Zahl der Unternehmensinsolvenzen steigt im März deutlich
12.06.2026 / 08:28 Uhr
DOW JONES--Die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im März um 15,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Für März meldeten die Amtsgerichte 2.308 beantragte Unternehmensinsolvenzen. Bei den Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass die Anträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen annähernd drei Monate davor.
Insgesamt wurden damit im ersten Quartal des Jahres 6.275 Unternehmensinsolvenzen registriert, was einem Zuwachs von 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht. Bezogen auf 10.000 Unternehmen gab es im ersten Quartal die meisten Insolvenzen in den Bereichen Verkehr und Lagerei sowie im Gastgewerbe.
Die Forderungen der Gläubiger aus den im ersten Quartal gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund 9,3 Milliarden Euro. Im Vorjahresquartal hatten die Forderungen noch bei rund 19,9 Milliarden Euro gelegen. Dieser deutliche Rückgang der Forderungen trotz steigender Fallzahlen resultiert daraus, dass im Vorjahreszeitraum mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz anmelden mussten.
Neben den Firmenpleiten legten auch die Verbraucherinsolvenzen im März spürbar zu: Ihre Zahl stieg um 18,9 Prozent auf 7.462 Fälle.
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
DJG/apo/mgo
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June 12, 2026 02:27 ET (06:27 GMT)
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