EU begrenzt zollfreie Stahlimporte und erhebt 50% Zoll oberhalb Quote
30.06.2026 / 11:03 Uhr
Von Edith Hancock
DOW JONES--Die Europäische Union wird ab Mittwoch die Menge an zollfreiem Stahl begrenzen, die ihre Mitgliedstaaten importieren dürfen. Dies ist Teil der Bemühungen der EU, die europäische Stahlindustrie vor Überkapazitäten zu schützen.
Das neue System sieht vor, das zollfreie Stahlimportvolumen auf 18,3 Millionen Tonnen zu begrenzen. Zölle oberhalb dieser Quote werden auf 50 Prozent angehoben von zuvor 25 Prozent. Die Europäische Kommission teilte am Dienstag mit, dass die Hälfte der Quote von 18,3 Millionen Tonnen für Länder reserviert sei, die Freihandelsabkommen mit der EU haben.
Zudem müssen Exporteure künftig angeben, wo das Schmelzen und Gießen zur Herstellung des Stahls stattgefunden hat, um die Rückverfolgbarkeit der Importe zu erleichtern.
"Wir bieten den Marktteilnehmern Berechenbarkeit durch klare und transparente Regeln für die Quotenverteilung und wenden gleichzeitig eine faire und objektive Methodik an", sagte Maros Sefcovic, EU-Chefunterhändler für Handelsfragen, am Dienstag.
Die EU versucht, ihren Stahlsektor vor einer Schwemme von Produkten auf dem Markt zu schützen. Diese liegt nach Angaben der EU-Kommission derzeit bei 620 Millionen Tonnen.
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