MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

22.09.2026 / 07:31 Uhr

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

DIENSTAG: Der Börsenhandel in Tokio ruht wegen der Feiertage zum Herbstanfang.

MITTWOCH: In Tokio findet wegen der Feiertage zum Herbstanfang kein Börsenhandel statt.

+++++ TAGESTHEMA +++++

Die USA sollen nach Ansicht von OpenAI gemeinsam mit anderen Ländern eine Initiative zur Entwicklung globaler Sicherheitsstandards für die Entwicklung modernster KI-Systeme anführen. In einem am Montag veröffentlichten Vorschlag regte das Unternehmen an, dass Länder auf der ganzen Welt gemeinsame Maßnahmen zur Bewertung selbstverbessernder KI-Systeme festlegen und sichere Kanäle einrichten sollten, um Informationen über neu auftretende Bedrohungen auszutauschen. Das US-Zentrum für KI-Standards und Innovation könnte mit dem entstehenden Netzwerk von KI-Sicherheitsinstituten weltweit - wie den bereits bestehenden Gruppen in Großbritannien, Frankreich und Singapur - zusammenarbeiten, um diese Standards auszuarbeiten, so das Unternehmen. Zuletzt hatten Topmanager der Branche eine branchenweite Koordinierung gefordert, um das Entwicklungstempo bei der sogenannten Frontier-KI zu steuern. OpenAI-Chefwissenschaftler Jakub Pachocki hatte empfohlen, dass die internationale Koordinierung im Bereich KI für Regierungen weltweit zur Priorität werden sollte, um den Risiken selbstverbessernder KI-Systeme zu begegnen. Anthropic-CEO Dario Amodei hatte im August einen Vorschlag zur Steuerung der Frontier-KI-Entwicklung unterbreitet und Washington gebeten, eine eng gefasste Ausnahmeregelung zu erlassen, damit Tech-Unternehmen über Sicherheitsmaßnahmen diskutieren können. Die Trump-Regierung hat sich diesen Forderungen widersetzt.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

08:00 DE/Tui AG, Pre-Close Trading Update

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- EU 
    16:00 Index Verbrauchervertrauen Eurozone (Vorabschätzung) September 
          PROGNOSE: -16,0 
          zuvor:    -15,5 
 

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell: 
Index                       zuletzt  +/- % 
DAX Futures               25.783,00   +0,1 
E-Mini-Future S&P-500      7.833,25    0,0 
E-Mini-Future Nasdaq-100  30.789,25   +0,0 
Topix (Tokio)              4.091,14   -0,1 
Hang-Seng (Hongk.)        25.112,95   +0,3 
Shanghai-Comp.             3.956,24   +0,2 
 
Montag: 
INDEX               Schluss  +/- % 
DAX               25.575,01   +1,1 
DAX-Future        25.808,00   +1,3 
MDAX              31.241,96   +0,5 
TecDAX             4.011,52   +1,6 
SDAX              18.219,97   +0,6 
Euro-Stoxx-50      6.318,20   +1,3 
Stoxx-50           5.365,18   +1,1 
XDAX              25.638,54   +0,2 
Dow-Jones         52.048,83   +0,7 
S&P-500            7.764,70   +1,5 
Nasdaq Composite  27.122,09   +2,3 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Nach der Rally zu Wochenbeginn könnte es mit den Kursen an Europas Börsen zu Handelsbeginn noch ein wenig nach oben gehen. Stützend wirken freundliche internationale Vorgaben, insbesondere für den Technologiesektor. Mit 4,95 Prozent rentieren 10-jährige US-Staatsanleihen weiter unter der psychologisch wichtigen Marke von 5 Prozent. Allerdings zieht der Ölpreis am Morgen wieder an, Brent notiert aber weiterhin deutlich unter den jüngsten Hochs um 110 Dollar. Die Blicke richten sich zunehmend auf das Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Gegenpart Xi Jinping am Donnerstag. Die Börsianer hoffen auf positive Impulse für die Märkte. "Aus unserer Sicht sind gegenseitige Zollsenkungen das konkreteste potenzielle Ergebnis des Gipfels", heißt es bei Standard Chartered. US-Technologiekontrollen und Chinas Beschränkungen für Seltene Erden blieben die entscheidende Druckmittel auf beiden Seiten. Vereinbarungen über künftige Treffen könnten indes signalisieren, dass beide Seiten weiterhin gemeinsam versuchen, eine erneute Eskalation zu verhindern.

Rückblick: Ein neuerlicher Rückgang des Ölpreises und gesunkene Anleiherenditen hoben die Stimmung unter den Anlegern. Angeblich soll es neue diplomatische Bemühungen um eine Lösung des Konflikts im Nahen Osten geben. Auch hoffte man im Handel auf einen positiven Verlauf des Gipfeltreffens zwischen Donald Trump und Xi Jinping in der laufenden Woche. Die fallenden Renditen verhinderten auch, dass die Herunterstufung der Länder-Bonität Frankreichs durch Scope auf "A+" von "AA-" belastete. Dank der angekündigten Kooperation mit Amazon gewannen Kuehne + Nagel 4,2 Prozent. Die Aktien von AMS-Osram kletterten um fast 23 Prozent nach oben. Das Unternehmen hatte einen Durchbruch bei Dünnschicht-VCSELs für KI-Rechenzentren erreicht. Der Kapitalmarkttag der Societe Generale kam bei den Anlegern gut an. Wie RBC anmerkte, deuten die Ziele der Bank für 2029 auf eine Aufwärtsrevision der Marktschätzungen hin. Die Aktie stieg um 1,8 Prozent. Novo Nordisk verbilligten sich derweil um 7,7 Prozent. Die auf der Kapitalmarktveranstaltung des Pharmakonzerns vorgestellten Mittelfristziele hätten nicht überzeugt, hieß es.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Fester - Im Immobiliensektor wurden Vonovia von den Enteignungsplänen der Linken in Berlin belastet. Die Titel fielen um 1,2 Prozent. LEG Immobilien gewannen hingegen 0,8 Prozent und Aroundtown 0,5 Prozent. Die niedrigeren Marktzinsen linderten den Druck auf den Sektor, wie es hieß. Aktien mit KI-Bezug profitierten von der Hoffnung auf Fortschritte beim US-chinesischen Gipfel, bei dem auch die Themen KI und Handel erörtert werden dürften. Im DAX verbesserten sich Infineon um 4,4 Prozent und Siemens Energy um 2,1 Prozent. Im TecDAX ging es für Aixtron um 5,1 und für Suss Microtech um 4,2 Prozent nach oben. Nach der massiven Gewinnwarnung vom Freitag verloren Volkswagen weitere 2 Prozent. Die Gewinnwarnung war nach Ansicht von Metzler nicht so schlimm, wie es auf den ersten Blick erschien. Der vorige Ausblick sei ambitioniert gewesen. Die Lage in China habe sich zwar verschlechtert, der Großteil der Warnung sei aber auf Sondereffekte zurückzuführen und die Cashflow-Prognose bleibe unverändert. Der Getränkehersteller Berentzen wird von dem US-Sprirituosenkonzern Sazerac übernommen. Sazerac zahlt in einem freiwilligen Übernahmeangebot 5,55 Euro je Aktie in bar. Berentzen stiegen um 22,3 Prozent auf 5,54 Euro.

XETRA-NACHBÖRSE

Der nachbörsliche Handel verlief in ruhigen Bahnen. Es gab keine wichtigen Unternehmensmeldungen.

USA - AKTIEN

Fester - Die US-Aktienmärkte haben zugelegt, da fallende Öl-Futures die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran nährten. Die daraus resultierende Erleichterungsrally trieb risikoreiche Technologieaktien auf Rekordhöhen. Dazu kamen niedrigere Anleiherenditen. Aktien mit KI-Bezug waren gesucht. Anleger erhofften sich positive Ergebnisse vom Gipfeltreffen Trumps mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping am Donnerstag, wie es hieß. Bei dem Treffen dürften auch die Themen KI und Handel erörtert werden. Unter anderem legten Nvidia um 2,3 Prozent zu. Intel verteuerten sich um 12,1 Prozent. Die Aktie von AMD stieg um 10 und erreichte erstmals eine Marktkapitalisierung von über 1 Billion Dollar. Die Meta-Aktie erhöhte sich um 11,3 Prozent. Das Unternehmen hat vor zwei Wochen den benutzerfreundlichen KI-Assistenten Muse veröffentlicht und verzeichnet erste Erfolge. Die App für den Zugriff auf den KI-Agenten erreichte Platz 1 im App Store von Apple. Accenture (+2,7%) profitierten von einer Zusammenarbeit mit Anthropic im Bereich KI-Sicherheit. Warner Bros Discovery sprangen um 10,8 Prozent nach oben. Paramount Skydance verloren dagegen 2,9 Prozent. Die Titel standen mit der wieder erwachten Hoffnung auf ein Zustandekommen der geplanten, 81 Milliarden Dollar schweren Fusion der Unternehmen im Fokus. Um die Düngemittelpreise für US-Landwirte zu senken, planen die USA laut Präsident Trump den Kauf von Kali aus Belarus und unterbieten damit die teureren kanadischen Importe. Die Aktie des Kali-Anbieters Nutrien fiel um 3,3 Prozent und die von Mosaic gab um 1,7 Prozent nach.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries    Rendite    +/- 
2 Jahre             4,75  +0,01 
10 Jahre            4,96  -0,03 
 

Der niedrigere Ölpreis linderte Inflationssorgen und drückte am Anleihemarkt die Renditen. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen sank um 3 Basispunkte auf 4,96 Prozent.

+++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN        zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  Mo, 17:15 Uhr 
EUR/USD         1,1475   +0,1     0,0013          1,1462         1,1470 
EUR/JPY         180,69   +0,2     0,2900        180,4000       180,6000 
EUR/CHF          0,941   -0,0    -0,0002          0,9412         0,9416 
EUR/GBP         0,8573   +0,0     0,0001          0,8572         0,8576 
USD/JPY         157,43   +0,0     0,0700        157,3600       157,4300 
GBP/USD         1,3382   +0,1     0,0019          1,3363         1,3372 
USD/CNY         6,6968   +0,0     0,0015          6,6953         6,6953 
USD/CNH         6,6962   +0,1     0,0037          6,6925         6,6923 
AUS/USD         0,7122   +0,1     0,0007          0,7115         0,7121 
Bitcoin/USD  85.154,86   -2,1  -1.819,66       86.974,52      86.298,50 
 

Der Dollar tendierte behauptet. Devisenhändler sahen den Greenback weiter unterstützt durch die Zinserhöhung der US-Notenbank in der vergangenen Woche.

+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle        zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold          4.329,75   -0,3     -13,41        4.343,16 
Silber           65,74   -0,4      -0,29           66,03 
Platin        1.787,47   -0,6     -10,09        1.797,56 
 

Der Goldpreis tendierte leichter. Die Feinunze verbilligte sich um 0,9 Prozent auf 4.346 Dollar. Der Markt sei derzeit auf die US-Renditen und die Zinspolitik der US-Notenbank fixiert, hieß es. Das Umfeld für Gold sei kurzfristig schwierig, so Chris Weston von Pepperstone. Die Macrotrends, die den Goldpreis beeinflussten, implizierten, dass Anleger und Händler das gelbe Edelmetall meiden dürften, bis diese Dynamiken günstiger würden, fügte er hinzu. Der Dollar stelle einen leichten Gegenwind dar. Der Ölpreis sei zwar zuletzt wieder zurückgekommen, doch ein Wiederanstieg würde die Inflationserwartungen nach oben treiben und das Zinsthema "intensivieren".

ÖL

ROHÖL          zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex        96,85   +1,1       1,07           95,78 
Brent/ICE       101,74   +1,4       1,40          100,34 
 

Nachlassende Angst vor Versorgungsengpässen drückte die Ölpreise. Der Preis für das Barrel Brent fiel um 3,4 Prozent auf 100,34 Dollar. Die Akteure am Ölmarkt setzten darauf, dass bald wieder Öl durch die saudi-arabische Ost-West-Pipeline fließen werde, hieß es aus dem Handel. Außerdem gebe es Hoffnungen auf eine Wiederaufnahme der Bemühungen um eine diplomatische Lösung des Iran-Kriegs. Und nicht zuletzt hatte der Chef des US Central Command, Admiral Brad Cooper, am Wochenende gesagt, dass in den vergangenen beiden Wochen so viel Öl durch die Straße von Hormus transportiert worden sei wie seit sechs Monaten nicht mehr.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

IRAN-KRIEG

Die Trump-Regierung hat vorgeschlagen, 5 Milliarden US-Dollar in einen neuen Fonds zu investieren, der Ländern im Nahen Osten dabei helfen soll, die im Iran-Krieg beschädigte Energieinfrastruktur wiederaufzubauen. Zudem solle er deren Abhängigkeit von der Straße von Hormus für den Transport von Öl und Gas verringern. Dies geht aus Angaben von US-amerikanischen und nahöstlichen Regierungsvertretern sowie aus Dokumenten hervor, in die das Wall Street Journal Einblick hatte.

MERCEDES-BENZ

Beim Autobauer könnte die Produktionskapazität in Deutschland weiter sinken. Das deutete der stellvertretende Konzernbetriebsratschef Michael Häberle bei der bundesweiten Protestaktion der IG Metall an, berichtet das Handelsblatt. Das Management wolle perspektivisch eine weitere Volumenreduktion an allen deutschen Standorten, sagte Häberle. Das Management diskutiert mit den Betriebsräten über eine Anpassung der Arbeitszeit. Der Autobauer will, dass die Beschäftigten in Deutschland für das gleiche Gehalt länger arbeiten. Im Gespräch ist eine 38-Stunden-Woche. Und er will Zugeständnisse bei Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie der jährlichen Gewinnbeteiligung. Dadurch sollen die Kosten je Arbeitsstunde in Deutschland sinken.

ROCHE

hat in der EU die Zulassung für das Augenmedikament Susvimo erhalten. Susvimo ist eine Behandlung der neovaskulären altersbedingten Makuladegeneration. Diese Erkrankung ist eine der Hauptursachen für Sehverlust bei Menschen über 60 Jahren.

ALIBABA

hat einen leistungsstärkeren Chip vorgestellt und zudem Pläne für ein größeres KI-Modell skizziert. Damit bekräftigte das Unternehmen sein Bestreben, sowohl die Software als auch die Hardware hinter seinen Ambitionen im Bereich KI zu kontrollieren.

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/ros

(END) Dow Jones Newswires

September 22, 2026 01:30 ET (05:30 GMT)

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