PRESSESPIEGEL/Unternehmen
18.09.2026 / 06:50 Uhr
ie wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
DAIMLER TRUCK - Vorstandschefin Karin Radström warnt vor Milliardenstrafen für verfehlte Brüsseler CO2-Ziele - und das, obwohl es an fehlenden Ladesäulen hapert, die die Lkw-Branche nicht in der Hand habe. "Für jeden verfehlten Prozentpunkt müssen wir etwa 120 Millionen Euro Strafe zahlen", sagte die Daimler-Truck-Chefin dem Handelsblatt. "Ein Festhalten daran hätte für uns existenzielle Folgen. Wenn wir die Ziele um zehn Prozentpunkte verfehlen, wären das 1,2 Milliarden Euro - also etwa der gesamte globale Gewinn der Sparte Mercedes-Benz Trucks in einem Geschäftsjahr." (Handelsblatt)
BILFINGER - Der Industriedienstleister macht die schwierige politische Gemengelage mit dafür verantwortlich, die Ziele für 2026 korrigieren zu müssen. Im Gespräch mit der Börsen-Zeitung begründete der Vorstandsvorsitzende Thomas Schulz das mit einem Bündel an Faktoren. Ins Feld führte der Bilfinger-Chef eine Kombination aus "einem längeren Winter, dem andauernden und sich geographisch ausweitenden Iran-Krieg und der weitgehenden Lähmung in Deutschland". Trotz der Rückschläge sieht Schulz das Unternehmen aber auf Kurs. An seinen Mittelfristzielen hält der MDAX-Konzern fest. (Börsen-Zeitung)
BERTELSMANN - Vorstandschef Thomas Rabe rechnet durch Künstlichen Intelligenz (KI) mit erheblichen Produktivitätsgewinnen. Allerdings stehen dieser unter einer Voraussetzung: "Wenn das Urheberrecht in Zeiten von KI nicht mehr durchsetzbar wäre, dann hätten wir und viele andere Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind, ein handfestes Problem", sagte Rabe der FAZ. Der Satz trifft den Kern der wirtschaftlichen Auseinandersetzung zwischen Rechteinhabern und KI-Unternehmen. Rabe setzt deshalb auf Lizenzmodelle und klare Regeln. Er erwartet, dass Fälle unzulässiger Nutzung von Inhalten für das Training von Modellen über Vergleiche und künftig über geordnete Vergütungsmodelle geregelt werden. Ebenso wichtig ist ihm die Kennzeichnung synthetischer Inhalte. Entscheidend sei nicht, wie viel KI-generierte Musik oder wie viele KI-generierte Bücher produziert würden, sondern ob sie beim Publikum kommerziell erfolgreich seien. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
DEUTSCHE BAHN - Die krisengeplagte Frachtsparte DB Cargo rechnet wegen Abschreibungen nicht mehr mit einem Gewinn in diesem Jahr. Das Problem: Dadurch wird die geplante Sanierung gefährdet. "Ein bilanzieller Einmal-Effekt aus Verlustabschreibungen unserer britischen Tochtergesellschaft wird das Cargo-Ergebnis in diesem Jahr belasten", sagte DB-Cargo-Chef Bernhard Osburg am Donnerstag in Berlin. Anscheinend summieren sich die Wertberichtigungen auf rund 260 Millionen Euro. Der Verkaufsprozess für die britische Tochter sei bereits angelaufen. Sie müssen schon dieses Jahr verbucht werden, weil zeitnah mit verbindlichen Angeboten gerechnet wird. Die angepeilte schwarze Null von DB Cargo in diesem Jahr sei damit kaum mehr zu schaffen. (Süddeutsche Zeitung)
BRAINLAB - Der Medizintechnik-Spezialist will mit einem neuen Verfahren die Strahlentherapie bei Lungenkrebs verbessern. "Fünf von 100 Menschen bekommen einen Lungentumor, und vier davon überleben die ersten fünf Jahre nicht", sagte Brainlab-Chef Rainer Birkenbach dem Handelsblatt. Die Krebsart werde oft spät erkannt und sei dann schwer zu behandeln. Denn bei der Bestrahlung ist die Bewegung der Lunge ein Problem. Deshalb wird oft der gesamte Bewegungsraum des Tumors bestrahlt und so auch gesundes Gewebe belastet. Mit dem "Advanced Motion Management" von Brainlab, das nach der EU-Zertifizierung am Donnerstag an den Markt ging, will Brainlab diesen Effekt deutlich minimieren. "Das ist ein revolutionärer Schritt", sagte Birkenbach. (Handelsblatt)
BAUWATCH - Haniel, das 1756 in Duisburg gegründete Familienunternehmen und heutige Beteiligungshaus, verkauft 90 Prozent seines wachstumsstärksten Portfoliounternehmens Bauwatch an die Finanzinvestoren Carlyle aus den USA und CVC aus Luxemburg. Das sagte Haniel-Chef Joachim Drees. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Finanzkreise halten eine Bewertung von einer Milliarde Euro für realistisch. (Handelsblatt)
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