MÄRKTE EUROPA/Aktien leichter - Luxussektor unter Druck
28.01.2026 / 18:15 Uhr
DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch leichter geschlossen. Der DAX verlor 0,3 Prozent auf 24.823 Punkte, der Euro-Stoxx-50 fiel um 1 Prozent auf 5.933 Punkte. Auf Sektor-Ebene oder bei den Einzelwerten gab es teils deutliche Kursbewegungen - im besonderen nach Quartalszahlen. Vor allem Technologie-Aktien profitierten zunächst von starken ASML-Zahlen, im Tagesverlauf drehte der Sektor allerdings ins Minus. Im Luxussektor enttäuschte LVMH und belastete damit die gesamte Branche. Der Sektor der Immobilienwerte war mit plus 1,6 Prozent der Gewinner des Tages. Während es momentan kaum Störfeuer von der Geopolitik gibt, ist die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend das bestimmende Thema.
Es ist die drittletzte Zinsentscheidung, der Jerome Powell als Fed-Präsident vorsteht. Es wird allgemein erwartet, dass die Fed die Zinsen nach drei aufeinanderfolgenden Senkungen unverändert lässt. Da die Entscheidung selbst kaum überraschen dürfte, liegt für die Marktstrategen der Deutschen Bank der Fokus auf der anschließenden Pressekonferenz. Dabei dürften auch einige nicht-ökonomische Themen zur Sprache kommen, darunter die jüngste Vorladung durch das Justizministerium (DoJ), der Fall Lisa Cook vor dem Obersten Gerichtshof, die Nachfolge im Fed-Vorsitz sowie die Frage, ob Powell nach dem Ende seiner Amtszeit als Vorsitzender im Mai weiterhin Mitglied des Gouverneursrats bleibt. Die US-Ökonomen gehen davon aus, dass Powell seine Punkte aus der Stellungnahme zur DoJ-Vorladung von Anfang des Monats wiederholen und sich nicht zur Nachfolge im Vorsitz äußern wird. Was die Geldpolitik betreffe, dürfte die Fed ein optimistischeres Bild der Wirtschaft zeichnen. Das Statement dürfte signalisieren, dass man gut aufgestellt ist, um auf Risiken in beide Richtungen des dualen Mandats zu reagieren.
Druck auf Luxus-Aktien
Luxusaktien gaben auf breiter Front nach, nachdem das Branchenschwergewicht LVMH seine Ergebnisse vorgelegt hatte, die nach Einschätzung der Analysten von Jefferies die Anleger vorsichtig stimmen. Die Aktien von LVMH fielen um 7,9 Prozent und führten damit die Verluste im Sektor an. Die Aktien des Gucci-Eigentümers Kering verloren 3 Prozent, Dior 7,4 Prozent. Die Ergebnisse von LVMH seien kein "Eureka-Moment" für den Luxussektor gewesen, so die Analysten von Jefferies. Die bisherigen Schwankungen bei Luxusaktien in diesem Jahr deuteten darauf hin, dass ihre Wertentwicklung an den Gewinnerwartungen hänge und nach dem Update von LVMH Vorsicht vorherrschen könnte.
Bessere Zahlen als erwartet hat Lkw-Hersteller Volvo vorgelegt. Der Einfluss von US-Strafzöllen war geringer als angenommen, dazu wurde der Absatzausblick für Nord-Amerika erhöht. Volvo stiegen um 2,6 Prozent. Mit Blick auf den Markt in Europa sieht Volvo nun ebenfalls eine Stabilisierung. Die Aktien von Traton und Daimler Truck verbesserten sich um bis zu 3,3 Prozent.
Der Sektor der Technologiewerte legte eine Berg- und Talfahrt hin. Die Aktien von ASML stiegen mit starken Quartalszahlen zeitweise um über 5 Prozent, im Tagesverlauf drückten nach gutem Lauf Gewinnmitnahmen den Kurs noch knapp 2 Prozent ins Minus. ASML teilte mit, für dieses Jahr ein solides Umsatzwachstum zu erwarten, da die Ausgaben der Kunden für die Herstellung der fortschrittlichen Chips, die hinter dem Boom der künstlichen Intelligenz (KI) stehen, weiterhin hoch seien.
Nach Prognose-Anhebung sprang der Kurs von Aurubis kurz auf Allzeithoch bei 163,60 Euro. Für die Analysten der LBBW ist Aurubis Nutznießer haussierender Metallmärkte. Mit der Produktion von Primärkupfer und dem Recycling von Kupfer und Metallen profitiert Aurubis von vielen Trends, wie bspw. Digitalisierung, Energieinfrastruktur, E-Mobilität, Rüstung und Datenzentren (AI). Die Aktie schloss 2,7 Prozent höher bei 159,90 Euro.
Wacker Chemie schlossen 4 Prozent tiefer, nachdem das Unternehmen 2025 einen Umsatzrückgang und unter dem Strich einen hohen Verlust verbucht hatte. Die Jahresprognose wurde im vergangenen Jahr nicht erreicht. Der Spezialchemiekonzern monierte, dass die Energiekosten in Deutschland im internationalen Vergleich weiterhin nicht wettbewerbsfähig seien.
=== Index Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn* Euro-Stoxx-50 5.933,20 -1,0% +3,5% Stoxx-50 5.045,41 -1,2% +3,8% Stoxx-600 608,51 -0,8% +3,5% XETRA-DAX 24.822,79 -0,3% +1,6% FTSE-100 London 10.207,80 k.A. +2,1% CAC-40 Paris 8.066,68 -1,1% +0,0% AEX Amsterdam 997,13 -0,5% +5,3% ATHEX-20 Athen 5.982,55 +1,5% +10,1% BEL-20 Bruessel 5.380,41 -0,3% +6,3% BUX Budapest 128.194,87 +0,5% +14,8% OMXH-25 Helsinki 5.875,48 -1,2% +4,2% ISE NAT. 30 Istanbul 13.407,44 k.A. +16,4% OMXC-20 Kopenhagen 1.741,51 -2,0% +10,5% PSI 20 Lissabon 8.663,41 +0,1% +4,7% IBEX-35 Madrid 17.607,60 -1,1% +2,2% FTSE-MIB Mailand 45.138,73 -0,7% +0,9% OBX Oslo 1.666,23 +0,6% +3,6% PX Prag 2.794,96 +0,4% +3,6% OMXS-30 Stockholm 3.027,47 -0,5% +5,6% WIG-20 Warschau 3.393,31 +0,8% +5,7% ATX Wien 5.620,66 +0,0% +5,5% SMI Zuerich 13.023,81 -1,5% -0,4% *bezogen auf Vortagesschluss DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Mo, 17:20 Uhr % YTD EUR/USD 1,1936 -0,9% 1,2042 1,1883 +2,5% EUR/JPY 183,44 +0,0% 183,41 183,01 -0,4% EUR/CHF 0,9188 +0,2% 0,9170 0,9210 -1,5% EUR/GBP 0,8663 -0,4% 0,8697 0,8673 -0,2% USD/JPY 153,68 +0,9% 152,30 154,00 -2,8% GBP/USD 1,3778 -0,5% 1,3847 1,3701 +2,8% USD/CNY 6,9784 +0,2% 6,9638 6,9865 -0,9% USD/CNH 6,9472 +0,2% 6,9334 6,9502 -0,5% AUS/USD 0,6990 -0,3% 0,7009 0,6928 +5,1% Bitcoin/USD 89.580,35 +0,5% 89.151,10 87.394,20 +0,5% ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 62,73 62,39 +0,5% 0,34 +8,3% Brent/ICE 67,88 67,57 +0,5% 0,31 +10,5% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 5.296,32 5.176,95 +2,3% 119,37 +19,9% Silber 114,63 112,18 +2,2% 2,46 +57,3% Platin 2.207,01 2.198,89 +0,4% 8,12 +25,5% Kupfer 5,91 5,86 +0,9% 0,05 +2,6% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags (Angaben ohne Gewähr) ===
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January 28, 2026 12:14 ET (17:14 GMT)
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