MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

18.08.2026 / 07:32 Uhr

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Ein US-Gericht hat dem Antrag der US-Wettbewerbsbehörde FTC stattgegeben, Henkel an dem Erwerb des US-Unternehmens Liquid Nails zu hindern. Liquid Nails ist ein Konkurrent von Henkels Bauklebstoffmarke Loctite.

Wie die FTC am Montag mitteilte, hat das US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York am Freitag dem Antrag der FTC auf eine dauerhafte einstweilige Verfügung zur Blockade des geplanten Deals stattgegeben. Dies geschah nach siebentägigen Verhandlungen.

Im Rahmen der geplanten Transaktion wollte der Düsseldorfer Konsumgüterhersteller Liquid Nails für 725 Millionen US-Dollar vom Private-Equity-Unternehmen American Industrial Partners kaufen. Die FTC hatte dagegen im Dezember 2025 geklagt, um den Deal zu blockieren. Sie machte geltend, dass dadurch die beiden größten Marken für Bauklebstoffe zusammengelegt würden. Dies würde den Wettbewerb beeinträchtigen und zu höheren Preisen sowie geringerer Qualität führen.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

08:00 GB/Klarna Group plc, Ergebnis 2Q

08:30 DE/Einhell Germany AG, Ergebnis 1H

10:00 DE/Elmos Semiconductor SE, ao HV

11:30 CN/Xiaomi Inc, Ergebnis 2Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

-GB 
    08:00 Arbeitsmarktdaten Juli 
          Arbeitslosenquote 3 Monate (ILO) 
          PROGNOSE: 4,8% 
          zuvor:    4,9% 
 
-DE 
    11:00 ZEW-Index Konjunkturerwartungen August 
          PROGNOSE:  30,0 
          zuvor:     26,3 
          Konjunkturlage 
          PROGNOSE: -69,6 
          zuvor:    -77,6 
 
-US 
    14:30 Baubeginne/-genehmigungen Juli 
          Baubeginne 
          PROGNOSE: -6,1% gg Vm 
          zuvor:   +19,0% gg Vm 
          Baugenehmigungen 
          PROGNOSE: -0,5% gg Vm 
          zuvor:    -3,0% gg Vm 
 
    14:30 Import- und Exportpreise Juli 
          Importpreise 
          PROGNOSE: +0,1% gg Vm 
          zuvor:    +0,3% gg Vm 
 
    15:15 Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung Juli 
          Industrieproduktion 
          PROGNOSE: +0,4% gg Vm 
          zuvor:    +0,1% gg Vm 
          Kapazitätsauslastung 
          PROGNOSE: 76,4% 
          zuvor:    76,1% 
 

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell: 
Index                       zuletzt  +/- % 
DAX Futures               26.302,00   -0,5 
E-Mini-Future S&P-500      7.739,25   -0,4 
E-Mini-Future Nasdaq-100  29.883,75   -0,7 
Topix (Tokio)              4.150,86   -0,8 
Hang-Seng (Hongk.)        25.261,13   -0,8 
Shanghai-Comp.             3.962,31   -0,5 
 
 
Montag: 
INDEX               zuletzt  +/- % 
DAX               26.338,61   -0,4 
DAX-Future        26.410,00   -0,3 
MDAX              32.356,98   -0,3 
TecDAX             4.093,24   -0,3 
SDAX              18.486,32   -0,8 
Euro-Stoxx-50      6.530,45   -0,1 
Stoxx-50           5.500,53   -0,1 
XDAX              26.296,90   -0,2 
Dow-Jones         53.459,78   -0,5 
S&P-500            7.745,06   -0,5 
Nasdaq Composite  26.644,91   -0,3 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Europas Börsen dürften mit Abgaben in den Handel am Dienstag starten. US-Präsident Donald Trump hat erklärt, den ohnehin brüchigen Waffenstillstand mit dem Iran nicht verlängern zu wollen. Der Ölpreis zieht daraufhin weiter an. Neben dem weiter steigenden Ölpreis haben Anleger die weiter steigenden Renditen an den Anleihemärkten genau im Blick. So sind etwa die Renditen 10- und 30-jähriger Bundesanleihen gestern auf neue 15-Jahres-Hochs geklettert. "Damit werden Renten bei der Kapitalallokation zur immer größeren Konkurrenz für Aktien", so QC Partners. Dazu verteuerten die steigenden Zinsen nicht nur die Refinanzierungen der Staaten, sondern auch der Unternehmen.

Rückblick: Knapp behauptet - Marktteilnehmer verfolgten weiter aufmerksam die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten. Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Konfliktes sind ins Stocken geraten. US-Präsident Donald Trump deutete am Freitag an, dass die USA nach Ende des Krieges die Kontrolle über die Straße von Hormus übernehmen könnten. Auch hat Trump dem Oman mit Bombardierung gedroht, sollte dieser sich den Bemühungen der USA um ein Friedensabkommen mit dem Iran "in den Weg stellen". Ein Blick auf den Kalender zeigt, dass für die kommenden Tage von der Seite kaum Impulse zu erwarten sind. Aus dem Stoxx-600 berichten im Verlauf der Woche nur noch 30 Unternehmen, gewichtige Konjunkturdaten stehen mit den Einkaufsmanager-Indizes erst am Freitag im Kalender. Bei SIG Group (-17,8%) belastete, dass CEO Mikko Keto überraschend das Unternehmen verlässt, es ist bereits der zweite CEO-Wechsel innerhalb kurzer Zeit. Keto war erst im Frühjahr 2026 zum Unternehmen gestoßen und hat für die Analysten von Vontobel frühzeitig einen konstruktiven Eindruck auf Investoren gemacht. Die Entscheidung, mit Ann-Kristin Erkens eine CEO zu ernennen, die gleichzeitig weiterhin als CFO fungiere, habe einen klaren Übergangscharakter und lasse eine wichtige Governance-Frage ungelöst, bis ein permanenter CFO-Nachfolger benannt ist. Der Kapitalmarkttag am 27. Oktober wird für die Analysten nun zu einem zentralen Katalysator. Das Management habe dann eine klare und glaubwürdige Erklärung für den Führungswechsel zu liefern.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Etwas leichter - Die Nachrichtenlage von Unternehmensseite war extrem dünn, daher lieferten Analysten mit ihren Umstufungen Impulse für Einzelwerte. So hat die Bank of America die Aktie von Salzgitter mit "Kaufen" wieder aufgenommen, die Aktie schloss 3,4 Prozent höher. Im DAX ging es für Infineon um 0,4 Prozent nach oben, hier soll Goldman Sachs optimistischer sein. Die hohen Renditen an den Anleihemärkten machen Investitionen in den Immobiliensektor weiter unattraktiv. So fielen Vonovia um 1,8 Prozent zurück, Grand City Properties um 3,2 Prozent oder LEG Immobilien um 1,6 Prozent. OHB legten um 2,5 Prozent zu. Hier wurde positiv gewertet, dass das Unternehmen am Aufbau einer sicheren Satellitenkonstellation der Europäischen Union beteiligt werde, so ein Marktteilnehmer. Steyr Motors (-22,1%) hat die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 angepasst und die Mittelfristprognose für das Geschäftsjahr 2027 zurückgenommen. Als Grund nannte das Unternehmen Verzögerungen bei internationalen Defense-Projekten, insbesondere infolge verzögerter öffentlicher Beschaffungs-, Genehmigungs- und Abnahmeprozesse.

USA - AKTIEN

Etwas leichter - Steigende Ölpreise dämpften die Kauflaune. Die Erwartungen einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank im Rahmen der September-Sitzung haben sich nach den jüngsten US-Konjunkturdaten deutlich reduziert. Mehrheitlich wird nun von einer Bestätigung des Zinsniveaus ausgegangen. Mit Blick auf die US-Berichtssaison stehen nur noch wenige Highlights an. Im Fokus könnten wegen Hinweisen auf das Konsumverhalten in den USA im Wochenverlauf die Ergebnisse von Home Depot und Walmart stehen. Die Blicke richteten sich zudem bereits auf das Protokoll der Fed-Sitzung vom Juli, welches am Mittwoch veröffentlicht wird. Hier erhofft man sich Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs der Fed. Für die Apple-Aktie ging es um 0,1 Prozent nach unten. Die US-Regierung forderte Apple auf, keine Speicherchips aus China zu kaufen. Das sagte US-Handelsminister Howard Lutnick in einem Interview. Vor diesem Hintergrund zeigten sich Chip-Werte mit Kursgewinnen. So stiegen Seagate und Western Digital um 2,2 bzw. 5,4 Prozent. Die Aktien von Chiphersteller Marvell gewannen 5,5 Prozent und Sandisk kletterten um weitere 8,9 Prozent.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries  Rendite    +/-  Tageshoch  Tagestief 
2 Jahre           4,18  +1,00       4,18       4,15 
10 Jahre          4,73  +0,03       4,72       4,67 
 

Die Renditen am US-Anleihemarkt bauten ihre Aufschläge vom Freitag noch leicht aus. Die Rendite zehnjähriger Titel stieg um 3 Basispunkte auf 4,73 Prozent. Die Marktteilnehmer hätten auch hier auf das Fed-Protokoll am Mittwoch gewartet, hieß es.

+++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN        zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag  Mo, 18:49 
EUR/USD         1,1572   -0,1   -0,0007          1,1579     1,1589 
EUR/JPY         184,78   +0,1    0,1500        184,6300   184,7000 
EUR/CHF          0,939   +0,0    0,0002          0,9388     0,9384 
EUR/GBP         0,8547    0,0    0,0000          0,8547     0,8544 
USD/JPY         159,67   +0,2    0,2400        159,4300   159,3600 
GBP/USD         1,3536   -0,1   -0,0007          1,3543     1,3560 
USD/CNY         6,7441   +0,1    0,0042          6,7399     6,7399 
USD/CNH          6,747   +0,1    0,0051          6,7419     6,7413 
AUS/USD         0,7098   -0,1   -0,0005          0,7103     0,7113 
Bitcoin/USD  64.190,57   -0,3   -164,49       64.355,06  64.079,02 
 

Der Dollar baute seine Abgaben vom Freitag weiter aus - der Dollar-Index fiel um 0,2 Prozent. Die jüngsten schwachen Daten zum US-Arbeitsmarkt und Einzelhandelsumsätzen, kombiniert mit gedämpften Inflationswerten, haben Anleger dazu veranlasst, ihre Erwartungen an Zinserhöhungen zurückzuschrauben. Dennoch könnte der Rückgang begrenzt sein, wenn die Unsicherheit im Nahen Osten und die daraus resultierenden Inflationssorgen andauerten, so Paolo Broccardo von BankPro.

+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle        zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold          4.394,55   -0,5    -20,64        4.415,19 
Silber           65,19   -0,9     -0,61           65,80 
Platin        1.752,11   -1,0    -18,03        1.770,14 
 

Der Goldpreis legte mit dem schwachen Dollar zu. Die Feinunze erhöhte sich um 1,2 Prozent auf 4.426 Dollar. Hier stützte zudem die Erwartung, dass die Fed die Zinsen im September bestätigen dürfte.

ÖL

ROHOEL         zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex        85,24   +0,9      0,74            84,5 
Brent/ICE        91,48   +0,7      0,61           90,87 
 

Für die Ölpreise ging es nach oben. Ein Barrel der Sorte Brent verteuerte sich um 2,7 Prozent auf 90,87 Dollar. Händler verwiesen auf die ins Stocken geratenen Verhandlungen über die Wiederöffnung der Straße von Hormus. US-Präsident Trump hatte gesagt, er habe es nicht eilig, den Konflikt beizulegen. Auftrieb erhielten die Preise auch von der Nachricht, dass der Iran einen Öltanker der Emirate in der Meerenge aufgebracht habe.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

ZOLLSTREIT USA / KANADA

Der kanadische Premierminister Mark Carney rechnet damit, mit Präsident Trump über die Absicht Washingtons zu sprechen, einen Zoll von 50 Prozent zu erheben. Das Gespräch könnte bereits am Mittwoch stattfinden. Betroffen wären kanadische Importe im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar.

ALPHABET

Die Tochter Google hat Zulieferern mitgeteilt, dass das Unternehmen plane, ab dem kommenden Jahr alle seine Pixel-Produkte außerhalb Chinas zu produzieren. Dies berichtet Nikkei unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen, die dabei auf die andauernden Spannungen zwischen den USA und China verwiesen.

BHP

Der nach Marktwert weltgrößte Bergbaukonzern mit Sitz in Australien wies für die zwölf Monate bis Ende Juni einen Nettogewinn von 9,83 Milliarden US-Dollar aus, nach 9,02 Milliarden Dollar im Vorjahr. Eine bereits angekündigte Abschreibung in Höhe von 2,3 Milliarden Dollar auf ein Kaliprojekt in Kanada belastete das Ergebnis. Das bereinigte Ergebnis betrug 13,20 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspreche. Analysten hatten laut einer von Visible Alpha zusammengestellten Konsenserwartung mit einem bereinigten Ergebnis von rund 12,66 Milliarden Dollar gerechnet.

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/cln

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August 18, 2026 01:31 ET (05:31 GMT)

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