PRESSESPIEGEL/Unternehmen

19.06.2026 / 06:34 Uhr

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

MICROSOFT - Der Windows-Konzern Microsoft erwägt, KI-Modelle des chinesischen Unternehmens Deepseek im neuen Unternehmensassistenten "Copilot Cowork" einzusetzen. Ziel sei die Verwendung von "hochwertigen und kosteneffizienten Modellen" - und "Deepseek ist eines von mehreren Modellen, die in Betracht gezogen werden", sagte ein Microsoft-Sprecher dem Handelsblatt. Copilot Cowork ist ein neues Produkt von Microsoft, das den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Unternehmen erleichtern soll. Es soll Aufgaben in Programmen wie der Textverarbeitung Word oder der Tabellenkalkulation Excel übernehmen. Anders als beim bisherigen Angebot von Assistenten der Copilot-Produktfamilie orientiert sich Microsoft hier stark an der KI-Firma Anthropic, die ebenfalls ein Cowork-Angebot, also ein Produkt zum gemeinsamen Nutzen eines Modells oder einer Plattform, auf den Markt gebracht hat. (Handelsblatt)

TAKKT - Der Geschäftsausstatter und B2B-Händler Takkt hat an vielen Fronten zu kämpfen. Finanzvorstand Timo Krutoff weist im Interview der Börsen-Zeitung auf Versäumnisse des früheren Managements hin. So sei es für Kunden extrem wichtig, möglichst schlanke und effiziente Bestellprozesse zu haben. "Dieses Prinzip haben wir im Bereich E-Commerce nicht konsequent genug umgesetzt und zu wenig investiert", moniert der CFO. Der Aufholprozess laufe, benötige aber Zeit. Ein weiterer Kardinalfehler sei die Entscheidung gewesen, die Markenlandschaft in Europa auf die Marke "Kaiserkraft" zu zentralisieren. Das Unternehmen habe alte Marken - vor allem in Europa - wiederbelebt. Zusätzlichen Gegenwind brachten die steigende Homeoffice-Tätigkeit, die Konjunkturflaute und Sparzwänge bei Kunden. (Börsen-Zeitung)

DREAM - Dreieinhalb Jahre nach der Gründung und gut ein Jahr nach dem Aufstieg in die Riege der sogenannten Einhörner, also Firmen mit Milliardenbewertung, hat das israelische Cybersicherheits-Startup Dream eine neue Finanzierungsrunde abgeschlossen. 260 Millionen Dollar nahm das Unternehmen ein, die Bewertung steigt damit auf 3 Milliarden Dollar. Mit dem frischen Geld will Dream expandieren. "Noch in diesem Jahr wollen wir ein Büro in München eröffnen", sagte Mitgründer Sebastian Kurz dem Handelsblatt. Dem früheren österreichischen Bundeskanzler gehören laut eigenen Angaben knapp 15 Prozent des Unternehmens - auf dem Papier ist sein Anteil damit rund 450 Millionen Dollar wert. Dream erweitert zudem sein Angebot. Bisher positionierte sich das Startup als Anbieter von Cybersicherheitslösungen für den Staat, Versorger und Privatunternehmen. Jetzt sollen auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierende Werkzeuge zur Datenanalyse hinzukommen. Dream tritt damit in direkte Konkurrenz zum hier führenden US-Konzern Palantir. (Handelsblatt)

DIAGEO - Der neue Diageo-CEO Dave Lewis hat seine Topmanager angewiesen, die Belegschaft und andere Kosten zu reduzieren. Er hat den Vorstandsmitgliedern Ziele für Kostensenkungen und keine genaue Zahl für einen Stellenabbau gegeben, wie die Financial Times berichtet. Der Großteil des Abbaus würde auf jene Teams entfallen, die keinen Umsatz generieren. Intern sollen die Stellenstreichungen kommende Woche angekündigt werden. Die Muttergesellschaft von Guinness und Johnnie Walker beschäftigt weltweit knapp 30.000 Mitarbeiter. (Financial Times)

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June 19, 2026 00:33 ET (04:33 GMT)

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