IRAN-BLOG/US-Präsident Donald Trump bezeichnet Nato als "Papiertiger"
20.03.2026 / 15:39 Uhr
Nachrichten, Kommentare, Einschätzungen und Entwicklungen im Nahen Osten:
US-Präsident Donald Trump bezeichnet Nato als "Papiertiger"
US-Präsident Donald Trump hat erneut gegen die Nato ausgeteilt und das Bündnis in den sozialen Medien als "Papiertiger" und "Feiglinge" bezeichnet. "Sie wollten sich nicht dem Kampf anschließen, um einen atomar bewaffneten Iran zu stoppen. Jetzt, da dieser Kampf militärisch gewonnen ist, mit sehr geringer Gefahr für sie, beschweren sie sich über die hohen Ölpreise, die sie zahlen müssen, wollen aber nicht helfen, die Straße von Hormus zu öffnen, ein einfaches militärisches Manöver, das der alleinige Grund für die hohen Ölpreise ist", schrieb Trump in einem Beitrag auf Truth Social.
Pentagon schickt Tausende zusätzliche Marines in den Nahen Osten
Das US-Verteidigungsministerium entsendet nach Aussage von Regierungsbeamten drei Kriegsschiffe und Tausende zusätzliche Marines in den Nahen Osten. Etwa 2.200 bis 2.500 Marineinfanteristen der in Kalifornien stationierten USS Boxer Amphibious Ready Group und der 11th Marine Expeditionary Unit sind auf dem Weg zum U.S. Central Command, das für alle amerikanischen Streitkräfte im Nahen Osten zuständig ist, erklärten die Beamten. Dies ist die zweite massive Verlegung von Marineinfanteristen innerhalb der letzten Woche, nachdem das Pentagon bereits die in Japan stationierte USS Tripoli und die 31st MEU in die Region entsandt hatte. Die Nachricht folgt nur einen Tag nach Trumps Aussage, er habe keine Pläne, amerikanische Truppen im Iran am Boden einzusetzen.
Irans Streitkräfte drohen Feinden mit Angriffen in Ferienanlagen
Die iranischen Streitkräfte haben gewarnt, dass sie die Feinde des Landes - darunter Funktionäre, Piloten und Soldaten - in Vergnügungsparks, Ferienorten und Touristenzentren ins Visier nehmen werden, und erklärten: "Kein Ort auf der Welt wird für euch sicher sein." Brigadegeneral Abolfazl Shekarchi, ein hochrangiger Sprecher, fügte hinzu, dass die Ermordung der obersten iranischen Befehlshaber "das Ergebnis der Verzweiflung, Hilflosigkeit und Boshaftigkeit des Feindes" sei.
Irans Oberster Führer sendet trotzige Botschaft
Mojtaba Khamenei, Irans neuer Oberster Führer, hat in einer Erklärung mitgeteilt, dass "die Sicherheit unseren in- und ausländischen Feinden genommen und unserem Volk gegeben werden muss". Die trotzige Botschaft erfolgte als Reaktion auf die Tötung des iranischen Geheimdienstministers Esmail Khatib Anfang der Woche. Israel verfolgt eine systematische Kampagne zur Ermordung der politischen und sicherheitspolitischen Spitzenvertreter des Iran. Ziel ist es, das Regime zu destabilisieren und seinen Zusammenbruch zu erleichtern. Khamenei ist nicht mehr öffentlich aufgetreten, seit er seinen verstorbenen Vater, den Obersten Religionsführer Ali Khamenei, ersetzt hat. Dieser wurde am ersten Tag des Krieges getötet. Es wurden auch keine Bilder oder Sprachaufnahmen des jüngeren Khamenei veröffentlicht. Dies heizt Spekulationen darüber an, ob er bei dem Angriff, der seinen Vater tötete, schwer verletzt wurde.
Iran weist Berichte über lahmgelegte Rüstung zurück
Die Islamischen Revolutionsgarde des Iran hat bestritten, dass Luftangriffe der USA und Israels die Fähigkeit des Iran zur Herstellung von Raketen lahmgelegt hätten. "Es gibt keine Bedenken hinsichtlich unserer Raketenproduktion oder unserer militärischen Bestände, und wir produzieren Raketen sogar unter Kriegsbedingungen", erklärte ein Sprecher in einer Stellungnahme, die von der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlicht wurde. Seine Äußerungen schienen eine Reaktion auf die Behauptung des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu zu sein, der Iran sei nicht mehr in der Lage, Uran anzureichern oder ballistische Raketen herzustellen.
Golfstaaten fangen am Freitagmorgen zahlreiche Drohnen und Raketen ab
Die Golfstaaten haben am Freitagmorgen zahlreiche Drohnen und Marschflugkörper abgefangen. Wie das saudische Verteidigungsministerium mitteilte, hat das Militär knapp zwei Dutzend Drohnen abgefangen. In Bahrain fielen Trümmerteile auf ein Lagerhaus, das Feuer sei aber unter Kontrolle gebracht worden, so die Regierung. Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate erklärte, es fange Raketen und Dohnen ab und forderte die Öffentlichkeit auf, sich ab die Sicherheitsanweisungen zu halten. Die kuwaitischen Streitkräfte teilten mit, dass Explosionsgeräusche auf Luftverteidigungssysteme zurückzuführen seien, die gegen feindliche Ziele im Einsatz sind. Ab Freitag begehen Muslime auf der ganzen Welt das Fest des Fastenbrechens zum Ende des Ramadan.
Katars LNG-Exportkapazität sinkt durch Iran-Angriff um 17 Prozent
ie Luftschläge aus dem Iran auf Flüssigerdgasanlagen in Ras Laffan haben die Exportkapazitäten des Golfstaates Katar um 17 Prozent geschmälert. Eine Reparatur wird laut dem Energieminister des Landes drei bis fünf Jahre dauern. Die Angriffe haben zwei Flüssigerdgas-Produktionsanlagen beschädigt, in beiden Fällen ein Joint Venture mit dem US-Ölriesen Exxon Mobil. Ihr Ausfall wird laut Energieminister Saad Sherida Al-Kaabi, der auch CEO von QatarEnergy ist, jährliche Einnahmeverluste von etwa 20 Milliarden US-Dollar verursachen.
EU-Spitzen verurteilen iranische Angriffe auf Nachbarstaaten
Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union haben die "wahllosen" Angriffe des Iran auf andere Länder im Nahen Osten verurteilt und Teheran aufgefordert, seine Attacken sofort einzustellen. In einer Erklärung nach einem Treffen der EU-Spitzen in Brüssel erklärte die EU, dass die "Entwicklungen im Iran und in der weiteren Region die regionale und globale Sicherheit bedrohen", und forderte die Länder auf, das Völkerrecht einzuhalten. Es wurden keine Maßnahmen ergriffen, um die Marine-Mission der EU im Roten Meer mit der Sicherung der Schifffahrtswege in der Straße von Hormus zu beauftragen. Der Iran hat die Meerenge - eine schmale Wasserstraße, durch die normalerweise etwa 20 Prozent des weltweiten Öls transportiert werden - durch Angriffe auf den Handelsverkehr praktisch blockiert.
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March 20, 2026 10:38 ET (14:38 GMT)
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