EZB/Cipollone sieht keine Stagflation durch Iran-Krieg

24.08.2026 / 09:44 Uhr

Von Hans Bentzien

DOW JONES--EZB-Direktor Pierro Cipollone glaubt nicht, dass es wegen des Iran-Kriegs und der Sperrung der Straße von Hormus zu einer stagflationären Entwicklung kommt. "Niemand hat eine Kristallkugel, aber ich halte dieses Risiko für eher gering", sagte er in einem Interview mit ilsussidiario.net. Zum einen gebe es Anzeichen dafür, dass die Krise bald gelöst werden könnte, was auch der Ölpreis widerzuspiegeln scheine. Zum anderen deuteten die neuesten verfügbaren Daten darauf hin, dass sich die europäische Wirtschaft zwar abkühle, sich aber als widerstandsfähiger erweise als erwartet.

"Gleichzeitig verläuft die Inflation im Einklang mit dem Basisszenario der jüngsten, im vergangenen Juni veröffentlichten Projektionen und scheint von den ungünstigen und schweren Szenarien weit entfernt zu sein", erläuterte Cipollone. Die EZB müsse die Veränderungen im makroökonomischen Umfeld natürlich weiterhin genau beobachten, aber vorerst gebe es keine Anzeichen, die auf ein Stagflationsszenario hindeuteten.

Kontakt: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/sha

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