MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
19.06.2026 / 07:31 Uhr
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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++
FREITAG: In den USA bleiben die Börsen wegen des Feiertages Juneteenth geschlossen. Wegen des Drachenbootfests findet in China (Kernland und Hongkong) kein Handel statt. In Schweden und Finnland wird wegen des Tages vor Mittsommer nicht gehandelt.
+++++ TAGESTHEMA +++++
US-Vizepräsident JD Vance ist nicht in die Schweiz für die für Freitag geplanten Gespräche mit dem Iran aufgebrochen. "Die Logistik dieser Verhandlungen war noch nie einfach oder vorhersehbar", sagte ein Sprecher des Weißen Hauses am Donnerstag. Dementsprechend werde Vance nicht abreisen.
+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++
07:00 DE/Hornbach Holding AG & Co KGaA, Ergebnis 1Q
Im Laufe des Tages
- IT/Unicredit, Veröffentlichung erster Ergebnisse des Übernahmeangebot für die Commerzbank
DIVIDENDENABSCHLAG
(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)
Unternehmen Dividende Audius 0,24 EUR Deutsche Euroshop 1,00 EUR Delignit 0,08 EUR STO 3,31 EUR Klassik Radio 0,17 EUR Volkswagen St 5,20 EUR Volkswagen Vz 5,26 EUR
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
- DE
08:00 Erzeugerpreise Mai
PROGNOSE: +0,5% gg Vm/+2,2% gg Vj
zuvor: +1,2% gg Vm/+1,7% gg Vj
+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++
Aktuell: Index zuletzt +/- % DAX Futures 24.906,00 -0,5 E-Mini-Future S&P-500 7.521,75 -0,7 E-Mini-Future Nasdaq-100 30.416,00 -1,0 Topix (Tokio) 4.028,09 -1,0 Hang-Seng (Hongk.) Feiertag Shanghai-Comp. Feiertag Donnerstag: INDEX zuletzt +/- % DAX 25.026,80 +0,4 DAX-Future 25.074,00 +0,6 XDAX 25.072,80 +0,2 MDAX 32.665,55 -0,6 TecDAX 3.947,43 -0,0 SDAX 18.373,62 -0,6 Euro-Stoxx-50 6.323,27 +0,4 Stoxx-50 5.342,10 -0,3 Dow-Jones 51.564,70 +0,1 S&P-500 7.500,58 +1,1 Nasdaq Composite 26.517,93 +1,9
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
EUROPA
Ausblick: Mit einer etwas leichteren Eröffnung an Europas Börsen rechnen Händler am Freitag. Die wichtigsten Themen der Woche wie die US-Notenbank seien abgearbeitet. Nun rücke der Große Verfalltag an den internationalen Terminmärkten in den Fokus. Am Mittag verfallen die Optionen und Futures auf die Aktien-Indizes, am Abend die Optionen auf Einzelaktien. Dies kann teilweise für erratische Kursbewegungen sorgen. In den USA ist Feiertag, daher dürfte das Geschäft am Nachmittag ausdünnen. Für Irritationen sorgt die Verschiebung des Flugs von US-Vize Vance in die Schweiz. Dort sollte er zum Verhandlungsstart mit dem Iran eintreffen.
Rückblick: Etwas fester - Stützend wirkte die die Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Krieges. Der in der Folge erneut gesunkene Ölpreis half auch. Falkenhafte Töne der US-Notenbank steckten die Börsen gut weg. Die US-Notenbank hatte wie allgemein erwartet ihre Zinspause verlängert, die Märkte preisten aber eine Zinserhöhung nun bis Oktober ein. Am Devisenmarkt wertete der Euro deutlich auf etwa 1,1470 Dollar ab. Daneben bestätigte die Schweizer Nationalbank die Zinsen genauso wie die Bank of England. Gut im Markt lagen die Aktien der Fluglinien, Verlierer waren die Rohstoff- und Minenwerte mit der Aussicht auf steigende US-Zinsen. So ging es bei Air France-KLM um 4,6 Prozent und bei Lufthansa um 3,2 Prozent höher. Dagegen verloren BP 2,9 Prozent, Rio Tinto 3 Prozent oder Repsol 2,5 Prozent. Ein schwacher Ausblick von Accenture löste neue KI-Ängste aus. Capgemini brachen um 8,9 Prozent ein, SAP verloren 4,5 Prozent, Wolters Kluwer 2,7 Prozent, LSE 7 Prozent oder Deutsche Börse 1,7 Prozent. Tesco verloren nach Erstquartalszahlen 0,9 Prozent. Das flächenbereinigte Wachstum auf dem Heimatmarkt lag laut Bernstein nur am unteren Ende der Spanne.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Etwas fester - Dass das Ifo-Institut die deutsche Wachstumsprognose für 2027 gesenkt hatte, belastete nicht. Anleger setzten auf zukünftig bessere Zeiten. Kräftig nach oben ging es mit den Aktien von Siemens Energy (+4,7%). Anders als sonst trieben diesmal keine KI-Fantasien, sondern die angedachte Abspaltung der TI-Sparte. RBC begrüßte dies. Tagesgewinner im DAX waren Infineon mit Aufschlägen von 6,4 Prozent, die Aktie hat damit die jüngste Korrektur zunächst beendet. Das Unternehmen hatte zwei weitere Patentverletzungsverfahren gegen den chinesische Halbleiterzulieferer Innoscience gewonnen. Autoaktien wurden weiter gemieden nach der massiven Gewinnwarnung von BMW am Vortag. BMW fielen um weitere 4 Prozent, Mercedes-Benz um 4,6 Prozent. Auch Zulieferer standen unter Druck, so ging es für Schaeffler um 3,7 Prozent nach unten. VW gaben um 2,8 Prozent nach. Die ehemalige Rüstungsmanagerin Susanne Wiegand gibt nach knapp einem Jahr überraschend ihre Aufsichtsratstätigkeit auf. Tanja Bauer von Deka Investment sprach auf der Hauptversammlung von einem "sehr negativen Signal". Douglas hatte ihre Jahresprognose gesenkt. Die Aktie verlor 6,4 Prozent.
XETRA-NACHBÖRSE
Laut einem Händler von Lang & Schwarz hat sich am Abend keine deutsche Aktie auffällig gezeigt. Infineon reagierten nachbörslich nicht mehr auf die kurz vor Xetra-Schluss am Markt aufgeschlagene Meldung über ein positives Urteil in einem Patentverletzungsverfahren.
USA - AKTIEN
Freundlich - Die Börsen haben den Schrecken über überraschend falkenhafte Ausführungen des neuen US-Notenbankgouverneurs Kevin Warsh vom Vorabend überwunden. Gestützt wurde die Wall Street durch die Absichtserklärung zur Beendigung des Iran-Kriegs. Denn der Iran und die USA unterzeichneten die Grundsatzvereinbarung. Zur guten Stimmung passten auch positive Konjunkturdaten. Intel sprangen um 10,4 Prozent nach oben. Laut US-Präsident Donald Trump hatte der Chiphersteller einen Deal mit Apple gewonnen. Apple stiegen um 0,7 Prozent - der scheidende CEO Tim Cook erklärte, der iPhone-Hersteller müsse die Preise erhöhen, um die steigenden Kosten für Speicherchips auszugleichen. Micron Technology kletterten in der Folge um 8,7 Prozent auf Rekordhoch. Accenture stürzten um 17,8 Prozent ab, nachdem der Beratungskonzern die Wachstumserwartungen gesenkt hatte. Rumble zogen um 1,0 Prozent an, die Video-Plattform ändert ihren Namen und passt ihre Unternehmensstruktur im Zuge einer KI-Neuausrichtung an. Kroger büßten 8,4 Prozent ein, die Supermarktkette verdiente weniger als erwartet. Smith & Wesson Brands schnellten um 17,1 Prozent nach oben. Der Schusswaffenhersteller hatte Umsatz und Gewinn gesteigert.
USA - ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 4,18 +0,02 4,22 4,14 5 Jahre 4,23 +0,00 4,27 4,19 10 Jahre 4,46 -0,01 4,48 4,42
Die Renditen erholten sich im Verlauf mit der Erholung bei Öl. Gefallene Ölpreise dämpften zunächst die Inflationssorgen und damit auch den Zinserhöhungsdruck auf die Fed. Doch nach den falkenhaften Äußerungen von US-Notenbankpräsident Warsh preisten die Märkte eine Zinserhöhung nun bis Oktober ein, zuvor war erst für März ein voller Zinsschritt an den Märkten erwartet worden.
+++++ DEVISENMARKT +++++
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:30 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:30 EUR/USD 1,1422 -0,3 -0,0034 1,1456 1,1477 EUR/JPY 184,39 -0,3 -0,5000 184,8900 184,7700 EUR/CHF 0,9236 +0,2 0,0017 0,9219 0,9217 EUR/GBP 0,8673 0,0 0,0000 0,8673 0,8670 USD/JPY 161,42 +0,0 0,0500 161,3700 160,9800 GBP/USD 1,3163 -0,3 -0,0039 1,3202 1,3236 USD/CNY 6,7686 +0,2 0,0109 6,7686 6,7710 USD/CNH 6,7964 +0,3 0,0188 6,7776 6,7712 AUS/USD 0,6989 -0,4 -0,0025 0,7014 0,7026 Bitcoin/USD 62.545,51 -0,8 -472,19 63.017,70 63.165,11
Die am Markt nun früher eingepreiste Zinserhöhung beeinflusste vor allem den Devisenmarkt, wo die falkenhaften Worte von Warsh noch deutlich nachhallten. Der Dollarindex stieg um 0,7 Prozent auf ein 11-Wochenhoch.
+++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.129,53 -1,9 -79,06 4.208,59 Silber 63,38 -3,7 -2,44 65,82 Platin 1.660,83 -2,1 -34,78 1.695,61
Der sehr feste Dollar drückte den Goldpreis um 1,0 Prozent.
ÖL
ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 77,16 +0,7 0,56 76,6 Brent/ICE 79,73 -0,2 -0,12 79,85
Anleger hofften, dass der 14-Punkteplan zur zügigen Wiedereröffnung der Straße von Hormus führen wird. Erste Hoffnungsschimmer gab es bereits: Drei saudische Öltanker passierten die Straße von Hormus ohne Zwischenfälle. Daher gaben die Ölpreise zunächst nach, machten ihre Abschläge im späten Geschäft aber fast komplett wieder wett. Brent verbilligte sich je Fass nur noch um 0,1 Prozent. Denn Marktakteure gingen davon aus, dass eine vollständige Wiederherstellung des Angebots aus dem Persischen Golf Zeit brauchen werde, hieß es bei Gelber & Associates.
+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++
KRIEGSKOSTEN USA
Das Pentagon benötigt nach eigenen Angaben 80 Milliarden Dollar zur Deckung der Kosten des Iran-Krieges sowie für andere nicht kriegsbezogene Ausgaben. Entsprechend hat sich der stellvertretende Verteidigungsminister Stephen Feinberg in dieser Woche in Telefonaten mit Kongressabgeordneten geäußert, wie mit den Gesprächen vertraute Personen berichten. Führungskräfte des Pentagons haben erklärt, dass ihnen im Sommer das Geld für Operationen ausgehen könnte, sofern der Kongress kein neues Kriegsausgabenpaket verabschiedet. Sie warnten, dass die Streitkräfte aufgrund des Krieges im Iran und der Truppenentsendungen an die Südgrenze der USA bei Übungen und anderen Prioritäten Abstriche machen müssten.
INNENPOLITIK GROSSBRITANNIEN
Der britischen Politik steht eine neue Phase des Chaos bevor. Der Labour-Politiker Andy Burnham hat eine Nachwahl in einem Bezirk in Nordengland gewonnen. Dies ermöglicht ihm den Einzug ins Parlament. Von dort aus kann er eine Kampfabstimmung um die Führung gegen den zutiefst unbeliebten Premierminister Keir Starmer einleiten. Burnham, der 56-jährige Bürgermeister von Manchester, wurde bei der Abstimmung mit einem komfortablen Vorsprung gewählt. Er wird nun den Bezirk Makerfield vertreten. Dabei besiegte er einen Kandidaten der einwanderungsfeindlichen Partei Reform UK.
VERBRAUCHERSTIMMUNG GROSSBRITANNIEN
Die Verbraucherstimmung unter den Briten ist in diesem Monat unverändert geblieben, verharrt aber nahe von Mehrjahrestiefs. Belastet wurde sie durch den jüngsten Anstieg der Energiepreise infolge des Konflikts im Nahen Osten, der die schwachen Aussichten für die persönlichen Finanzen noch verschärfte. Das Marktforschungsinstitut GfK teilte mit, sein am Freitag mit dem Nuremberg Institute for Market Decisions veröffentlichtes Konsumklimabarometer habe im Juni unverändert bei minus 23 gelegen.
INFINEON
hat vor dem Landgericht München I zwei weitere Patentverletzungsverfahren gegen den chinesischen Halbleiterzulieferer Innoscience gewonnen. In den Verfahren geht es um die unerlaubte Nutzung der von Infineon patentierten Galliumnitrid-(GaN)-Technologien durch Innoscience, genauer um die Verletzung eines Patentes und eines Gebrauchsmusters, wie der Konzern ausführte. Der Mitteilung zufolge verbot das Gericht dem chinesischen Unternehmen die Herstellung, den Verkauf und die Vermarktung von Produkten, die das Patent verletzen, in Deutschland. Darüber hinaus müsse Innoscience Schadenersatz an Infineon leisten. Zu dessen Höhe machte der Konzern zunächst keine Angaben.
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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/flf/cln
(END) Dow Jones Newswires
June 19, 2026 01:30 ET (05:30 GMT)
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19.06.2026 @ 09:17:26


