MARKT USA/Inflationsdaten könnten Richtung vorgeben

14.10.2026 / 12:35 Uhr

Im Vorfeld wichtiger Preisdaten sieht es für den Start an der Wall Street am Mittwoch nach wenig Bewegung aus. Noch vor Handelsbeginn werden die Verbraucherpreise für September veröffentlicht. Je nachdem, wie sie ausfallen, könnte das Schwung ins Geschehen bringen. Ökonomen erwarten, dass die Jahresinflationsrate auf 3,6 von 3,4 Prozent im Vormonat gestiegen ist. In der Kernrate wird ein Anstieg auf 2,5 von 2,4 Prozent erwartet. Am Zinsterminmarkt wird aktuell mit gut 20-prozentiger Wahrscheinlichkeit eine Zinserhöhung der US-Notenbank am 28. Oktober erwartet und mit 89-prozentiger für den 9. Dezember. Unterdessen steigen die Ölpreise nach dem kleinen Rücksetzer am Vortag wieder, was die Inflationserwartungen befeuert.

Huthi-Milizen aus dem Jemen haben ein Gebäude am Hauptsitz des saudischen Ölkonzerns Aramco angegriffen, dazu gibt es Berichte über Angriffe auf die Schifffahrt in der Straße von Hormus. Dies halte die geopolitische Risikoprämie beim Öl weiter hoch, sagen Marktteilnehmer. Die Internationale Energieagentur erklärte derweil, dass das weltweite Dieselangebot voraussichtlich bis weit ins nächste Jahr knapp bleiben werde.

Ein positiver Impuls für die Halbleiterbranche kommt von ASML: Der niederländische Chipmaschinenlieferant hat die Prognose zum dritten Mal in diesem Jahr wegen der KI-Nachfrage angehoben. Vorbörslich zeigen sich Halbleiteraktien wie AMD, Intel, Nvidia oder Broadcom aber noch wenig inspiriert, sie tendieren in engen Grenzen uneinheitlich.

Bank of America geben auf Nasdaq.com um 1,5 Prozent nach. Die Aufsichtsbehörden haben gegen die Bank eine Strafe von 1,2 Milliarden Dollar verhängt, weil das Geldhaus unzureichende Systeme zur Überwachung und Meldung möglicher Finanzverbrechen unterhielt. Die Bank habe es versäumt, mehr als 5 Milliarden Dollar an verdächtigen Aktivitäten den zuständigen Behörden zu melden.

Blackrock werden nach Vorlage von Quartalszahlen um 4,6 Prozent nach oben genommen. Auf dem Kalender stehen außerdem noch die Quartalszahlen der Bank of America und von Morgan Stanley. Am Dienstag waren die Zahlen JP Morgan, Goldman Sachs, Citigroup und Wells Fargo insgesamt auf eine durchwachsene Resonanz gestoßen, obwohl sich die Zahlen auf den ersten Blick eher positiv lasen.

Bei den Nebenwerten schießen Liquidia um über 50 Prozent nach oben. Das Biopharmaunternehmen hat zugestimmt, 381 Millionen Dollar zu zahlen, um alle laufenden Rechtsstreitigkeiten mit United Therapeutics beizulegen. United Therapeutics liegen knapp 1 Prozent höher. Enovix verteuern sich um knapp 9 Prozent, nachdem das Unternehmen einen Auftrag über 100.000 Drohnenbatterien erhalten hat.

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October 14, 2026 06:34 ET (10:34 GMT)

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