MORNING BRIEFING - USA/Asien

21.08.2026 / 07:57 Uhr

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Die Verbraucherpreisinflation in Japan ist im Juli gestiegen als Folge des durch den Nahost-Konflikt verursachten Energieschock. Ohne frische Lebensmittel stiegen die Verbraucherpreise im Juli um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nach einem Anstieg von 1,6 Prozent im Juni. Dies entsprach der Konsensprognose von Ökonomen. Angesichts der anziehenden Inflation und der anhaltenden Schwäche des Yen sind die Märkte zunehmend davon überzeugt, dass die Bank of Japan für ihre nächste Sitzung eine Straffung ihrer Geldpolitik vorbereitet. Obwohl staatliche Maßnahmen den Schock durch die steigenden Ölpreise abgefedert haben, erwarten die politischen Entscheidungsträger, dass die höheren Energiepreise im Laufe des Sommers auf eine breitere Palette von Konsumgütern durchschlagen werden.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

Keine wichtigen Termine auf der Agenda.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

-US 
    15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI Service (1. Veröffentlichung) August 
          PROGNOSE:  53,9 
          zuvor:     54,6 
 
    15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe 
          (1. Veröffentlichung) August 
          PROGNOSE:  54,0 
          zuvor:     53,9 
 

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

                              zuletzt  +/- % 
E-Mini-Future S&P-500        7.668,25   +0,1 
E-Mini-Future Nasdaq-100    29.355,50   +0,2 
S&P/ASX 200 (Sydney)         9.057,00   -0,3 
Topix-500 (Tokio)            4.064,49   +0,1 
Kospi (Seoul)                6.922,12   +1,0 
Shanghai-Composite           3.893,11   -0,3 
Hang-Seng-Index (Hongkong)  25.883,24   +0,7 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Uneinheitlich - Der Topix in Tokio liegt nach neuen Inflationsdaten minimal im Plus. Laut Marktteilnehmern sprechen sie für eine Zinserhöhung der Bank of Japan im September, was entsprechend die Kauflaune bremst. Auf breiter Front sorgen wieder etwas steigende Renditen der Anleihen für Vorsicht. Im Handel ist von Zweifel am Rückkaufplan des US-Finanzministeriums die Rede, er jüngst für Entspannung bei den Renditen gesorgt hatte. Das Programm - lange Anleihen zurückzukaufen gegen die Ausgaben kurzer - biete nur eine kurzfristige Lösung. Die Frage sei, ob damit das US-Haushaltsdefizit von über 6 Prozent des BIP und jährliche Zinskosten von rund 1,2 Billionen Dollar wesentlich verringert werden könne. Die Analysten der Commerzbank merken außerdem an: "Die Kombination aus steigenden Ölpreisen und erneuter Skepsis hinsichtlich der Fähigkeit des Finanzministeriums, die langfristigen Kreditkosten zu begrenzen, belastet US-Staatsanleihen." Mit zumeist kleinen Gewinnen zeigen sich in Hongkong Immobilienaktien, nachdem die Behörden in Shanghai am Donnerstag eine Reihe von Maßnahmen ergriffen haben, um den Immobiliensektor weiter anzukurbeln. Henderson Land machen einen Satz um 6,3 Prozent, nachdem der Immobilienentwickler einen deutlichen Anstieg des Gewinns im ersten Halbjahr gemeldet hat. Alibaba fallen um gut 3 Prozent, nachdem das Unternehmen einen Gewinneinbruch von mehr als 75 Prozent im Quartal gemeldet hat. In Seoul geht es für beiden meist beachteten Aktien Samsung Electronics um 3,0 und SK Hynix um 3,4 Prozent nach oben. Bei Samsung stützt ähnlich wie am Vortag ein Bloomberg-Bericht unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person, dass Samsung noch am Berichtstag ein neues Ausschüttungsprogramm im Volumen von umgerechnet bis zu 79 Milliarden Dollar bekannt geben werde. Bei SK Hynix treibt aktuell eine erreichte Tarifeinigung mit der Gewerkschaft.

WALL STREET

Dow-Jones          52.759,21  -1,3 
S&P-500             7.641,16  -0,9 
Nasdaq Composite   26.067,17  -1,0 
 
                     Donnerstag  Mittwoch 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,05 Mrd    1,18 Mrd 
Gewinner             2.836       1.769 
Verlierer              931       1.002 
Unverändert          1.821          80 
 

Schwach - Hauptthema war weiter die Entwicklung am US-Anleihemarkt, nachdem das US-Finanzministerium am Vortag angekündigt hatte, künftig mehr langlaufende Anleihen zurückzukaufen. Das wurde als Zeichen gewertet, dass Finanzminister Scott Bessent über den Renditeanstieg beunruhigt ist. Die Renditen stiegen aber wieder angesichts von Zweifeln an der Wirksamkeit der Maßnahme und weil es keine Anzeichen dafür gebe, dass die USA ihr Defizit eindämmten. Walmart sackten um 9,2 Prozent ab. Der Einzelhandelsriese hatte den geringsten vierteljährlichen Anstieg der vergleichbaren Umsätze in den USA seit 2020 gemeldet. Für Aktien von Krypto-Handelsplattformen ging es nach oben. US-Präsident Trump hatte den Kongress aufgefordert, ein Kryptowährungsgesetz zu verabschieden. Dies schob den Bitcoin zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit Mai. Coinbase stiegen um 7,6 und Strategy um 7,8 Prozent. Wolfspeed knickten um 9,4 Prozent ein. Der Chiphersteller verzeichnete im vierten Geschäftsquartal einen deutlichen Umsatzrückgang. Zudem enttäuschte der Ausblick. Die Aktien von Coty büßte 9,2 Prozent ein. Das Kosmetikunternehmen meldete einen höheren Verlust und prognostizierte für das laufende Quartal einen Umsatzrückgang.

US-ANLEIHEN

           Rendite     +/- 
2 Jahre       4,19   +0,01 
5 Jahre       4,39   +0,04 
10 Jahre      4,70   +0,05 
 

Die Renditen stiegen deutlich und machten den Rückgang vom Vortag wieder wett. Im Handel machten sich Zweifel an der Nachhaltigkeit der Pläne des US-Finanzministeriums breit, Langläufer zurückzukaufen gegen die Ausgabe von Kurzläufern. Dazu hieß es, ein nachhaltiger Rückgang der US-Kreditkosten sei unwahrscheinlich, weil es keine Anzeichen dafür gebe, dass die USA ihr Defizit eindämmen würden. Die Rendite im Zehnjahresbereich stieg um 5 Basispunkte auf 4,70 Prozent.

DEVISEN

                zuletzt  +/- %          00:00        Do, 9:05  % YTD 
EUR/USD          1,1692   +0,1         1,1678          1,1683   -0,5 
EUR/JPY          185,92   +0,1         185,72          185,06   +1,1 
EUR/GBP          0,8569   +0,1         0,8565          0,8583   -1,7 
USD/JPY          158,99   -0,0         159,05          158,39   +1,5 
USD/KRW        1.381,60   -0,9       1.393,85        1.394,40   -4,1 
USD/CNY          6,7215   -0,0         6,7225          6,7241   -3,9 
USD/CNH          6,7215   -0,0         6,7242          6,7246   -3,6 
USD/HKD          7,8421   -0,0         7,8431          7,8428   +0,8 
AUD/USD          0,7139   +0,4         0,7111          0,7119   +7,0 
NZD/USD          0,5964   +0,4         0,5943          0,5950   +3,6 
BTC/USD       75.127,59   +3,4      72.656,34       69.866,38  -14,3 
 
 

Der Dollar stabilisierte sich nach den kräftigen Vortagesverlusten. Der Greenback sei nach der Entscheidung des US-Finanzministeriumsm Langläufer verstärkt zurückzukaufen, anfälliger für eine Abwertung, so die Analysten der MUFG Bank. Es sei unwahrscheinlich, dass die USA das stetig wachsende Haushaltsdefizit angingen. Daher bestehe die Gefahr, dass sich der Rückkauf als kontraproduktiv erweise und die Nachfrage nach US-Anlagen verringere, was potenziell zum Verkauf von Staatsanleihen und des Dollar führen könnte, so die Analysten.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

          zuletzt  +/- %       +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold     4.536,54   +0,4          18,67        4.517,87 
Silber      68,94   +1,3           0,86           68,07 
Platin   1.865,18   +2,0          37,18        1.828,00 
 

Der Goldpreis verteidigte seine starken Vortagesgewinne. Die Feinunze kostete zuletzt in den USA 4.526 Dollar.

ÖL

             zuletzt  +/- %       +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex      86,19   -0,7          -0,64           86,83 
Brent/ICE      93,27   -0,5          -0,51           93,78 
 

Die Ölpreise legten weiter zu. Für Brent ging es um 2,9 Prozent auf 93,78 Dollar nach oben. "Die USA haben keine Gespräche mit dem Iran geplant, und die Lage in der Straße von Hormus bleibt angespannt, mit eingeschränktem Schiffsverkehr und anhaltenden Meinungsverschiedenheiten über die Bedingungen für eine Wiedereröffnung", hieß es von Sucden Financial. Zudem drohte US-Präsident Trump mit beispiellosen wirtschaftlichen Maßnahmen gegen den Iran. Das schürte Sorgen vor einer neuen Eskalation.

+++++ MELDUNGEN SEIT DONNERSTAG 20.00 UHR +++++

USA/KANADA

Der für den US-Handel zuständige kanadische Minister hat erklärt, Ottawa und Washington seien "sehr nah" davor, ein Abkommen abzuschließen.

ABBOTT

vergleicht sich für 670 Millionen Dollar in einem Verfahren im Zusammenhang mit Spezialnahrungen für Frühgeborene. Der US-Pharmakonzern legt damit etwa 2.000 anhängige Klagen Betroffener bei.

JAMES HARDIE INDUSTRIES

veräußert sein europäisches Fermacell-Geschäft an das Schweizer Baustoffunternehmen Holcim und konzentriert sich auf wachstums- und renditestärkere Märkte. Der australische Baustoffanbieter erhält für das Geschäft mit Gipsfaserplatten und weiteren Trockenbaulösungen 840 Millionen Euro in bar.

LI NING

Der Gewinn ist im ersten Halbjahr 2026 gestiegen, gestützt durch ein stetiges Umsatzwachstum im China-Geschäft. Der Nettogewinn des Sportartikelherstellers stieg um 4,5 Prozent auf 1,82 Milliarden Yuan, was 270,7 Millionen Dollar entspricht, gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie die chinesische Sportartikelmarke am späten Donnerstag mitteilte. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent zu.

REGIS RESOURCES

erhöht die Ausschüttung zum Jahresende und hat eine Sonderdividende angekündigt. Grund dafür ist ein sprunghafter Anstieg des Jahresgewinns aufgrund von Rekordgoldpreisen sowie der Erhalt einer Prämie aus einer gescheiterten Übernahme.

ROSS STORES

hat seinen Ausblick für das Gesamtjahr angehoben und prognostziziert nun für das Gesamtjahr einen Gewinn je Aktie von 8,61 bis 8,77 Dollar, nach zuvor 7,50 bis 7,74. Für das laufende Quartal erwartet das Unternehmen 1,75 bis 1,83 Dollar bei einem flächenbereinigten Umsatzwachstum von 6 bis 7 Prozent. Analysten kalkulierten zuletzt mit 1,75 Dollar bzw. 3,1 Prozent. Der Gewinn im zweiten Quartal belief sich auf 851,3 (Vorjahr: 508) Millionen Dollar oder 2,66 Dollar je Aktie. Analysten hatten 1,95 Dollar erwartet. Der Gewinn wurde durch Zollrückerstattungen um 60 Cent je Aktie erhöht. Der Umsatz stieg um 13 Prozent auf 6,26 Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenschätzung von 6,16 Milliarden Dollar.

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/cln/gos

(END) Dow Jones Newswires

August 21, 2026 01:57 ET (05:57 GMT)

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