, was positiv aufgenommen wurde. Die Aktien von Adidas stiegen im Fahrwasser um 0,8 Prozent. Evonik wird das verbesserte BASF-Übernahmeangebot in Höhe von rund 11 Milliarden Euro wohl ablehnen. Der Vorstand teilte mit, er trete nicht in Verhandlungen mit BASF ein. Man bleibe auf strategische Ausrichtung als eigenständiges Unternehmen fokussiert. Der Kurs gewann 0,1 Prozent, BASF stiegen um 0,2 Prozent.
XETRA-NACHBÖRSE
Im nachbörslichen Handel am Freitag gab es keine wichtigen Unternehmensmeldungen.
USA - AKTIEN
Sehr schwach - Massive Verluste im Technologie-Sektor haben zum Wochenausklang die Wall Street belastet. Der Ausverkauf bei KI-Aktien setzte sich nach weiteren enttäuschenden Quartalsberichten von Intel und Amazon fort. Die Amazon-Aktie fiel um 1,4 Prozent. Das Wachstum der Werbeerträge des Online-Händlers verlangsamte sich, was eine ähnliche Warnung des Konkurrenten Google widerspiegelte. Die Probleme beim Wachstum der Werbeeinnahmen zeigen die Kehrseite der KI für Internetunternehmen, da Verbraucher sich verstärkt auf Chatbots und Assistenten verlassen, für die die Tech-Konzerne noch keine Werbefunktionen entwickelt haben, hieß es. Gleichzeitig geben die Unternehmen viel Geld aus, um sicherzustellen, dass sie ihre marktbeherrschende Stellung im KI-Zeitalter behaupten. Die Intel-Aktie brach um 28,6 Prozent ein - der stärkste Rückgang seit 1974 -, nachdem der Chiphersteller für das vierte Quartal ein Umsatzwachstum prognostiziert hatte, das hinter den Erwartungen der Wall Street zurückblieb. Bei den Tech-Werten verloren Nvidia 4,2 Prozent, die Aktien von Advanced Micro Devices knickten um 10,9 Prozent ein und für Microsoft ging es 1,6 Prozent nach unten. Die Aktie von Coinbase Global fiel um 10,6 Prozent. Es war der größte Tagesverlust seit mehr als einem Jahr, nachdem es bei Binance zu einem massiven Cyberdiebstahl gekommen war. Für die Aktien der Öl-Konzerne Exxon und Chevron ging es um 2,2 bzw. 1,8 Prozent aufwärts. Beide Konzerne haben die Erwartungen der Wall Street deutlich übertroffen, getrieben von stark gestiegenen Ölpreisen infolge geopolitischer Spannungen sowie einem massiven Boom im Raffinerie-Geschäft.
USA - ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/- 2 Jahre 4,58 -0,08 10 Jahre 4,93 -0,06
Gesucht war mit den aktuellen Entwicklungen der "sichere Hafen" der Anleihen. Hier fiel die Rendite zehnjähriger Titel um 6 Basispunkte auf 4,93 Prozent.
+++++ DEVISENMARKT +++++
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:08 Uhr EUR/USD 1,1183 +0,2 0,0025 1,1158 1,1169 EUR/JPY 176,51 +0,4 0,6800 175,8300 175,8000 EUR/CHF 0,9204 -0,0 -0,0002 0,9206 0,9188 EUR/GBP 0,8344 +0,1 0,0011 0,8333 0,8334 USD/JPY 157,82 +0,2 0,2900 157,5300 157,3900 GBP/USD 1,3398 +0,1 0,0007 1,3391 1,3400 USD/CNY 6,6467 -0,1 -0,0071 6,6538 6,6538 USD/CNH 6,644 -0,1 -0,0088 6,6528 6,6521 AUS/USD 0,7019 -0,2 -0,0011 0,7030 0,7035 Bitcoin/USD 78.146,63 +0,4 337,37 77.809,26 77.432,29
Für den Dollar ging es leicht nach unten. Das größte Risiko für den Dollar ist die Möglichkeit, dass Anleger vor den US-Zwischenwahlen am Dienstag Wetten auf eine Aufwertung der Währung auflösen, so Francesco Pesole von ING. Ein Erdrutschsieg der Demokraten werde auf den Prognosemärkten mit rund 68 Prozent gehandelt, was aus verschiedenen Blickwinkeln als negativ für den Dollar angesehen werden könne, meinte er. Der Bitcoin fiel um weitere 1,9 Prozent, nachdem die Kryptowährung im Verlauf auf den tiefsten Stand seit sechs Wochen gerutscht war. Binance hatte alle Transaktionen nach dem größten Cyber-Raub aller Zeiten ausgesetzt.
+++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 3.911,36 +0,9 36,34 3.875,02 Silber 50,21 +2,3 1,11 49,10 Platin 1.433,97 +0,2 2,75 1.431,22
Der Goldpreis rutschte unter die psychologische Marke von 4.000 Dollar. Höhere Ölpreise und eine andauernde Inflation schürten die Erwartungen, dass die US-Notenbank die Zinsen im weiteren Jahresverlauf erneut anheben wird, so Marktbeobachter. Laut dem CME FedWatch-Tool preisen Händler eine Wahrscheinlichkeit von 74 Prozent für eine Zinserhöhung im Dezember ein. Zudem erhöhte der Ausverkauf bei Technologieaktien das Risiko, dass Anleger das Metall veräußern, um Verluste zu decken. Die Feinunze verlor 3,3 Prozent auf 3.886 Dollar.
ÖL
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 100,71 -3,3 -3,41 104,12 Brent/ICE 110,01 -3,0 -3,42 113,43
Die Ölpreise legten deutlich zu, da der Konflikt im Nahen Osten anhält und die Ukraine nach einer zweiwöchigen Pause wieder eine russische Raffinerie angegriffen hat. Der Markt sorgt sich zudem über eine mögliche Eskalation im Nahen Osten nach den US-Zwischenwahlen in der nächsten Woche, hieß es. Rohöl der Sorte Brent stieg um 2,4 Prozent auf 117,64 Dollar je Barrel. Am Montag geht es im asiatischen Handel für die Ölpreise deutlich nach unten. Hintergrund sind erneute Versuche einer diplomstischen Lösung des Iran-Krieg. Zudem einigten sich wichtige Mitglieder der OPEC und ihre Verbündeten am Sonntag darauf, die Ölförderung im Dezember stabil zu halten, da die Sorge, dass die USA nach den Zwischenwahlen die Angriffe auf den Iran wieder aufnehmen könnten, die geopolitischen Risiken erhöht. Auch gab es bei der Sorte Brent einen Kontrakt-Wechsel.
+++++ MELDUNGEN SEIT FREITAG 17.30 UHR +++++
EU / KANADA
Die Europäische Union und Kanada haben eine ehrgeizige neue Partnerschaft vorgestellt. Diese wurde innerhalb weniger Wochen aus ihren jeweiligen Konflikten mit Präsident Donald Trump geschmiedet. Zu den Bemühungen gehören gemeinsame Programme zur Sicherung von Rohstofflieferketten sowie Kooperationen bei Weltraumsatelliten und in anderen Forschungsbereichen.
GASLIEFERUNGEN EU
Die USA unterstützen eine rasche Wiederaufnahme des Verkaufs von russischem Erdgas nach Europa über Pipelines, die durch die Ukraine verlaufen. Ziel sei ein Energie-Waffenstillstand noch vor dem kommenden Winter, berichten Regierungsvertreter der USA, Europas und der Ukraine.
US-GELDPOLITIK
Der Präsident der St. Louis Fed, Alberto Musalem, sagte, dass eine weitere Straffung der Geldpolitik notwendig sein werde, und zwar bald, nachdem die Zentralbank die Zinssätze zuletzt unverändert gelassen hatte. Bei einer Veranstaltung in New York sagte Musalem, dass schrittweise Anpassungen der Geldpolitik, die früher vorgenommen würden, in der Regel weniger störend seien als größere und abruptere Maßnahmen zu einem späteren Zeitpunkt.
KONJUNKTUR CHINA
Die Aktivität im verarbeitenden Gewerbe Chinas ist im Oktober laut einem privaten Indikator in einem stetigen Tempo gewachsen. Dies markiert den elften Wachstumsmonat in Folge. Der allgemeine Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe von RatingDog ging im vergangenen Monat minimal auf 52,0 Punkte zurück, nachdem er im September bei 52,1 Punkten gelegen hatte.
OPEC
Wichtige OPEC-Mitglieder und ihre Verbündeten haben sich am Sonntag darauf geeinigt, die Ölförderung im Dezember stabil zu halten, da die Sorge, dass die USA nach den Zwischenwahlen die Angriffe auf den Iran wieder aufnehmen könnten, die geopolitischen Risiken erhöht.
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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/ros
(END) Dow Jones Newswires
November 02, 2026 01:31 ET (06:31 GMT)
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02.11.2026 @ 08:26:47


