KORREKTUR: Airbus und Air France wegen Absturz von 2009 mit 228 Toten schuldig gesprochen
21.05.2026 / 19:26 Uhr
In der um 18:46 Uhr gesendeten Meldung muss der 2. Satz des 1. Absatzes korrekt heißen: "Ein Pariser Berufungsgericht verurteilte die beiden Unternehmen am Donnerstag zur Zahlung einer Geldstrafe von jeweils 225.000 Euro." In der fehlerhaften Version hatte es geheißen, dass das Geld für jede durch den Absturz getötete Person zu zahlen sei.
Es folgt die korrigierte Fassung:
Airbus und Air France wegen Absturz von 2009 mit 228 Toten schuldig gesprochen
Von Benjamin Katz
DOW JONES--Siebzehn Jahre nach der schlimmsten Flugzeugkatastrophe in der Geschichte Frankreichs sind Airbus und Air France der fahrlässigen Tötung von 228 Passagieren und Besatzungsmitgliedern schuldig gesprochen worden. Ein Pariser Berufungsgericht verurteilte die beiden Unternehmen am Donnerstag zur Zahlung einer Geldstrafe von jeweils 225.000 Euro.
Das Gericht stellte sich auf die Seite der Staatsanwaltschaft, die argumentiert hatte, dass Fahrlässigkeit des Flugzeugherstellers und der Fluggesellschaft "unbestreitbar" zu dem Absturz "beigetragen" habe.
Das Urteil ist die jüngste Wendung in einem langjährigen Rechtsstreit, der im März 2011 begann, als Strafanzeige gegen Airbus und Air France erstattet wurde. Nach mehreren Anhörungen und Berufungen fand Ende vergangenen Jahres ein vollständiges Wiederaufnahmeverfahren statt, das zu dem Urteil vom Donnerstag führte.
Air France reagierte nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme. Airbus kündigte an, beim französischen Kassationshof - dem höchsten Gericht des Landes - Berufung einzulegen und berief sich auf frühere Urteile, in denen das Unternehmen freigesprochen wurde.
"Von Anfang an hat Airbus das beständige Ziel verfolgt, die Fakten zu verstehen, die Wahrheit zu suchen, alle notwendigen Lehren zu ziehen und verantwortungsvoll zu handeln, um die Flugsicherheit weiter zu verbessern", teilte das Unternehmen in einer Erklärung mit.
Im Fall von AF447 kam das französische Gericht zu dem Schluss, dass Airbus seit langem wusste, dass ein kritischer Geschwindigkeitssensor des A330-Jets anfällig für Vereisung war, und das davon ausgehende Risiko unterschätzt hatte. Air France wurde für schuldig befunden, weil die Gesellschaft den Piloten keine ausreichende Sicherheitsschulung bot.
Der Airbus A330 befand sich auf dem Weg von Brasilien nach Paris, als das Pitotrohr des Jets, das zur Bestimmung der Fluggeschwindigkeit dient, vereiste. Angesichts wiederholter Strömungsabriss-Warnungen und wild schwankender Geschwindigkeitsanzeigen reagierten die Piloten laut den französischen Unfallermittlern damit, die Nase des Flugzeugs hochzuziehen, was zu einem Geschwindigkeitsabfall und einem Strömungsabriss führte.
Den Piloten gelang es daraufhin nicht, die Kontrolle über das Flugzeug wiederzuerlangen. Die Maschine stürzte in den Atlantik, wobei alle 216 Passagiere und 12 Besatzungsmitglieder ums Leben kamen. Es dauerte fast zwei Jahre und erforderte mehrere Suchaktionen, um das Wrack und die Flugdatenschreiber des Flugzeugs zu finden.
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