XETRA-SCHLUSS/Etwas leichter - Anleger setzen weiter auf Lösung im Irankrieg
13.04.2026 / 17:52 Uhr
DOW JONES--Der deutsche Aktienmarkt ist am Montag mit nur leichten Verlusten in die neue Woche gestartet. Und das, obgleich die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran am Wochenende ohne Ergebnis beendet wurden. Die USA wollen nun die Straße von Hormus blockieren. Der Preis der Ölsorte Brent stieg daraufhin um 5,4 Prozent auf 100 Dollar das Fass. Trotz des Scheiterns der Gespräche gibt es aber noch Hoffnungen auf eine Einigung, insbesondere da der zweiwöchige Waffenstillstand weiterhin in Kraft ist. "Tatsächlich postete Trump im Anschluss, dass über die meisten Punkte Einigkeit erzielt wurde, aber der einzige Punkt, auf den es wirklich ankam, nuklear, nicht", so die Deutsche Bank. Der DAX verlor 0,3 Prozent auf 23.742 Punkte, im Tagestief stand der Index bei 23.482.
Mit Spannung blicken Investoren nun auf die am Montag beginnende US-Berichtssaison für das erste Quartal. Mit Ergebnissen in dieser Woche von Goldman Sachs, Blackrock und JP Morgan. Interessant dürften vor allem deren Ausblicke werden und inwieweit sie auf Inflationsrisiken hinweisen. Trotz guter Zahlen ging es für die Aktie von Goldman Sachs am Montag nach unten. Im Investmentbanking und im Aktienhandel verbuchte Goldman zwar kräftige Zuwächse, doch sanken die Einnahmen im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren, Rohstoffen und Devisen. Auch hätten einige Anleger insgesamt offenbar mehr erwartet, hieß es aus dem Handel. m Gefolge fielen Deutsche Bank um 0,8 Prozent zurück.
Unter Druck standen europaweit die Fluglinien. Im Falle der Lufthansa (-2,2%) belastete nicht nur der Anstieg des Ölpreises, sondern auch neue Arbeitsniederlegungen, denn nach dem Streik des Kabinenpersonals in der vergangenen Woche streiken am Montag und Dienstag nun die Piloten. Es fallen wieder Hunderte von Flügen aus. Die Aktien von Reisveranstalter Tui gaben um 1,6 Prozent nach.
Gegen den Trend lagen Rheinmetall mit Aufschlägen von 2,2 Prozent gut im Markt. Mit dem Wahlsieg von Tisza könnten nun bislang durch Budapest blockierte EU-Gelder an die Ukraine rasch freigegeben werden. Das sollte die Position der Ukraine im Krieg gegen Russland stärken. Deutsche Börse gewannen 1 Prozent. Der Börsenbetreiber ist Profiteur der wegen des Irankriegs gestiegenen Volatilität an den Finanzmärkten, die einen erhöhten Absicherungsbedarf zur Folge hat.
=== Index zuletzt +/- % +/- % YTD DAX 23.742 -0,3 -3,0 DAX-Future 23.893 -0,3 -2,6 XDAX 23.717 -0,3 -3,5 MDAX 30.252 -0,4 -1,2 TecDAX 3.510 -0,6 -3,2 SDAX 17.270 0,1 0,4 zuletzt +/- Ticks Bund-Future 124,73 -47 ===
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