Lagarde: Hohes US-Haushaltsdefizit ist ein Problem

14.10.2026 / 11:34 Uhr

Von Hans Bentzien

DOW JONES--Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, hat auf die fiskalischen Probleme der USA hingewiesen. In einem am Rande der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank geführten Interview mit dem Atlantic Council sagte sie, angesprochen auf die Schuldenprobleme "fortschgeschrittener" Volkswirtschaften: "Ich habe gehört, dass die Geschäftsührende Direktorin des IWF gesagt hat, dass sie sich sehr auf fiskalische Prinzipien fokussiert, die respektiert und eingehalten werden sollten, und ich glaube, sie nannte speziell die Vereinigten Staaten, deren Defizit bei knapp 8 Prozent liegen könnte. Das ist offensichtlich ein Problem, das jedes Land angehen sollte, dass sich in dieser Kategorie befindet."

Im Frühjahr hatte der IWF prognostiziert, dass das US-Haushaltsdefizit bis 2031 bei über 7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) verharren und der Schuldenstand bis dahin auf 142 Prozent des BIP steigen würde. Im Fokus der Finanzmärkte befindet sich derzeit vor allem Frankreich, dem der IWF einen Rückgang des Defizits von 5,1 auf 2,9 Prozent und einen Anstieg der Verschuldung auf 121 Prozent unterstellt hatte. Der IWF hat am Mittwochmorgen einen aktuellen Fiscal Monitor veröffentlicht, der aber, abweichend vom normalem Verfahren, keine neuen Prognosen für Defizite oder Verschuldung enthält.

Kontakt: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/brb

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October 14, 2026 05:33 ET (09:33 GMT)

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