MARKT USA/Rückgang der Marktzinsen dürfte Börse stützen

03.09.2026 / 12:24 Uhr

Die US-Börsen dürften am Donnerstag wenig verändert in den Handel starten. Die Futures auf die großen Aktienindizes treten vorbörslich mehr oder weniger auf der Stelle. Stützend wirken die wieder leicht gesunkenen Marktzinsen. Auf der anderen Seite dämpfen jedoch weiter gestiegene Ölpreise die Kauflust der Anleger. Die meisten dürften sich auch in Erwartung des offiziellen Arbeitsmarktberichts für August am Freitag zurückhalten. Der am Mittwoch veröffentlichte Arbeitsmarktbericht des privaten Anbieters ADP hatte einen schwächeren Beschäftigungsaufbau im vergangenen Monat gezeigt als angenommen.

Am Donnerstag wird zunächst die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Hier wird ein geringfügiger Anstieg im Vergleich zur Vorwoche erwartet, wobei sich die Gesamtzahl der Anträge noch immer auf vergleichsweise niedrigem Niveau bewegen dürfte. Auf der Agenda stehen noch vor der Startglocke ferner die Handelsbilanz aus dem Juli und die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft im zweiten Quartal in zweiter Lesung. Etwas später folgen der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex und der ISM-Index, jeweils für das nicht-verarbeitende Gewerbe im August.

Auch einige Unternehmenszahlen müssen verarbeitet werden. So hat Broadcom überraschend starke Zahlen zum dritten Geschäftsquartal veröffentlicht und einen ermutigenden Ausblick gegeben. Vor allem die Unternehmensprognose des KI-Umsatzes für das Jahr 2028 habe die hohen Erwartungen erfüllt, kommentiert Bernstein. Den Anlegern reicht das aber offenbar nicht; die Aktie fällt vorbörslich um 3,7 Prozent.

Auch Hewlett Packard Enterprise (-3,2%) hat dank einer starken KI-bezogenen Nachfrage besser als erwartet abgeschnitten und die langfristigen Ziele erhöht. Hier bemängeln Beobachter jedoch die Unternehmensprognose eines sich verlangsamenden Umsatzwachstums in der Cloud- und KI-Sparte und knapperer Margen im kommenden Jahr.

Snowflake hat derweil im zweiten Geschäftsquartal den Verlust verringert und die Erwartungen des Markts übertroffen. Überdies erhöhte der Anbieter von Unternehmenssoftware die Umsatzprognose für das laufende Quartal und das Geschäftsjahr. Die Aktie springt um fast 24 Prozent nach oben.

Am Anleihemarkt sinkt die Zehnjahresrendite aktuell um 1 Basispunkt auf 4,79 Prozent. Der Dollar tendiert etwas leichter. Von den niedrigeren Marktzinsen und dem schwächeren Dollar profitiert wiederum der Goldpreis. Die Feinunze verteuert sich um 0,8 Prozent auf 4.423 Dollar. Der Preis für ein Barrel Brentöl steigt derweil um 1,5 Prozent auf 97 Dollar.

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September 03, 2026 06:23 ET (10:23 GMT)

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