MÄRKTE USA/Ölpreis, Zinsen und KI-Sorgen dürften Aktien erneut bremsen
15.09.2026 / 14:44 Uhr
DOW JONES--Die kräftig gestiegenen Ölpreise und Marktzinsen dürften in Verbindung mit Zweifeln an der Sicherheit von KI-Modellen die US-Börsen auch am Dienstag belasten. Der S&P- und der Nasdaq-Future geben um 0,1 Prozent nach.
Als einziges Konjunkturdatum wurde der Empire State Manufacturing Index veröffentlicht. Er erreichte im September einen Stand von 7,6 Punkten. Volkswirte hatten im Konsens einen weniger deutlichen Rückgang auf 15,0 Punkte von 20,6 im Vormonat erwartet.
Die Ölpreise steigen nach dem zwischenzeitlichen Rücksetzer am Vortag wieder, weil unter anderem eine wichtige saudi-arabische Ölpipeline nach einem Angriff weiter zunächst stillgelegt ist. Das befeuert Versorgungsängste. Das Barrel Brentöl verteuert sich um 0,9 Prozent auf 106,60 Dollar, notiert damit aber unter seinem Tageshoch. Am Vortag kostete es kurz fast 110 Dollar. Der hohe Ölpreis nährt wiederum Inflationssorgen und treibt die Marktzinsen weiter nach oben.
Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen steht 3 Basispunkte höher bei 5 Prozent, im Tageshoch erreichte sie aber 5,04 Prozent. Der Dollar folgt den Renditen nach oben. Mit dem Dollarindex geht es um 0,3 Prozent aufwärts. Der Euro fällt auf rund 1,1540 Dollar. Am Markt wird erwartet, dass die US-Notenbank auf ihrer zweitägigen Sitzung, die am heutigen Dienstag beginnt, eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte beschließen wird.
Im KI-Universum lastet weiterhin die Debatte um eine stärkere Regulierung der Entwicklung Künstlicher Intelligenz auf der Stimmung, die Anthropic-CEO Dario Amodei am Wochenende angestoßen hat. Er plädiert für eine langsamere Weiterentwicklung, damit die Entwicklung von Mechanismen zur Risikoprävention Schritt halten kann.
Am Montag kräftig abverkaufte Chipaktien verzeichnen vorbörslich am Dienstag eine kleine Gegenbewegung. Nvidia und Sandisk gewinnen 0,6 und 1,2 Prozent, Intel rücken um 1,7 Prozent vor. Die Aktie des Energietechnikunternehmens GE Vernova erholt sich um 1,5 Prozent.
Dave & Buster's brechen um 12 Prozent ein, nachdem das Event-Gastronomie-Unternehmen im zweiten Quartal schwächer als erwartet abgeschnitten hat und in die roten Zahlen gerutscht ist.
Vor einer Abstimmung im US-Senat über einen regulatorischen Rahmen für Kryptowährungen gibt Bitcoin um 2,8 Prozent nach. Das belastet auch Aktien der Kryptobranche. Unter anderem fallen Coinbase um 4,4 und Robinhood Markets um 2,4 Prozent.
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(END) Dow Jones Newswires
September 15, 2026 08:43 ET (12:43 GMT)
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