MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

05.10.2026 / 07:45 Uhr

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MONTAG: In Seoul wird aufgrund des Feiertages "Gründungstag der Nation" nicht gehandelt. In Shanghai findet wegen der "Goldenen Woche" bis einschließlich Mittwoch kein Handel statt.

+++++ TAGESTHEMA +++++

Bayer investiert weitere Milliarden in den USA und wird ein neues Pharmawerk im US-Bundesstaat Ohio errichten. Die Investitionssumme beträgt 2,2 Milliarden Dollar. 600 neue Arbeitsplätze sollen dort entstehen. Bayer investierte in den vergangenen fünf Jahren bereits über 7 Milliarden Dollar in pharmazeutische Forschung und Entwicklung sowie in die Produktion in den USA. "Bayer betrachtet die USA seit Langem als wichtigen Produktionsstandort und als Innovationszentrum", sagte Bayer-CEO Bill Anderson. "Diese wegweisende Investition unterstreicht unser Engagement."

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

12:00 DE/Deutsche Telekom AG, AI Investor Day

15:00 FR/Air Liquide SA, Kapitalmarkttag

18:00 DE/Aumovio SE, Pre-Close-Call 3Q

Im Tagesverlauf:

- DE/Gea Group AG, Pre-Close-Call 3Q

DIVIDENDENABSCHLAG

(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)

Societe Generale         0,75 Euro 
 

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

-IT 
    09:45 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe September 
          PROGNOSE: 54,5 
          zuvor:    55,2 
-FR 
    09:50 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe 
          (2. Veröffentlichung) September 
          1. Veröff.: 51,4 
          zuvor:      48,0 
          Einkaufsmanagerindex gesamt (2. Veröffentlichung) 
          1. Veröff.:  1,2 
          zuvor:      48,5 
-DE 
    09:55 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe 
          (2. Veröffentlichung) September 
          1. Veröff.:  52,9 
          zuvor:       49,7 
          Einkaufsmanagerindex gesamt (2. Veröffentlichung) 
          1. Veröff.:  53,8 
          zuvor:       51,8 
-EU 
    10:00 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe Eurozone 
          (2. Veröffentlichung) September 
          1. Veröff.:  53,0 
          zuvor:       51,6 
          Einkaufsmanagerindex gesamt (2. Veröffentlichung) 
          1. Veröff.:  53,1 
          zuvor:       52,0 
 
    11:00 EU/Erzeugerpreise August 
          Eurozone 
          PROGNOSE: +1,8% gg Vm/+7,6% gg Vj 
          zuvor:    +1,6% gg Vm/+5,8% gg Vj 
 
-GB 
    10:30 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe 
          (2. Veröffentlichung) September 
          1. Veröff.:  51,7 
          zuvor:       52,5 
-US 
    15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI Service (2. Veröffentlichung) September 
          PROGNOSE: 
          1. Veröff.:  58,7 
          zuvor:       56,5 
 
    16:00 ISM-Index nicht-verarbeitendes Gewerbe September 
          PROGNOSE: 55,2 Punkte 
          zuvor:    55,4 Punkte 
 

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell: 
                            zuletzt  +/- % 
DAX Futures               25.365,00   -0,0 
E-Mini-Future S&P-500      7.765,00   -0,2 
E-Mini-Future Nasdaq-100  31.028,75   -0,1 
Topix (Tokio)              4.137,34   +1,1 
Hang-Seng (Hongk.)        23.952,76   -0,1 
Shanghai-Comp.             Feiertag 
 
 
Freitag: 
INDEX               Schluss  +/- % 
DAX               25.231,20   +1,2 
DAX-Future        25.375,00   +1,0 
MDAX              30.450,00   +0,7 
TecDAX             4.081,92   +2,6 
SDAX              18.194,70   +0,1 
Euro-Stoxx-50      6.238,50   +1,0 
Stoxx-50           5.298,36   +0,7 
XDAX              25.278,82   +0,2 
Dow-Jones         51.176,96   +0,5 
S&P-500            7.722,72   +0,7 
Nasdaq Composite  27.190,86   +1,2 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Mit einem leicht positiven Start in die Woche rechnen Händler am Montag. Die Erleichterung über die etwas schwächeren US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag dürfte noch etwas anhalten. Sie nahmen Druck von der US-Notenbank, die Zinsen erhöhen zu müssen. Nach dem US-Arbeitsmarktbericht gelten viele Blicke nun dem ISM-Service-Index am Nachmittag, der auch Informationen zur Beschäftigungs- und Lohnentwicklung beinhaltet. Sollte sich auch hier weiterer Lohndruck zeigen, wie bei Preisdaten aus der Vorwoche, könnte die Erholung nach dem Job-Report schnell vorbei sein. Dazu stehen in Europa und den USA konjunkturseitig Revisionen der Einkaufsmanagerindizes an.

Rückblick: Fest - Zwar fielen die EU-Verbraucherpreise höher aus als erwartet, sie wurden aber überlagert von gedämpften Zinserhöhungserwartungen in den USA, nachdem der US-Arbeitsmarktbericht für September enttäuschend ausgefallen war. Etwas Unterstützung kam von phasenweise deutlicher fallenden Ölpreisen, die im Verlauf aber doch wieder anzogen. Gesucht waren Technologieaktien, deren Stoxx-Subindex 2,6 Prozent gewann. Hier trieben unter anderem stark ausgefallene Geschäftszahlen von Micron. Schneider Electric und ABB legten um bis 3,6 Prozent zu, Siemens Energy um 2,0 Prozent. Unter den Chipwerten ragten Infineon mit einem Plus von 8,8 Prozent hervor, STMicro gewannen 6,5 Prozent. Volvo Car sackten um 7,4 Prozent ab, belastet von schwachen Umsatzzahlen und einer einkassierten Jahresprognose. Für Novartis ging es um 1,5 Prozent nach unten. Das Unternehmen sicherte sich über eine milliardenschwere Vereinbarung in China einen Medikamentenkandidaten für Autoimmunerkrankungen.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Fest - Adidas stiegen um 1,0 Prozent - trotz eines schwachen Ausblicks des US-Konkurrenten Nike. Er wurde überlagert von überwiegend positiven Kommentaren zum sogenannten Pre-Close Call beiu Adidas. Kion brachen um 7,7 Prozent ein. Im Handel wurde auf den Pre-Close-Call des Unternehmens zum dritten Quartal verwiesen. Dieser habe nicht überzeugt, insbesondere beim Auftragseingang der Sparte IAS. Bei der Sparte ITS überzeuge die Marge nicht. Commerzbank gaben um 0,6 Prozent nach, gedrückt von einer Abstufung auf "Sectorperform" durch RBC.

USA - AKTIEN

Fester - Ein überraschend schwacher US-Arbeitsmarktbericht für September machte eine Zinserhöhung der US-Notenbank im Oktober zunehmend unwahrscheinlicher, was am Aktienmarkt für Kauflaune sorgte. Dazu trugen auch jüngste eher taubenhafte Töne aus Reihen der Fed bei. "Die US-Notenbank kann glaubhaft argumentieren, dass der Druck auf die Arbeitskosten nachlässt, was die Dringlichkeit für zusätzliche Erhöhungen verringert", sagte Chris Osmond, Chief Investment Officer von Fifth Third Wealth Advisors. Die Nike-Aktie knickte um 5,6 Prozent ein, nachdem die Prognose von Nike für das Jahr 2027 enttäuscht hatte. ON Semiconductor stiegen um 7,7 Prozent, nachdem der Chiphersteller dem Kauf von Synaptics für 5,7 Milliarden Dollar in bar zugestimmt hat, verglichen mit zuvor 7 Milliarden Dollar in Aktien. Synaptics erhöhten sich um 14,2 Prozent. Tesla legten um 4,7 Prozent zu, nachdem die Verkäufe des Autobauers im dritten Quartal zwar einbrachen, aber in einem unruhigen US-Markt für Elektrofahrzeuge dennoch die Prognosen übertrafen. Ford verloren 1,4 Prozent, belastet von enttäuschenden Fahrzeugverkäufen. Die Aktien der Festplattenhersteller Seagate Technology und Western Digital verloren je rund 10 Prozent, nachdem berichtet wurde, dass der japanische Konkurrent Toshiba seine Produktionskapazitäten für Festplatten verdoppeln will.

US-ANLEIHEN

          Rendite    +/- 
2 Jahre      4,82  +0,03 
10 Jahre     5,28  +0,04 
 

Die Anleiherenditen kamen nur kurz etwas unter leichten Abgabedruck nach den schwächer als gedacht ausgefallenen US-Jobdaten, zogen unter dem Strich im Tagesvergleich aber leicht an. "Für die Fed ist der mittelmäßige US-Arbeitsmarktbericht für September nicht schlecht genug, um den Fokus von der Inflation abzulenken", befand Bill Adams von Fifth Third und weiter: "Die Entscheidung im Oktober wird wahrscheinlich von den Berichten über die Verbraucherpreise und Erzeugerpreise im September, geopolitischen Entwicklungen und den Preisen an den Zapfsäulen von jetzt an bis dahin beeinflusst werden."

DEVISEN

               zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag      Fr, 18:59 
EUR/USD         1,1188   -0,6   -0,0065          1,1253         1,1256 
EUR/JPY         176,78   -0,5   -0,8300        177,6100       177,6800 
EUR/CHF         0,9288   -0,4   -0,0038          0,9326         0,9333 
EUR/GBP         0,8472   -0,3   -0,0024          0,8496         0,8505 
USD/JPY            158   +0,1    0,1700        157,8300       157,8300 
GBP/USD         1,3204   -0,3   -0,0037          1,3241         1,3231 
USD/CNY         6,7045   +0,0    0,0015          6,7045         6,7045 
USD/CNH         6,7102   +0,1    0,0041          6,7061         6,7060 
AUS/USD         0,6937   -0,2   -0,0016          0,6953         0,6948 
Bitcoin/USD  85.692,37   -0,1   -122,69       85.815,06      85.179,46 
 

Der Dollar bewegte sich seitwärts. Der Euro kostete im US-Späthandel rund 1,1245 Dollar. Im frühen Geschäft am Montag zieht der Dollar kräftig an. Händler sprechen von einer Euro-Schwäche, ausgelöst von Sorgen um die Finanzlage in Frankreich.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

           zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold      4.135,49   -0,2     -6,85        4.142,34 
Silber       60,90   +0,8      0,51           60,39 
Platin    1.712,90   +0,9     14,53        1.698,37 
 

Die gestiegene Aussicht auf eine ausbleibende Zinserhöhung im Oktober trieb den Goldpreis nur kurzzeitig an. Im Verlauf gab das Edelmetall seine Gewinne wieder ab und büßte über den Tag 1,0 Prozent ein auf 4.139 Dollar. Teilnehmer verwiesen dazu auf die im Handelsverlauf wieder erhöhten Renditen als Bremser.

ÖL

             zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex      90,14   -1,1     -0,97           91,11 
Brent/ICE     101,67   -0,6     -0,58          102,25 
 

Für ein Barrel der Sorte Brent ging es um 0,9 Prozent auf 101,43 Dollar nach unten. Im Tagestief waren zuvor phasenweise Preise unter 99 Dollar aufgerufen worden, ehe es wieder nach oben ging. Für den Rücksetzer hatte die Entscheidung der G7-Staaten gesorgt, 100 Millionen Barrel Rohöl und Treibstoff aus ihren Notbeständen freizugeben und auf Exportbeschränkungen zu verzichten.

+++++ MELDUNGEN SEIT FREITAG 17.30 UHR +++++

DEUTSCHLAND - Konjunktur

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland könnte nach Aussage von Bundesbankpräsident Joachim Nagel im laufenden Jahr stärker ausfallen als von der Bundesbank bisher offiziell prognostiziert. "Es könnte gut sein, dass wir im Jahresdurchschnitt ein reales Wirtschaftswachstum um 1 Prozent sehen werden", sagte er laut veröffentlichtem Redetext.

PORTUGAL - Rating

Scope hat Portugals Kreditwürdigkeit auf A+ von A angehoben. Der Ausblick ist stabil.

USA - Geldpolitik

Die Präsidentin der Federal Reserve von Cleveland, Beth Hammack, hat davor gewarnt, dass Unternehmen bei anhaltend hoher Teuerung eine "Inflationsmentatlität" entwickeln könnten. In einem Interview mit PBS NewsHour nannte sie als Beispiel einen Einzelhändler in ihrem Distrikt, der begonnen habe, die Preise stärker als die aktuellen Kostensteigerungen im Einkauf anzuheben, weil er damit rechne, dass es letztendlich zu weiteren Inflationsschocks kommen werde. Ein solches Verhalten könne es der Fed erschweren, die Inflation zu senken, wenn die Erwartungen künftiger Kostensteigerungen bereits die aktuellen Preisentscheidungen beeinflussten.

BAYER

investiert weitere Milliarden in den USA. Wie der Konzern mitteilte, wird er ein neues Pharma-Werk im US-Bundesstaat Ohio errichten. Die Investitionssumme beträgt 2,2 Milliarden US-Dollar.

HELABA

muss sich auf die Suche nach einem Nachfolger für Vorstandschef Thomas Groß machen. Groß wird auf eigenen Wunsch mit Ablauf seines Vertrages im Oktober 2027 in den Ruhestand eintreten.

AKZO NOBEL

hat sich bereit erklärt, sein Baufarbengeschäft in Südostasien zu einem Unternehmenswert von 1,35 Milliarden Dollar an Nippon Paint zu verkaufen. Der Nettobarerlös wird bei etwa 1 Milliarde Dollar liegen. Akzo Nobel erklärte, der geplante Verkauf markiere den Abschluss seiner Überprüfung des Baufarbenportfolios in Asien markiere.

IAG

schließt seine im Februar angekündigten Aktienrückkäufe mit einer letzten Tranche ab.

NOVO

hat von der US-Arzneimittelbehörde FDA die Mitteilung erhalten, dass die Prüfung des Wirkstoffs Denecimig zur Behandlung von Hämophilie A noch andauert. Novo hatte den Zulassungsantrag für Denecimig zur Behandlung von Hämophilie A bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten im September 2025 eingereicht und ging von einer Entscheidung im dritten Quartal 2026 aus.

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/gos

(END) Dow Jones Newswires

October 05, 2026 01:45 ET (05:45 GMT)

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