PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

15.10.2026 / 06:46 Uhr

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

IMMOBILIENVERSICHERUNGEN - Insider aus der Versicherungsbranche warnen, dass vielerorts bald praktisch kein Versicherungsschutz im Gebäudesektor mehr möglich sein wird. Zugleich sehen die Experten die Gefahr einer neuen weltweiten Finanzkrise. Eine anonyme Gruppe hochrangiger Führungskräfte aus der Versicherungsbranche hat dazu ein Memo mit dem Titel "Ein Warnruf" veröffentlicht, das dem Spiegel vorliegt. Das Memo wurde von der gemeinnützigen britischen Organisation "Inside Track" zusammengetragen. Die Organisation ermöglicht es, hochrangigen Führungskräften von Unternehmen sich anonym über ihr Geschäft zu äußern. Die sich jetzt äußernde Versicherungsgruppe soll sich aus Führungskräften einiger der weltweit größten Versicherer, Rückversicherer und Versicherungsmakler zusammensetzen. Ihre Mitglieder sind laut "Inside Track" in Großbritannien, der Schweiz und der EU tätig. (Spiegel)

UKRAINE - Die Ukraine wird nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj ihre Angriffe auf russische Ölraffinerien wieder aufnehmen. In einem Interview mit der FT äußerte Selenskyj seine Verärgerung über den "gefährlichen" Entzug von US-Geheimdienstinformationen und die gleichzeitige Schwächung des Starlink-Satelliteninternetdienstes in einer Zeit intensiver russischer Angriffe. "Die Blockade [für Angriffe auf Raffinerien] ist aufgehoben. Wir sind fertig damit", sagte Selenskyj. Er kritisierte die Bereitschaft Washingtons, Geschäftsabschlüsse mit Moskau zu tätigen, und die offensichtliche Bewunderung von US-Präsident Donald Trump für den russischen Präsidenten Wladimir Putin. (Financial Times)

ENERGIE - Kurz vor dem EU-Gipfel warnt Energiekommissar Dan Jørgensen die Mitgliedstaaten davor, Energie mit Subventionen zu verbilligen, die zu lange laufen. Die Hilfen müssten gezielt und eng befristet sein, sagte er der Süddeutschen Zeitung und kritisierte damit implizit auch den deutschen Tankrabatt. "Je länger wir an solchen Maßnahmen festhalten, desto mehr riskieren wir, unsere Gesamtstrategie zu untergraben." Jørgensen empfiehlt den Staaten, vor allem Strom zu entlasten statt fossiler Energie. Die Stromsteuer solle auf das EU-Mindestniveau sinken. "Das ist sehr kluge Politik, weil es Bürgern und Industrie sofort hilft, zugleich die Elektrifizierung beschleunigt und damit auf unsere langfristigen Ziele einzahlt", sagte er. (Süddeutsche Zeitung)

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October 15, 2026 00:46 ET (04:46 GMT)

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