Nomura muss wegen Commerzbank-Stimmrechtsmitteilungen Strafe zahlen

20.10.2026 / 12:13 Uhr

Von Michael Hennessey

DOW JONES--Die Finanzaufsicht Bafin hat das japanische Finanzinstitut Nomura mit einer Geldbuße von 320.000 Euro belegt. Die Nomura Holdings Inc habe im Zuge des Commerzbank-Übernahmeangebots durch Unicredit die Stimmrechtsmitteilungen zu ihrer Commerzbank-Beteiligung nicht rechtzeitig übermittelt, teilte die Bafin zur Begründung mit. Konkret gehe es dabei um Mai und Juni 2026.

Aktionäre müssen laut Gesetz den Emittenten und die Bafin innerhalb von vier Handelstagen benachrichtigen, wenn ihre Stimmrechte bestimmte Schwellenwerte über- oder unterschreiten.

"Obwohl wir die Einzelheiten unseres Austauschs mit den Aufsichtsbehörden nicht kommentieren, nimmt das Unternehmen die Einhaltung von Vorschriften sehr ernst", sagte ein Nomura-Sprecher.

Nomura gehörte zu den Aktionären, die Commerzbank-Aktien im Rahmen des feindlichen Übernahmeangebots der Unicredit angedient haben.

Unicredit nähert sich der Kontrolle über die Commerzbank, nachdem die italienische Bank in der vergangenen Woche die Genehmigung für die Übernahme von der Europäischen Zentralbank (EZB) erhalten hat. Im Zuge des feindlichen Übernahmeangebot im Juli stieg der Anteil der italienischen Bank an der Commerzbank auf 47,6 Prozent.

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October 20, 2026 06:12 ET (10:12 GMT)

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