MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

24.09.2026 / 07:33 Uhr

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

DONNERSTAG: In Seoul ruht der Börsenhandel wegen der Feiertage zum Erntedankfest Chuseok.

FREITAG: In Seoul ruht der Börsenhandel wegen der Feiertage zum Erntedankfest Chuseok. In Shanghai findet wegen des Mondfests kein Börsenhandel statt.

+++++ TAGESTHEMA +++++

Die USA und China werden ihren bilateralen Handelswaffenstillstand bis Mitte Januar verlängern, wie Finanzminister Scott Bessent am Mittwoch mitteilte. Damit werden höhere Zölle vermieden, die im November hätten verhängt werden sollen, falls keine Einigung erzielt worden wäre. "Wir haben heute vereinbart, dass wir das sogenannte Busan-Abkommen, die wirtschaftliche Entspannung zwischen den beiden Ländern, die am 10. November auslaufen sollte, bis zum 10. Januar verlängern werden. Dies gibt uns mehr Zeit, um zu sehen, was wir an der Wirtschaftsfront erreichen können", sagte Bessent auf Fox News. Die USA und China hatten sich im vergangenen Oktober nach monatelangen gegenseitigen Vergeltungsmaßnahmen, bei denen die Zölle auf viele chinesische Produkte auf fast 150 Prozent gestiegen waren, darauf geeinigt, die Zölle gegenseitig zu senken und andere Handelsbeschränkungen aufzuheben. Seitdem haben die USA weitgehend auf Maßnahmen verzichtet, die den bilateralen Handel zwischen den Nationen stören würden. Die Zölle hätten jedoch wieder auf rund 50 Prozent ansteigen können, wenn die Entspannung nicht verlängert worden wäre. Die Ankündigung erfolgte wenige Stunden, nachdem der chinesische Staatschef Xi Jinping zu einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in den USA gelandet war. Abgesehen von der Verlängerung des Waffenstillstands sind die wirtschaftlichen Erwartungen an die Treffen gering, und die chinesische Seite verzichtete nach wochenlangen Überlegungen darauf, eine Wirtschaftsdelegation mit Xi zu entsenden.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

08:00 SE/Hennes & Mauritz AB, Ergebnis 9 Monate

08:00 DE/Verbio SE, ausführliches Jahresergebnis

DIVIDENDENABSCHLAG

(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)

BNP Paribas:      3,23 EUR 
 

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- FR 
    08:45 Geschäftsklimaindex September 
          PROGNOSE: 97 
          zuvor:    98 
 
    08:45 Geschäftsklimaindex verarbeitendes Gewerbe September 
          PROGNOSE: 102 
          zuvor:    103 
 
    08:45 Verbrauchervertrauen September 
          PROGNOSE: 85 
          zuvor:    86 
 
- CH 
    09:30 Schweizerische Nationalbank (SNB), Ergebnis der Sitzung 
          des geldpolitischen Rats 
          Leitzins 
          PROGNOSE: 0,00% 
          zuvor:    0,00% 
 
- DE 
    10:00 Ifo-Geschäftsklimaindex September 
          PROGNOSE: 89,0 
          zuvor:    88,8 
          Lagebeurteilung 
          PROGNOSE: 88,7 
          zuvor:    88,5 
          Geschäftserwartungen 
          PROGNOSE: 89,2 
          zuvor:    89,1 
 
- US 
    14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) 
          PROGNOSE: 201.000 
          zuvor:    196.000 
 
    14:30 Leistungsbilanz 2Q 
          PROGNOSE:   -255,0 Mrd US-Dollar 
          1. Quartal: -226,8 Mrd US-Dollar 
 
    14:30 Neubauverkäufe August 
          PROGNOSE: +1,8% gg Vm 
          zuvor:   -10,5% gg Vm 
 

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell: 
Index                       zuletzt  +/- % 
DAX Futures               25.522,00   -0,3 
E-Mini-Future S&P-500      7.753,25   -0,3 
E-Mini-Future Nasdaq-100  30.687,00   -0,3 
Topix (Tokio)              4.093,84   +0,1 
Hang-Seng (Hongk.)        24.720,91   -0,5 
Shanghai-Comp.             3.906,49   -0,8 
 
Mittwoch: 
INDEX               Schluss  +/- % 
DAX               25.410,63   -0,7 
DAX-Future        25.549,00   -0,9 
MDAX              31.215,77   -1,0 
TecDAX             4.011,82   -0,5 
SDAX              18.345,72   -0,4 
Euro-Stoxx-50      6.299,82   -0,4 
Stoxx-50           5.352,67   -0,2 
XDAX              25.356,20   -0,2 
Dow-Jones         51.511,59   -0,7 
S&P-500            7.706,03   -0,8 
Nasdaq Composite  26.936,04   +0,5 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Europas Börsen dürften mit Abschlägen in den Handel am Donnerstag starten. Das Umfeld für die Gesamtmärkte hat sich wieder eingetrübt mit einem Brent-Ölpreis bei über 102 Dollar das Fass und einer Rendite der 10-jährigen Treasurys von 5,11 Prozent. Die Hoffnungen auf diplomatische Fortschritte bezüglich einer Lösung im Nahen Osten haben einen Dämpfer erhalten. Zugleich haben starke Einkaufsmanagerindizes in den USA die Wahrscheinlichkeit von Fed-Zinsschritten wieder nach oben getrieben. Eine Zinserhöhung im Oktober wird nun an den Märkten zu fast 70 Prozent eingepreist. Die Blicke richten sich nun auf das Gipfeltreffen der Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping. Es dürfte um den Konkflikt im Nahen Osten, Handelsfragen sowie KI-Regulierung gehen. US-Finanzminister Scott Bessent teilte bereits im Vorfeld mit, dass die USA und China ihre Zollpause bis Mitte Januar verlängern werden. An Konjunkturdaten steht die Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklimaindex für den September am Vormittag auf der Agenda. Nach den starken Einkaufsmanagerindizes aus Europa und den USA wäre eine bessere Lesung für die Märkte keine große Überraschung.

Rückblick: Wieder gestiegene Ölpreise und Marktzinsen haben Europas Börsen zur Wochenmitte belastet. Unter den Einzelwerten verloren die Aktien der schweizerischen Großbank UBS 1,7 Prozent. Der Ständerat in der Schweiz hat einen Vorschlag unterstützt, die neuen Eigenkapitalanforderungen für die UBS abzumildern, und gleichzeitig eine strengere Anforderung in einem Gesetzentwurf der Landesregierung abgelehnt. Die Entscheidung stelle zwar einen Dämpfer für die Bank dar, sei aber verkraftbar, urteilten die Analysten der DZ Bank. Die UBS hatte indessen auf eine deutlichere Abfederung der ursprünglich vorgeschlagenen 100-Prozent-Regel gehofft. Für Raiffeisen Bank ging es an der Wiener Börse um 1,5 Prozent nach oben. Das Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien hat auf Antrag der Bank und ihrer russischen Tochter AO Raiffeisenbank ein Versäumungsurteil gegen Rasperia Trading Limited erlassen und diese zu einer Schadenersatzzahlung in Höhe von etwa 3,15 Milliarden Euro verpflichtet. Im Pharmasektor verloren Roche 0,3 Prozent und damit profitierten nicht von ermutigenden Daten einer Phase-3-Studie. Das Mittel Sefaxersen zeigte in der Studie eine positive Wirkung bei einer spezifischen Nierenerkrankung. JD Sports büßten nach durchwachsenen Halbjahrszahlen 5,7 Prozent ein. Adidas gaben um 1,6 Prozent nach und Puma schlossen 2 Prozent schwächer. Die Aktien der Online-Apothekenbetreiber Docmorris und Redcare Pharmacy verbilligten sich um 5,9 und 6,4 Prozent. Marktteilnehmer verwiesen auf die Klage der Wettbewerbszentrale gegen die Online-Apotheke der Drogeriekette DM, mit der sich das Landgericht Karlsruhe seit dem heutigen Mittwoch befasst.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Leichter - Größter Verlierer im DAX waren Scout24 mit einem Minus von 5,2 Prozent. Teilnehmer sprachen von Gewinnmitnahmen. Die Gewinner wurden von Rheinmetall (+3,4%) angeführt. Fresenius Medical Care (+0,8%) zeigten sich unbeeindruckt von einem Cyber-Angriff. Der Vorfall habe keine Auswirkungen auf Medizinprodukte, Patientenversorgung, Produktion oder den laufenden Geschäftsbetrieb gehabt, versicherte das Unternehmen. Nach einer neuerlichen Platzierung durch Wacker Chemie (+1,9%) verloren Siltronic 7 Prozent auf 76,95 Euro. Nach Vorlage schwacher Zahlen fielen KWS um 9 Prozent. Während der Umsatz die Markterwartung nur knapp verfehlt habe, liege die Ergebnisseite deutlich unter den Prognosen, hieß es.

XETRA-NACHBÖRSE

Der nachbörsliche Handel am Mittwoch verlief in recht ruhigen Bahnen. Wichtige Unternehmensmeldungen gab es nicht.

USA - AKTIEN

Schwächer - Belastend wirkten wieder gestiegene Ölpreise und Anleiherenditen. Die zehnjährige Rendite kletterte deutlich über die Marke von 5 Prozent. Die von S&P Global ermittelten Einkaufsmanagerindizes fielen zudem wesentlich besser aus als angenommen. Weiteres Thema war der Krieg der USA gegen den Iran. Diplomaten beider Länder trafen während der UN-Vollversammlung zusammen. Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump verliefen die Gespräche "sehr gut". Zuvor hatte er allerdings in seiner Rede vor der Generalversammlung gesagt, ein "Deal" werde erst nach den Midterm-Wahlen in den USA im November zustandekommen. Im Blick stand ferner der Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi in den USA, der am Mittwoch begann. Unter den Einzelwerten wurden Broadcom (-2,6%) von Medienberichten belastet, denen zufolge China derzeit den Einsatz von Broadcom-Switches in staatlichen Rechenzentren überprüft. Die Untersuchung könnte eine informelle Empfehlung zur Folge haben, die Nutzung von Broadcom-Produkten zu reduzieren. KB Home verloren nach einer Gewinnwarnung 3 Prozent. Die Aktie des Themenparkbetreibers Six Flags Entertainment stieg um 1,1 Prozent. Der aktivistische Investor Jana Partners dränge auf einen Verkauf des Unternehmens, berichtete das Wall Street Journal. General Mills (+1%) hat im ersten Geschäftsquartal zwar mehr verdient als erwartet, doch ging der Umsatz zurück. Der Nahrungsmittelkonzern will nun mit neuen Produkten und Marketingstrategien gegensteuern. Auch die Kosten sollen sinken.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries  Rendite    +/-  Tageshoch  Tagestief 
2 Jahre           4,89  +0,11       4,89       4,75 
10 Jahre          5,11  +0,15       5,09       4,93 
 

Der Anstieg des Ölpreises nährte Inflations- und Zinserhöhungssorgen. Von den überraschend starken Einkaufsmanagerindizes erhielten die Renditen einen zusätzlichen Schub. Überdies sagte Fed-Gouverneur Michael Barr, dass die Zentralbank die Zinsen weiter anheben müsse, um die Inflation zu dämpfen. Die Zehnjahresrendite stieg um 15 Basispunkte auf 5,11 Prozent und markierte damit den höchsten Stand seit Juli 2007. Der Ausverkauf bei Anleihen erfolgte trotz der Bemühungen des US-Finanzministeriums, die langfristigen Renditen durch verstärkte Käufe von Langläufern zu dämpfen. Das Ministerium teilte am Mittwoch mit, dass es am Donnerstag 20- und 30-jährige Anleihen im Wert von bis zu 6 Milliarden Dollar zurückkaufen werde.

+++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN        zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag  Mi, 17:10 Uhr 
EUR/USD         1,1384   +0,0    0,0004          1,1380         1,1399 
EUR/JPY         179,83   -0,2   -0,4000        180,2300       180,3800 
EUR/CHF         0,9381   -0,1   -0,0010          0,9391         0,9394 
EUR/GBP         0,8596   +0,0    0,0003          0,8593         0,8592 
USD/JPY         157,94   -0,2   -0,3500        158,2900       158,2300 
GBP/USD          1,324   +0,0    0,0003          1,3237         1,3264 
USD/CNY         6,7137   +0,0    0,0026          6,7111         6,7108 
USD/CNH         6,7152   +0,1    0,0045          6,7107         6,7119 
AUS/USD         0,7035   -0,0   -0,0001          0,7036         0,7044 
Bitcoin/USD  84.148,71   -0,1    -81,67       84.230,38      84.615,20 
 

Der Dollar folgte den Anleiherenditen nach oben. Der Dollarindex gewann 0,5 Prozent. Der Euro fiel im Gegenzug auf rund 1,1390 Dollar.

+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle        zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold          4.289,20   +0,1      2,31        4.286,89 
Silber           64,14   -0,5     -0,32           64,47 
Platin        1.758,43   +0,5      8,41        1.750,02 
 

Gold stand mit dem festeren Dollar und den Zinserhöhungserwartungen stärker unter Druck. Die Feinunze ermäßigte sich um 1,3 Prozent auf 4.281 Dollar.

ÖL

ROHÖL          zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex        91,53   -0,7     -0,63           92,16 
Brent/ICE       102,29   -0,8     -0,79          103,08 
 

Das Barrel Brentöl verteuerte sich um 3,9 Prozent auf 103,08 Dollar. Die wöchentlichen US-Lagerbestandsdaten wurden als bearish für Öl angesehen, da die Rohölbestände um 3 Millionen Barrel stiegen. Damit liegen die Bestände 2 Prozent über dem Fünfjahresdurchschnitt. Im Fokus stand allerdings weiter der Iran-Krieg. Am Vortag hatte US-Präsident Trump eine Abwärtsbewegung des Ölpreises gestoppt mit der Drohung, den Iran auszulöschen.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

USA / RUSSLAND

Der russische Präsident Wladimir Putin soll nach dem Willen der US-Regierung am nächsten G20-Gipfel teilnehmen. Die Regierung habe Putin für diesen Dezember auf das Anwesen von US-Präsident Donald Trump in Florida eingeladen, um am Treffen der Staats- und Regierungschefs der Gruppe der 20 (G20) teilzunehmen, sagte US-Außenminister Marco Rubio nach einem Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow.

OPENAI / AUSTRALIEN

Ein autonomer KI-Agent ist diesen Sommer wohl erstmals in ein Regierungsnetzwerk eingedrungen. Der australische Premierminister Anthony Albanese sagte am Mittwoch auf der Tagung der Vereinten Nationen in New York, ein Modell von OpenAI habe auf vertrauliche Daten eines australischen Portal-Systems zugegriffen. Albanese erklärte weiter, der Vorfall habe am 18. Juni begonnen und der Agent habe sowohl auf öffentliche als auch auf nicht-öffentliche Dateien des Gesundheitsstatistik-Portals des Landes zugegriffen, das Informationen wie beispielsweise Ausgaben ausweist. Obwohl die Untersuchungen noch andauern, geht Albanese davon aus, dass keine personenbezogenen Daten abgerufen wurden.

BAYER

hat Hybridanleihen über 2 Milliarden Euro platziert. Beide Tranchen haben eine Laufzeit von 30 Jahren. Die Anleihen mit einer Kündigungssperrfrist von sechs Jahren sind mit einem Kupon von 5,75 Prozent und jene mit einer Sperrfrist von neun Jahren mit einem Kupon von 6,25 Prozent ausgestattet. Das Volumen der ausstehenden Hybridanleihen der Bayer AG steigt damit auf 6,55 Milliarden Euro.

BHP

setzt den Abbau im weltweit größten Kupferbergwerk Escondida in Chile nach dem Tod eines Arbeiters aus.

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/ros

(END) Dow Jones Newswires

September 24, 2026 01:32 ET (05:32 GMT)

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