MARKT USA/Zurückhaltung vor USA-Iran-Gesprächen
30.06.2026 / 11:43 Uhr
Eine wenig veränderte Eröffnung zeichnet sich am Dienstag an der Wall Street ab. Am letzten Handelstag des ersten Halbjahres herrscht Zurückhaltung angesichts der Entwicklungen im Iran-Krieg. Nach den zuletzt tagelangen Auseinandersetzungen in der Nähe der Straße von Hormus sind die Augen des Marktes auf ein mögliches Treffen zwischen den USA und dem Iran in Katar gerichtet. Während US-Präsident Donald Trump gesagt hat, die USA und der Iran würden bereits am Dienstag in Doha neue Gespräche führen, hat der stellvertretende iranische Außenminister erklärt, Teheran habe noch nicht über den Zeitpunkt der Gespräche entschieden.
Die Ölpreise geben im Vorfeld der Gespräche leicht nach. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent fällt um 0,4 Prozent auf 72,88 Dollar. "Wir glauben, dass der Markt nach unten übertrieben hat", meint aber Warren Patterson von ING. "Unsere Annahme ist, dass sich die Ölflüsse erst gegen Ende des dritten Quartals dem Vorkriegsniveau annähern werden, während das derzeitige Preisniveau eine Rückkehr zur Normalität bis Ende Juli impliziert."
Für einen Impuls könnten auch die nach der Startglocke anstehenden US-Konjunkturdaten sorgen. So werden der Index Einkaufsmanager Chicago für Juni sowie der Index des Verbrauchervertrauens, ebenfalls für Juni, veröffentlicht. Dazu kommt die Zahl offener Stellen ("Jolts") für Mai. Das Highlight dürfte allerdings der bereits am Donnerstag anstehende US-Arbeitsmarktbericht für Juni sein.
Bei den Einzelwerten gewinnt die Nike-Aktie vorbörslich 0,4 Prozent. Der Sportartikel-Hersteller wird nach Handelsende die Zahlen zum vieren Geschäftsquartal veröffentlichen. Der Fokus dürfte dabei auf dem Ausblick liegen, vor allem nachdem das Unternehmen vergangene Woche mit David Denton einen neuen Finanzvorstand ernannt hat. Nike dürfte mit seiner Prognose wahrscheinlich vorsichtig sein, um Denton die Möglichkeit zu geben, am Investorentag langfristige Ziele zu setzen, heißt es von Jefferies.
Die britische Wettbewerbsaufsicht will gegen Einschränkungen durch Apple und Google im Zahlungsverkehr vorgehen. Beide sollen Beschränkungen lockern, die britische App-Entwickler derzeit daran hindern, ihre Nutzer auf alternative Zahlungsplattformen zu lenken. Die Apple-Aktie verliert 0,2 Prozent, die Papiere der Google-Mutter Alphabet reduzieren sich um 0,1 Prozent.
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