MORNING BRIEFING - USA/Asien

15.10.2026 / 07:37 Uhr

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Der Umsatz von Anthropic ist im dritten Quartal laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen um 45 Prozent auf 16,8 Milliarden US-Dollar geklettert. Im zweiten Quartal hatte Anthropic 11,6 Milliarden Dollar Umsatz gemacht. Investoren gehen davon aus, dass Anthropic bis zum Jahresende einen annualisierten Umsatz von mehr als 110 Milliarden Dollar erreichen wird. Anthropic hatte am Mittwoch in San Francisco Investoren zu einem ganztägigen Präsentationsmarathon empfangen. Der Claude-Entwickler strebt sein Börsendebüt für den nächsten Monat an. Der Börsengang könnte bis zu 100 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von rund 2 Billionen Dollar einbringen, wie das Wall Street Journal zuvor berichtet hatte.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

07:30 TW/Taiwan Semiconductor Manufacturing Co Ltd, Ergebnis 3Q

22:10 US/Alcoa Inc, Ergebnis 3Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US 
    14:30 Einzelhandelsumsatz September 
          PROGNOSE:  +0,4% gg Vm 
          zuvor:     +1,2% gg Vm 
          Einzelhandelsumsatz ex Kfz 
          PROGNOSE:  +0,5% gg Vm 
          zuvor:     +1,4% gg Vm 
 
    14:30 Erzeugerpreise September 
          PROGNOSE:  +0,6% gg Vm 
          zuvor:     +0,4% gg Vm 
          Kernrate (ohne Nahrungsmittel und Energie) 
          PROGNOSE:  +0,3% gg Vm 
          zuvor:     +0,2% gg Vm 
 
    14:30 Philadelphia-Fed-Index Oktober 
          PROGNOSE:  32,0 
          zuvor:     37,8 
 
    14:30 Empire State Manufacturing Index Oktober 
          PROGNOSE:  10,3 
          zuvor:     7,6 
 
    14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) 
          PROGNOSE:  200.000 
          zuvor:     197.000 
 

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

Index                         zuletzt  +/- % 
E-Mini-Future S&P-500        7.737,75   -0,4 
E-Mini-Future Nasdaq-100    29.883,75   -1,0 
S&P/ASX 200 (Sydney)         8.719,70   -0,1 
Topix-500 (Tokio)            4.007,69   -2,2 
Kospi (Seoul)                5.499,45   -8,5 
Shanghai-Composite           3.694,70   -1,9 
Hang-Seng-Index (Hongkong)  24.025,82   -1,2 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Deutliche Abgaben verzeichnen die ostasiatischen Börsen am Donnerstag. Überraschend hohe US-Inflationsdaten schüren die Sorge vor weiteren Zinserhöhungen durch die US-Notenbank. Dies belastet vor allem die zinssensiblen Technologiewerte. Dazu kommen die Sorgen vor einem schärferen Wettbewerb bei Speicherchips mit China, nachdem der chinesische Hableiter-Hersteller CXMT zuletzt Fortschritte bei einer effizienteren DRAM-Architektur vermeldet hatte. Dies weckt Sorgen nach einer geringeren Nachfrage für Speicherchips von Herstellern wie Samsung Electronics und SK Hynix. Dazu wird TSMC im Tagesverlauf seine Ergebnisse für das dritte Quartal veröffentlichen, auf die der Markt mit Spannung schaut. Vor diesem Hintergrund verzeichnet der technologielastige Kospi in Seoul einen Abschlag von 8,5 Prozent. Für die beiden Index-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix geht es um 8,8 bzw. 10,5 Prozent nach unten. In Tokio belasten ebenfalls Verluste bei den Technologiewerten - der Nikkei-225 knickt um 4,6 Prozent ein der breiter gefasste Topix verliert 2,2 Prozent. In China fallen die Abgaben nicht ganz so hoch aus. Die US-Inflationsdaten haben "die Erwartungen an eine weitere Zinserhöhung durch die Fed wiederbelebt", schreibt Antonio Di Giacomo von XS.com. "Höherer Preisdruck, gestiegene Renditen und Sorgen über Technologieunternehmen haben die Risikobereitschaft verringert", fügt der Senior-Marktanalyst hinzu.

WALL STREET

INDEX               Schluss  +/- % 
Dow-Jones         51.621,48   -0,1 
S&P-500            7.718,94   -1,1 
Nasdaq Composite  26.692,87   -1,9 
 
                     Mittwoch   Dienstag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,39 Mrd   1,17 Mrd 
Gewinner               683       1.478 
Verlierer            2.073       1.218 
Unverändert             48          84 
 

Schwach - Höher als erwartet ausgefallene Verbraucherpreise trübten die Stimmung. Am Anleihemarkt schossen die Renditen zunächst nach oben, ehe sich die Lage wieder beruhigte. Von den Ölpreisen kam ebenfalls Gegenwind, wenn auch eher leichter. Ein positiver Impuls für die Halbleiterbranche kam von ASML in Gestalt eines erhöhten Ausblicks. Er ging aber durch den Anstieg der Marktzinsen völlig unter, zumal Technologieaktien als besonders zinsempfindlich gelten. Halbleiteraktien wie Nvidia (-3,2%), Intel (-4,6%), Broadcom (-3,1%) oder AMD (-5,7%) gaben deutlich nach. GE Vernova sackten um 6,2 Prozent ab. Das Unternehmen gilt als Stromversorger von KI-Rechenzentren. Bank of America gaben um 4,8 Prozent nach. Zum einen verhängte die Aufsichtsbehörden eine Strafe von 1,2 Milliarden Dollar. Zum anderen verfehlte der Quartalsgewinn die Analystenerwartungen, ebenso die Einnahmen. Morgan Stanley übertraf dagegen die Gewinnerwartungen, der Kurs gab dennoch um 2,8 Prozent nach.

USA - ANLEIHEN

            Rendite    +/- 
2 Jahre      4,80    +0,01 
10 Jahre     5,19    -0,03 
30 Jahre     5,52    -0,04 
 

Nach der höher als erwartet ausgefallenen US-Inflation im September schoss die meist beachtete Zehnjahresrendite zunächst von 5,20 auf 5,33 Prozent nach oben und damit praktisch wieder auf das höchste Niveau seit 2002. Im Verlauf beruhigte sich die Lage aber wieder und die Renditen am langen Ende des Marktes drehten sogar ins Minus. Die Rendite 10-jähriger US-Anleihen sank auf den niedrigsten Stand seit fast drei Wochen. Am Zinsterminmarkt erhöhte sich die eingepreiste Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank am 28. Oktober zunächst von gut 20 auf über 50 Prozent, zuletzt lag sie bei nur noch rund 27 Prozent.

+++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN      zuletzt  +/- %       0:00    Mi, 9:25 Uhr  % YTD 
EUR/USD       1,1211   +0,5     1,1156          1,1204   -4,6 
EUR/JPY       177,13   +0,3     176,62          177,31   -3,7 
EUR/GBP       0,8468   +0,2     0,8455          0,8447   -2,8 
USD/JPY       157,98   -0,2     158,31          158,24   +0,9 
USD/KRW     1.349,20   +0,8   1.338,17        1.335,42   -6,3 
USD/CNY       6,6922   -0,0     6,6926          6,6929   -4,3 
USD/CNH       6,6928   -0,1     6,6959          6,6925   -4,1 
USD/HKD       7,8472   -0,0     7,8483          7,8480   +0,8 
AUD/USD       0,6953   -0,2     0,6969          0,7007   +4,2 
NZD/USD       0,5612   +0,4     0,5591          0,5623   -2,5 
BTC/USD    80.956,16   -1,0  81.743,31       83.414,95   -7,7 
 

Der Dollar wertete mit der Aussicht auf steigende Zinsen stark auf - der Dollar-Index legte um 0,2 Prozent zu. Der Euro fiel um 0,4 Prozent auf 1,1160 Dollar zurück von zuvor etwa 1,1190. Das war das niedrigste Euro-Niveau seit Frühjahr 2025.

+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle      zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold        4.140,27   +0,9      35,15        4.105,12 
Silber         55,82   +0,3       0,19           55,64 
Platin      1.607,15   +0,0       0,40        1.606,75 
 

Der Goldpreis fiel mit dem Gegenwind durch höhere Zinsen und den festeren Dollar zum Settlement um 1,6 Prozent auf 4.084,80 Dollar.

ÖL

ROHOEL       zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex      94,30   -0,8      -0,79           95,09 
Brent/ICE     104,48   -1,5      -1,58          106,06 
 

Bei den Ölpreisen ging es ruhig zu. Sie stiegen leicht, nachdem sie am Vortag zunächst stark gefallen waren, im Tagesverlauf das Minus aber fast komplett wieder wettgemacht hatten. Brent-Öl legte um 0,4 Prozent auf 106,06 Dollar zu. Dass Huthi-Milizen aus dem Jemen ein Gebäude am Hauptsitz des saudischen Ölkonzerns Aramco angegriffen hätten und es Berichte über Angriffe auf die Schifffahrt in der Straße von Hormus gebe, halte die geopolitische Risikoprämie beim Öl weiter hoch, sagten Marktteilnehmer. Die Internationale Energieagentur erklärte derweil, dass das weltweite Dieselangebot voraussichtlich bis weit ins nächste Jahr knapp bleiben werde.

+++++ MELDUNGEN SEIT MITTWOCH 20.00 UHR +++++

BEIGE BOOK

Die wirtschaftliche Aktivität in den USA ist in den meisten Bezirken der US-Notenbank in den letzten Wochen in einem geringen bis mäßigen Tempo gewachsen. Gleichzeitig nahm der Preisdruck in einigen Bezirken zu, wie aus dem Beige Book der Fed hervorgeht. Einige Vertreter der US-Notenbank hatten vor dem robusten Verbraucherpreisindex-Bericht am Mittwoch signalisiert, die Zinsen in diesem Monat unverändert zu lassen.

GELDPOLITIK JAPAN

Junko Koeda, Mitglied des geldpolitischen Rates der Bank of Japan, hat weiteren Spielraum für Zinserhöhungen angedeutet und sich vorsichtig hinsichtlich einer möglichen Beschleunigung der Inflation gezeigt. In einer Rede vor Wirtschaftsvertretern sagte Koeda, die BoJ sollte ihren Leitzins zu einem "angemessenen Zeitpunkt" anheben. Gleichzeitig müsse sie den Umfang ihrer Wirtschaftsanalysen erweitern und deren Genauigkeit erhöhen.

KONJUNKTUR JAPAN

*Japan/Maschinenbauaufträge Kern Aug +5,2% (PROG: +3,1%) gg Vm

JIO

Das indische Telekommunikationsunternehmen will bei seinem Börsengang, der der bislang größte des Landes werden könnte, mehr als 3 Milliarden US-Dollar einsammeln. Dabei würde das zum indischen Konglomerat Reliance Industries gehörende Unternehmen mit bis zu 108 Milliarden Dollar bewertet werden. Die Zeichnungsfrist für Ankerinvestoren ist für den 19. Oktober vorgesehen. Der Zeichnungszeitraum für Privatanleger beginnt am 21. Oktober. Die Orderbücher dürften am 23. Oktober geschlossen werden, wie Reliance weiter mitteilte.

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/gos/flf/ros

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October 15, 2026 01:37 ET (05:37 GMT)

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