PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

20.08.2026 / 06:18 Uhr

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

BUNDESBANK - Der scheidende Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz hat die umstrittene Kündigung von Konten und Depots der Beschäftigten verteidigt. "Wir im Vorstand haben für unseren Beschluss keinen Applaus erwartet", sagte Balz im Interview mit dem Handelsblatt. "Natürlich hat mir die Trennung von den Personalkonten keine Freude gemacht. Ich weiß, dass viele in der Bundesbank sie gern behalten hätten." Balz zufolge ist es keine Option, die bestehenden rund 21.000 Konten weiterzuführen und lediglich keine neuen Konten und Depots mehr zu eröffnen. "Dann müssten wir das Angebot noch über Jahrzehnte fortführen", sagte Balz. "Immerhin haben wir eine längere Übergangszeit bis Ende 2029 eingeräumt." (Handelsblatt)

AUTOINDUSTRIE - Der Autoindustrie steht eine harte Auseinandersetzung um Besitzstände der Beschäftigten bevor. Nach Handelsblatt-Informationen wollen die Autokonzerne in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie im Herbst darauf drängen, Sonderzahlungen zu streichen und teils die Arbeitszeit zu erhöhen. Man werde "in Deutschland bei allen Sonderzahlungen prüfen, welche wir uns weiterhin leisten können", schrieb das Management von Mercedes-Benz jüngst an die Beschäftigten. Aufsichtsratschef Martin Brudermüller forderte im Handelsblatt eine Rückkehr zur 40-Stunden-Woche. Auch Volkswagen und BMW planen Einschnitte. (Handelsblatt)

VERMÖGENSVERTEILUNG - Die Vermögensungleichheit in Deutschland hat sich entgegen anderslautenden Behauptungen in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten nicht weiter erhöht, sondern ist eher etwas zurückgegangen. Das zeigt eine noch unveröffentlichte Studie, die das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) für die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW) erstellt hat. Zwar zeigten einschlägige Kennziffern, dass die Schere zwischen arm und reich vom Ende 90er-Jahre an bis zum Beginn der Weltfinanzkrise im Jahr 2008 tatsächlich weiter auseinandergegangen sei. Seither sei die Entwicklung aber leicht rückläufig, heißt es in der Untersuchung, die der Süddeutschen Zeitung vorab vorlag. (Süddeutsche Zeitung)

M&A - In Deutschland bahnen sich derzeit so viele Fusionen und Übernahmen an wie seit dem M&A-Boom 2021 nicht mehr. Das Volumen angekündigter Deals ist hierzulande bis Mitte August um 72 Prozent auf 158 Milliarden US-Dollar geklettert. Hochgerechnet auf das ganze Jahr würde 2026 sogar das Rekordjahr 2021 übertreffen. Das geht aus Refinitiv-Daten hervor, die Morgan Stanley für die Börsen-Zeitung zusammengestellt hat. (Börsen-Zeitung)

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August 20, 2026 00:17 ET (04:17 GMT)

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