Moulin: EZB-Zinserhöhung nötig zur Eindämmung von Zweitrundeneffekten
12.06.2026 / 11:20 Uhr
Von Hans Bentzien
DOW JONES--Die Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB) um 25 Basispunkte ist nach Aussage des neuen EZB-Ratsmitglieds Emmanuel Moulin gerechtfertigt gewesen. "Diese Zinsentscheidung ist notwendig, um sicherzustellen, dass die Zweitrundeneffekte eingedämmt bleiben. Sie ist für die verschiedenen für die Wirtschaft des Euroraums betrachteten Szenarien hinweg gerechtfertigt", heißt es in einer Erklärung des Gouverneurs der Banque de France.
Der Anstieg der Öl- und Gaspreise habe begonnen, auf andere Positionen des Verbraucherpreisindex überzugreifen, insbesondere auf bestimmte Dienstleistungspreise überzugreifen, wobei noch keine Zweitrundeneffekte über die Löhne sichtbar seien.
"Wir nehmen den Inflationsdruck ernst und sind entschlossen, die Inflation mittelfristig wieder auf unser Ziel von 2 Prozent zurückzuführen", erklärte Moulin. Er hat kürzlich die Nachfolge von Francois Villeroy de Galhau angetreten.
Bundesbankpräsident Joachim Nagel hatte zuvor seine Bereitschaft zu einer weiteren Straffung der Geldpolitik bereits bei der nächsten Ratssitzung angedeutet. Er schrieb: "Der EZB-Rat trifft sich im Juli zur nächsten geldpolitischen Sitzung. Wir halten uns alle Optionen offen und sind bereit, bei Bedarf erneut zu reagieren."
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