PRESSESPIEGEL/Unternehmen

19.10.2026 / 06:43 Uhr

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

VOLKSWAGEN - Volkswagen plant offenbar einen weiteren Schritt, um Kosten zu senken. Der größte europäische Autokonzern will wohl für viele seiner weltweit insgesamt 600.000 Beschäftigten bis 2030 die Gehälter einfrieren. Das geht aus internen Unterlagen hervorgeht, die die Süddeutsche Zeitung einsah. Der Verzicht auf Lohnerhöhungen könnte für die Betroffenen wegen der Inflation einen Einkommensverlust von rund 10 Prozent bedeuten. Die Pläne könnten neue Einschränkungen für die 275.000 Beschäftigten des Konzerns in Deutschland bedeuten. Die geplante lange Nullrunde ergibt sich aus internen Unterlagen, in denen der vom Vorstand beschlossene Zukunftsplan "Group Target Picture" für das internationale Management aufbereitet wird. Darin ist von einer "Neuausrichtung" der internationalen Tarifverhandlungen die Rede. Die ab dem vierten Quartal geltenden neuen Richtlinien für die Verhandlungen sehen einen "Pay freeze until 2030" vor, ein Einfrieren der Gehälter durch "Aussetzen von Lohnerhöhungen". Zu den Richtlinien zählt auch die Reduzierung der variablen Vergütung, spezieller Zahlungen und Vorteile sowie Stellenabbau. (Süddeutsche Zeitung)

KNDS - Thomas Enders, Chef des Verwaltungsrates des Rüstungskonzerns KNDS, fordert trotz des geplanten Staatseinstiegs den Börsengang des Panzerherstellers. "Der Börsengang sollte (deshalb) zügig weiterverfolgt werden, sobald am Markt dafür die Voraussetzungen gegeben sind", schreibt Enders in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt. "Danach sollten die staatlichen Beteiligungen schrittweise und parallel reduziert werden. Denn nationale Sicherheitsinteressen lassen sich schützen, ohne dass Staaten Unternehmen dauerhaft beherrschen müssen." KNDS, neben Rheinmetall der zweite große Hersteller von Heerestechnik in Europa, hat seinen für dieses Jahr angekündigten Börsengang nach Informationen des Handelsblattes auf unbestimmte Zeit verschoben. Stattdessen prüft nun der deutsche Staat die Übernahme der Anteile der Wegmann-Gruppe, die neben dem französischen Staat noch 50 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen hält. Für den ehemaligen Airbus-Chef Enders ist der geplante Staatseinstieg nur ein Zwischenschritt. "Eine Übergangslösung darf nicht mit einem langfristig tragfähigen Unternehmensmodell verwechselt werden", schreibt Enders. (Handelsblatt)

BARCLAYS - Die Bank of England (BoE) untersucht, ob Händler von Barclays illiquide private Kreditdarlehen falsch dargestellt haben, um deren Risiko zu niedrig anzugeben, nachdem von einem Insider Bedenken geäußert worden waren. Die Prudential Regulation Authority der BoE erhielt Anfang des Jahres eine Beschwerde darüber, wie die Bank Derivate zur Finanzierung privater Kreditdarlehen verbuchte, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen mitteilten. Es wurde behauptet, dass die Art und Weise, wie die Bank die Geschäfte handhabte, gegen die Regeln der PRA verstieß, so die Personen. (Financial Times)

AIRBUS - Michael Schöllhorn, Chef der Airbus-Sparte Defence and Space, fordert einen maßgeblichen Anteil an einem neuen europäischen Kampfjet. "Deutschland wird sicherlich sehr viel Geld in ein solches Projekt einbringen. Dazu gehört dann auch, dass man für seine Industrie einen entsprechenden Anteil fordert", sagt Schöllhorn im Interview mit dem Handelsblatt. "Wir werden nicht nur sozusagen die Finne oder einen Flügel machen. Wir sind stark, was das Rumpfmittelteil angeht, inklusive der Flugsteuerung und Avionik." Auch bei den Themen Cockpit, Sensorik, Tarnkappenfähigkeit, Vernetzung und Triebwerk habe sich Airbus mit seinen Zulieferern stark weiterentwickelt, sagt Schöllhorn. (Handelsblatt)

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October 19, 2026 00:42 ET (04:42 GMT)

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