MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - Techwerte vor Nvidia unter Druck

24.08.2026 / 13:34 Uhr

DOW JONES--Europas Börsen zeigen sich am Montagmittag mit kleinen Abgaben. Der DAX fällt um 0,1 Prozent auf 26.122 Punkte, der Euro-Stoxx-50 verliert ebenfalls 0,1 Prozent - auf 6.458 Zähler. Politik und Anleihemarkt stehen diese Woche im Fokus, vor allem mit Blick auf die USA. Diese wollen nicht nur den Iran mit härtesten Wirtschaftssanktionen in die Knie zwingen, zugleich haben sie einen Zollkonflikt mit Kanada angezettelt. "Die wahre Brisanz für die globalen Aktienmärkte liegt in den angedrohten Sekundärsanktionen für Drittstaaten, die weiterhin Geschäfte mit Teheran machen", bemerkt Marktstratege Tim Ritschar von ActiveTrades zu den angedrohten Maßnahmen gegen den Iran. Dies rücke auch die ohnehin fragilen US-chinesischen Handelsbeziehungen in den Blick. Details werden am Abend von einer Rede von US-Finanzminister Scott Bessent erwartet.

Am US-Anleihemarkt war die jüngste Entspannung kurzlebig nach der Ankündigung des US-Finanzministeriums, vermehrt langlaufende Aktien zurückzukaufen. An den Märkten machen sich Zweifel über den langfristigen Erfolg der Maßnahme breit. Allein im vergangenen Jahr seien die US-Schulden um rund 3,0 Billionen Dollar explodiert, heißt es dazu. Entsprechend steigt die Belastung des US-Haushalts durch Zinszahlungen. Hier droht zunehmend ein untragbares Niveau, entsprechend verlangen Gläubiger höhere Zinsen. Dazu kommen noch teils riesige Anleihen von Unternehmensseite zur Finanzierung von KI-Investitionen.

Die langfristigen US-Zinsen lägen etwa so hoch wie zuletzt vor der globalen Finanzkrise um 2008, kommentiert Mark Zandi, Chefökonom bei Moody's Analytics. Die Haltung von Fed-Chef Kevin Warsh, dass sich die Notenbank mit Prognosen zurückhalten sollte, sorge dafür, dass Anleiheinvestoren eine höhere Rendite als Ausgleich für die dadurch entstehende Unsicherheit forderten. Mit entsprechender Spannung wird dem ersten Auftritt des Notenbankchefs auf dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole entgegengeblickt.

Reden bei dieser Veranstaltung werden von Fed-Vorsitzenden häufig genutzt, um richtungsweisende Ankündigungen zu machen oder geldpolitische Signale zu senden. Sollte sich Warsh für eine Grundsatzrede entscheiden, könnte er auf die von ihm eingesetzten Fed-Arbeitsgruppen eingehen oder auf die Auswirkungen von KI auf die Wirtschaft und seine Überlegungen dazu, heißt es bei der Deutschen Bank. Wähle er hingegen die "traditionellere" Variante, könnte er die Aussagen der Juli-Pressekonferenz nachschärfen. Insbesondere könnte er dem Narrativ am Markt entgegenwirken, dass geldpolitische Entscheidungen der Fed bis zum Abschluss der Arbeiten dieser Arbeitsgruppen aufgeschoben würden.

Unternehmensseitig stehen am Mittwoch Geschäftszahlen von Nvidia auf dem Programm. Sie konnten zuletzt keine Euphorie mehr im KI-Sektor auslösen. Technologiewerte zählen mit 0,4 Prozent Minus zu den größeren Verlierern. Sie werden von Sorgen vor steigenden Renditen und den Geschäftszahlen von Nvidia gleich doppelt in die Zange genommen. Titel wie Prosus fallen 2,5 Prozent, nachdem Alibaba zudem das Thema Kapitalerhöhungen für KI-Investitionen wieder in den Fokus gerückt hat. Bei deutschen Werten wie Infineon, SAP, Suss und Aixtron geht es um die 2,7 Prozent tiefer.

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INDEX                    zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50           6.458,08   -0,1      -4,14        6.462,22       11,5 
Stoxx-50                5.483,86   -0,1      -5,31        5.489,17       11,5 
DAX                    26.121,81   -0,1     -14,75       26.136,56        6,7 
MDAX                   32.126,25   +0,1      15,84       27.039,42        4,9 
TecDAX                  4.073,06   -0,4     -17,58        3.091,28       12,4 
SDAX                   18.490,62   -0,4     -73,65       13.062,07        7,7 
FTSE                   10.831,54   +0,1      14,98       10.816,56        9,1 
CAC                     8.477,42   -0,1      -7,01        8.484,43        4,0 
SMI                    14.426,53   -0,2     -30,45       14.456,98        8,7 
ATX                     6.632,89   +0,0       1,09        6.631,80       24,5 
 
DEVISEN                  zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  Fr, 17:01 
EUR/USD                   1,1666   -0,1    -0,0013          1,1679     1,1673 
EUR/JPY                   185,72   +0,1     0,1300          185,59   185,5600 
EUR/CHF                   0,9361   +0,1     0,0006          0,9355     0,9351 
EUR/GBP                   0,8559   +0,0     0,0003          0,8556     0,8566 
USD/JPY                   159,17   +0,2     0,2400          158,93   158,9500 
GBP/USD                   1,3629   -0,1    -0,0011          1,3633     1,3623 
USD/CNY                   6,7227   +0,0     0,0017          6,7210     6,7216 
USD/CNH                   6,7241   +0,1     0,0049          6,7193     6,7218 
AUS/USD                   0,7161   -0,1    -0,0008          0,7169     0,7162 
Bitcoin/USD            77.881,81   +0,6     476,86       77.404,95  77.379,19 
 
ROHÖL                    zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex                  85,50   -1,8      -1,56           87,06 
Brent/ICE                  93,05   -1,4      -1,34           94,39 
 
Metalle                  zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold                    4.644,09   +0,9      41,48        4.602,61 
Silber                     68,89   -0,1      -0,08           68,97 
Platin                  1.875,78   -0,1      -2,00        1.877,78 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/flf

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August 24, 2026 07:33 ET (11:33 GMT)

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