MARKT USA/Börsen vor Start im Minus - Sorgenfalten nicht geringer

24.08.2026 / 12:27 Uhr

Nach der leichten Erholung vom Wochenschluss stehen die Zeichen an der Wall Street am Montag auf Abgaben. Der Aktienterminmarkt lässt auf einen etwas leichteren Handelsbeginn am Kassamarkt schließen, wobei die technologielastige Nasdaq die Verluste anführen dürfte. Alle drei großen Indizes hatten in der Vorwoche Verluste verbucht - ausgelöst durch Sorgen über die Renditen langlaufender US-Staatsanleihen, die ausufernde Staatsverschuldung, Druck im Technologiesektor und geopolitische Spannungen. An diesen Belastungsfaktoren hat sich zum Wochenbeginn nicht viel geändert. Die Renditen für US-Staatsanleihen geben zwar leicht nach, bleiben aber weiterhin hoch, die 10-jähriger notieren nahe Mehrmonatshochs.

Die Ankündigung des US-Finanzministeriums, die Renditen der Langläufer zu drücken, ist weitgehend verpufft. Händler sprechen von Zweifeln über den langfristigen Erfolg der Maßnahmen. Allein im vergangenen Jahr seien die US-Schulden um rund 3,0 Billionen Dollar explodiert, heißt es. Entsprechend steigt die Belastung des US-Haushalts durch Zinszahlungen, weil Investoren angesichts der steigenden Verschuldung höhere Zinsen verlangen. Mit entsprechender Spannung wird daher dem ersten Auftritt von US-Notenbankchef Kevin Warsh auf dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole am Freitag entgegengeblickt. "Es ist zwar signalisiert worden, dass in den kommenden Tagen einige Ankündigungen zur Kürzung verschwenderischer Ausgaben gemacht werden, aber ohne ein großes Umdenken seitens des Kongresses werden wir nur an der Oberfläche kratzen", warnt ING-Analyst Benjamin Schroeder vor den Folgen der steigenden Staatsverschuldung in den USA.

Im Iran-Krieg setzen die USA nun verstärkt auf wirtschaftlichen Druck: US-Finanzminister Scott Bessent sprach von den "härtesten Sanktionen der Geschichte". Er wird am Abend (MESZ) eine Pressekonferenz abhalten, auf der Einzelheiten zu neuen Wirtschaftsbeschränkungen gegen Teheran erwartet werden. Zu den bekannten Sorgen an der Wall Street gesellt sich mit dem eskalierenden Zollstreit zwischen den USA und Kanada nun eine weitere. Denn Kanada hat mit Vergeltungszöllen auf die von den USA zuvor verhängten Importzölle reagiert. Eine Einigung scheint kurzfristig nicht in Sicht.

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August 24, 2026 06:26 ET (10:26 GMT)

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