PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

27.08.2026 / 06:19 Uhr

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

KI-STARTUPS - Noch nie haben deutsche Startups von Januar bis Juli mehr Geld eingesammelt als 2026. Das zeigen Zahlen des US-Datendienstes Pitchbook, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegen. Demnach gingen in den ersten sieben Monaten des Jahres 9,36 Milliarden Euro an Jungfirmen. Das sind etwa 800 Millionen Euro mehr als im gleichen Zeitraum des bisherigen Rekordjahrs 2022. Investoren und Experten rechnen auf Jahressicht mit einem neuen Höchststand. Auch europaweit legten die Investitionen in Startups im Vergleich zum Vorjahr zu. Treiber des Booms ist vor allem KI-Technologie. (Handelsblatt)

EURO-BONDS - In die Debatte um eine Vergemeinschaftung europäischer Schulden kommt neue Bewegung. So schlägt der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, eine schrittweise Vergemeinschaftung vor. "Um den Euro als ernstzunehmende Leitwährung aufzuwerten, müssen umfassende institutionelle Reformen umgesetzt werden", schreibt Hüther in einem Papier mit dem Titel "Der Euro als internationale Leitwährung", das dem Handelsblatt vorliegt. "Zentral sind hierbei die Vollendung der europäischen Kapitalmarktunion sowie die Schaffung eines einheitlichen europäischen Referenzwerts durch gemeinsame Safe Assets (Euro-Bonds)." Der Vertrauensverlust, den die Politik von US-Präsident Donald Trump unter Investoren auslöse, müsse Europa nutzen. (Handelsblatt)

SPARKASSEN - Die Konsolidierung unter Sparkassen und Genossenschaftsbanken wird sich nach Expertenmeinung ungebrochen fortsetzen und sogar beschleunigen. "Zunehmend ist festzustellen, dass in Regionen ein Nukleus entsteht, an den sich weitere Institute quasi als Satelliten andocken können", sagt Frank Heitkamp, Partner bei der Beratungsgesellschaft ZEB. Er hat zusammen mit seinem Kollegen Malte Flieger eine Studie über Bankenfusionen erstellt. Die beiden gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2030 die Zahl der Kreditgenossenschaften auf 520 schrumpfen wird, nachdem es Ende vergangenen Jahres noch 646 waren. Bei den Sparkassen sehen die Experten die Zahl im gleichen Zeitraum von 342 auf 314 sinken. Im Vordergrund bei den Fusionen stehen wirtschaftliche Überlegungen; bei den Genobanken hatte es jedoch auch zahlreiche Sanierungsfälle gegeben, die sich unter das Dach eines stärkeren Instituts gerettet haben. (Börsen-Zeitung)

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August 27, 2026 00:18 ET (04:18 GMT)

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