XETRA-SCHLUSS/Wenig verändert - Kräftige Rotation am Markt

11.05.2026 / 17:58 Uhr

DOW JONES--Der deutsche Aktienmarkt hat sich zu Wochenbeginn kaum von der Stelle bewegt. Die Nachrichtenlage vom Iran-Krieg über die Ukraine sowie den am Dienstag anstehenden US-Inflationsdaten und dem Treffen zwischen Chinas Präsident Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump lud nicht zu Nettokäufen ein, stattdessen wurde umgeschichtet. Rüstungsaktien setzten ihre Talfahrt fort, gesucht waren hingegen Telekom- und Rohstoffwerte. Marktanalyst Andreas Lipkow sprach von einer starken Rotation am Aktienmarkt. Anleger würden nun wieder defensive Titel bevorzugen. Der DAX schloss kaum verändert bei 24.350 Punkten.

Für Risikoscheu sorgten auch steigende Ölpreise, nachdem US-Präsident Trump die Antwort des Iran auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges als "inakzeptabel" bezeichnet hatte. Brent-Öl verteuerte sich um 2,6 Prozent auf 103,88 Dollar.

Mit einem fortgesetzten Einbruch zeigten sich Rüstungsaktien. Analysten sahen den Druck im Zusammenhang mit den Friedensbemühungen in der Ukraine. Dazu setzt sich bei Analysten die Ansicht durch, dass das Sondervermögen der Bundesregierung nicht vollumfänglich für die Ausstattung der Bundeswehr ausgegeben wird. Dies war aber in den Umsatzerwartungen der Branchenaktien so eingepreist.

Für Rheinmetall ging es weitere um 2,7 Prozent abwärts nach fast 10 Prozent Minus am Freitag. Hensoldt (-3%) und Renk (-3,8%) verloren sogar noch deutlicher. Die Papiere des Marineschiffbauunternehmens TKMS brachen nach Zweitquartalszahlen um 6,6 Prozent ein, obwohl sie bei starkem Umsatzwachstum die Marge verbessern konnten. Im Ausblick sahen sie sich auf Kurs, die im Februar angehobene Jahresprognose zu erreichen.

Delivery Hero haussierten um 18,1 Prozent auf 23,60 Euro dank der Meldung, dass Prosus seine Beteiligung an dem Lieferdienst gesenkt und ein Paket von 5 Prozent an Aspex Management verkauft hat. Der Verkaufspreis betrug 22,00 Euro pro Aktie.

Bei BASF (+3,5%) verwiesen Händler auf Goldman Sachs und deren bestätigte Kauf-Empfehlung samt Kursziel-Erhöhung. Denn wegen der schlechten Stimmung im Sektor seien Fonds untergewichtet in der Aktie gewesen. Das Ifo-Geschäftsklima der Chemie war vergangene Woche auf ein Drei-Jahrestief gebrochen.

Hannover Rück (-2,6%) profitierte im ersten Quartal von einem geringen Aufkommen an Großschäden. Das Nettoergebnis legte nun knapp die Hälfte zu auf 711 Millionen Euro. Analysten hatten aber noch einen Tick mehr erwartet. Der Ausblick wurde aber bestätigt.

Beim Maschinen- und Anlagenbauer Gea (-4,9%) fielen die Zahlen zum ersten Quartal für die Analysten der DZ Bank beim Auftragseingang minimal besser aus als erwartet. Umsatz und operatives Ergebnis lagen im Rahmen der Konsensschätzungen. Der freie Cashflow konnte dagegen nicht überzeugen.

Die Aktien von Hochtief verloren nach Zahlen 1,4 Prozent. Um 0,9 Prozent nach unten ging es für Thyssenkrupp Nucera. Der Anbieter von Elektrolyse-Technologien für grünen Wasserstoff meldete durchwachsene Zahlen, hielt an der im März angepassten Prognose für das Geschäftsjahr 2025/26 aber fest.

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Index          zuletzt  +/- %  +/- % YTD 
DAX             24.350    0,0       -0,6 
DAX-Future      24.384   -0,3       -1,3 
XDAX            24.324   -0,3       -1,0 
MDAX            31.449    0,9        2,7 
TecDAX           3.766   -0,4        4,1 
SDAX            18.556   -0,4        8,1 
zuletzt      +/- Ticks 
Bund-Future     125,30    -41 
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DJG/mod/ros

(END) Dow Jones Newswires

May 11, 2026 11:57 ET (15:57 GMT)

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