XETRA-SCHLUSS/DAX etwas leichter - Aurubis auf Allzeithoch
28.01.2026 / 17:51 Uhr
DOW JONES--Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch etwas geschwächelt. Der DAX ging 0,3 Prozent tiefer bei 24.823 Punkten aus dem Handel. Trotz teils belastender Geopolitik sowie einem starken Euro ist es erstaunlich, dass sich der Index in der Nähe seines Allzeithochs so stabil behauptet. Allgemein wird momentan davon gesprochen, dass Anleger aus dem Dollar in den Euro wechselten. Dies findet nach Aussage der Societe Generale überwiegend in Anleihen statt, weniger in Aktien. Der Euro kam am Nachmittag leicht zurück, nachdem US-Finanzminister Bessent sagte, dass die USA nicht am Devisenmarkt intervenierten, um den Yen zu stützen.
MDAX dürfte Underperformance der letzten Jahre zum DAX aufholen
Die meisten Anleger verbinden den deutschen Aktienmarkt mit dem DAX. Die Strategen der Deutschen Bank mögen den DAX, aber sein Umsatzanteil in Deutschland liege nur bei 19 Prozent. Der MDAX gefalle mit einem Inlandsanteil von 30 Prozent besser, am meisten jedoch schätzt Maximilian Uleer, Stratege Aktien Europa, Aktien mit einer hohen Abhängigkeit von der deutschen Fiskalpolitik. Der MDAX habe den DAX seit 2022 um 66 Prozent underperformt und zyklische deutsche Mid-Caps hätten gerade erst begonnen, sich zu erholen.
Ab Donnerstag liefert die Berichtssaison zunehmend Impulse, so legt das DAX-Schwergewicht SAP die Quartalszahlen vor, auch die Deutsche Bank wie die DWS öffnen ihre Bücher. Von guten Aussagen von SK Hynix und ASML konnten Infineon (+2,6%) oder Jenoptik (+8,9%) profitieren. ASML ist der größte Jenoptik-Kunde für den Bereich Semi-Optik.
Nach Prognose-Anhebung sprang der Kurs von Aurubis kurz auf Allzeithoch bei 163,60 Euro. Für die Analysten der LBBW ist Aurubis Nutznießer haussierender Metallmärkte. Mit der Produktion von Primärkupfer und dem Recycling von Kupfer und Metallen profitiert Aurubis von vielen Trends, wie bspw. Digitalisierung, Energieinfrastruktur, E-Mobilität, Rüstung und Datenzentren (AI). Die Aktie schloss 2,7 Prozent höher bei 159,90 Euro.
Überraschend bessere Zahlen als erwartet legte Lkw-Hersteller Volvo vor und sieht mit Blick auf den Markt in Europa nun ebenfalls eine Stabilisierung. In der Folge verbesserten sich Traton und Daimler Truck um bis zu 3,3 Prozent.
Wacker Chemie schlossen 4 Prozent tiefer, nachdem das Unternehmen 2025 einen Umsatzrückgang und unter dem Strich einen hohen Verlust verbucht hatte. Die Jahresprognose wurde im vergangenen Jahr nicht erreicht. Der Spezialchemiekonzern monierte, dass die Energiekosten in Deutschland im internationalen Vergleich weiterhin nicht wettbewerbsfähig seien.
=== INDEX zuletzt +/- % +/- % YTD DAX 24.822,79 -0,3% +1,6% DAX-Future 24.903,00 -0,3% +0,9% XDAX 24.808,43 -0,3% +1,4% MDAX 31.640,37 -0,3% +3,6% TecDAX 3.723,54 +0,3% +2,5% SDAX 18.319,79 -0,0% +6,7% zuletzt +/- Ticks Bund-Future 128,04 +17 YTD - bezogen auf Schlusskurs Vortag Index Gewinner Verlierer unv. Umsatz Aktien Umsatz Vortag Aktien Vortag DAX 19 20 1 4.074,5 64,6 3.730,4 54,6 MDAX 25 24 1 635,0 24,0 705,7 29,6 TecDAX 17 13 0 1.149,2 26,6 894,4 18,0 SDAX 32 33 5 158,1 9,7 112,6 7,2 Umsätze in Millionen Euro bzw. Stück ===
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