PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

24.09.2026 / 06:22 Uhr

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

ÜBERNAHMERECHT - Die Bundesregierung erwägt nach dem Dumpingangebot der italienischen Großbank Unicredit für die Commerzbank neue Regeln für Übernahmen in Deutschland. "Das BMF prüft derzeit, ob eine Anpassung des bestehenden Übernahmerechts erforderlich ist", sagte eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums (BMF) dem Handelsblatt. "Die Prüfung ist noch nicht abgeschlossen." Unicredit hatte bis Mai 2026 einen Anteil von knapp unter 30 Prozent an der Commerzbank aufgebaut und dann ein freiwilliges Übernahmeangebot vorgelegt, das keinen nennenswerten Aufschlag auf den Aktienkurs des Frankfurter Instituts beinhaltete. Experten und Beteiligte haben die schrittweise Kontrollübernahme mithilfe von Dumpingangeboten ("low ball offers") kritisiert. (Handelsblatt)

APOTHEKENPFLICHT - dm-Chef Christoph Werner spricht sich für eine Lockerung der Apothekenpflicht für bestimmt Medikamente aus. "Medikamente werden heute nicht mehr vom Apotheker hergestellt, sondern sind konfektioniert", sagte der Vorsitzender der dm-Geschäftsführung den Zeitungen der Funke Medien. Er verwies auf andere Länder, in denen es bereits eine Lockerung der Apothekenpflicht für Medikamente gibt. Viele Arzneimittel würden dort "deutlich günstiger angeboten. Auch im deutschen Gesundheitswesen brauchen wir Innovationen, um auf der Höhe der Zeit zu bleiben", so Werner. Andernfalls drohe Kaufkraftverlust, was zu "einem Rückgang des Lebensstandards in unserem Land" beitrage. Gleichzeitig beteuerte der dm-Chef, dass es nicht in Planung sei, dass man Arzt-Rezepte bei dm-med, der Versandapotheke des Unternehmens, einlösen könne. Man bleibe vorerst auf Selbstmedikationsprodukte beschränkt, so Werner. Trotz hoher Energiekosten, die auch für dm-Produkte preistreibend wirken könnten, versprach Werner, sein Sortiment auch weiterhin so günstig wie möglich anbieten zu wollen. Er könne "grundsätzlich versprechen", dass "die Verkaufspreise nicht übermäßig steigen". (Funke Mediengruppe)

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September 24, 2026 00:21 ET (04:21 GMT)

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