MÄRKTE ASIEN/Sorgen um Iran-Krieg belasten - Chip-Werte unter Druck
19.08.2026 / 09:36 Uhr
DOW JONES--Mit teils kräftigen Verlusten haben die asiatischen Aktienmärkte zur Wochenmitte den Handel beendet. Die Sorgen vor einer weiteren Eskalation des Iran-Kriegs sowie deutliche Abgaben bei den Chip-Werten drückten auf die Stimmung. Der 60-tägige Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran ist am Montag ausgelaufen, und es gibt derzeit kaum Fortschritte auf dem Weg zu einer dauerhaften Einigung. US-Präsident Donald Trump sagte am Dienstag, es seien keine Gespräche mit dem Iran geplant.
In der Folge ging es für den Ölpreis erneut nach oben, was auch die Inflationssorgen weiter befeuerte. Ein Barrel der Sorte Brent stieg um 0,8 Prozent auf 91,70 US-Dollar. Hier belasteten vor allem die Sorgen über mögliche Lieferunterbrechungen. Wie das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) mitteilte, hat der Iran am Dienstag zwei ballistische Raketen in Richtung der Straße von Hormus abgefeuert und damit die Luftabwehr des Landes ausgelöst. Die Raketen hätten auf den Seeverkehr gezielt, seien aber schließlich ins Meer gefallen.
Die Renditen am US-Anleihemarkt kamen dagegen leicht von ihren am Vortag erreichten Höchstständen zurück. Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen hatte den höchsten Stand seit 2007 markiert. Die Rendite der 10-jährigen Papiere war auf das höchste Niveau seit Ende Juli gestiegen. Der Ausverkauf bei Anleihen spiegele mehrere Faktoren wider, hieß es: Inflationsängste, die durch steigende Energiepreise geschürt würden, wachsende Staatsdefizite und die Schuldenaufnahme im Technologie-Sektor zur Finanzierung der weiter steigenden Investitionen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI).
"Steigende Anleiherenditen, höhere Ölpreise und erneute geopolitische Bedenken belasten die Risikobereitschaft der Anleger", sagte Matt Simpson von StoneX.
Besonders kräftig fielen die Verluste erneut an der Börse in Seoul aus, wo der Kospi um 5,8 Prozent einknickte. Hier zogen die starken Kursabgaben bei den Index-Schwergewichten Samsung Electronics (-7,5%) und SK Hynix (-9,9%) den Markt nach unten. In Tokio baute der Nikkei-225 seine Verluste im späten Handel noch aus; er schloss 3,2 Prozent im Minus und damit auf dem tiefsten Stand seit zwei Wochen. Auch hier belasteten die Verluste im Technologie-Sektor. Teilnehmer verwiesen auf die schwachen US-Vorgaben. So gaben Renesas Electronics um 9,1 Prozent nach, und Fujikura fielen um 9,7 Prozent. Für die Papiere von Sumitomo Electric Industries ging es um 8,7 Prozent abwärts.
An den chinesischen Börsen zeigte sich dagegen ein geteiltes Bild. Während der Shanghai-Composite um 2,4 Prozent fiel, legte der Hang-Seng-Index in Hongkong im späten Handel um 0,1 Prozent zu. Investoren schichteten Kapital um und griffen verstärkt bei günstiger bewerteten chinesischen und in Hongkong gelisteten Aktien zu, hieß es. So stiegen die Titel von Tencent um 1,0 Prozent. In Sydney fiel der S&P/ASX-200 um 0,2 Prozent, der damit bereits den sechsten Handelstag in Folge mit Abgaben schloss.
Bei den Einzelwerten stiegen in Sydney die Aktien von Mirvac um 6,5 Prozent. Der Immobilienkonzern meldete einen starken Anstieg des Jahresgewinns und prognostizierte höhere Ausschüttungen für das laufende Geschäftsjahr. Dagegen fielen Breville Group um 4,2 Prozent, obwohl das Unternehmen für das Geschäftsjahr einen Rekordumsatz von 1,81 Milliarden australische Dollar meldete. Auslöser für den Kursrückgang waren das enttäuschende Gewinnwachstum, sinkende Bruttomargen sowie die Warnung vor andauernden Zoll- und Kostenbelastungen ohne konkrete Prognosen für das nächste Jahr.
=== INDEX zuletzt +/- % % YTD Handelsschluss S&P/ASX 200 (Sydney) 9.053,80 -0,2 +3,9 8:00 Topix 500 (Tokio) 3.133,25 -3,1 +17,8 8:00 Kospi (Seoul) 6.471,17 -5,8 +53,6 8:30 Hang-Seng (Hongkong) 25.505,21 +0,1 -0,5 10:00 Shanghai-Composite 3.894,42 -2,4 -2,0 9:00 Straits-Times (Singapur) 5.684,03 -0,3 +22,3 11:00 IDX Comp. (Indonesien) 6.412,33 -0,6 0,0 10:00 KLCI (Malaysia) 1.731,90 -0,1 +3,1 10:00 DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Di, 13:30 % YTD EUR/USD 1,1591 +0,2 1,1574 1,1574 -1,3 EUR/JPY 184,59 -0,1 184,73 184,87 +0,3 EUR/GBP 0,8556 +0,0 0,8553 0,8559 -1,8 USD/JPY 159,24 -0,2 159,62 159,73 +1,7 USD/KRW 1.398,50 -1,0 1.412,64 1.410,09 -2,9 USD/CNY 6,7395 -0,1 6,7426 6,7420 -3,6 USD/CNH 6,7408 -0,1 6,7457 6,7460 -3,4 USD/HKD 7,8432 -0,0 7,8439 7,8432 +0,8 AUD/USD 0,7069 -0,2 0,7086 0,7105 +6,0 NZD/USD 0,5869 -0,1 0,5874 0,5878 +2,0 BTC/USD 64.332,14 -0,4 64.558,15 64.300,83 -26,6 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 85,66 +0,9 0,72 84,94 Brent/ICE 91,70 +0,8 0,68 91,02 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.348,49 +0,3 15,16 4.333,33 Silber 63,16 -0,2 -0,14 63,30 Platin 1.713,58 +0,1 1,58 1.712,00 (Angaben ohne Gewähr) ===
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