PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
17.08.2026 / 07:02 Uhr
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
AUTOBRANCHE - Angesichts wachsender Konkurrenz aus China erwägt die deutsche Autolobby eine härtere handelspolitische Positionierung. Mit Blick auf die Volksrepublik werde derzeit analysiert, "inwiefern Anpassungen unserer Positionen erforderlich sind oder nicht", sagte eine Sprecherin des Verbands der deutschen Automobilindustrie (VDA) dem Handelsblatt. Jahrelang gehörte die Branche zu den entschiedensten Gegnern zusätzlicher Handelsbarrieren gegen China. Ein Kurswechsel könnte die Debatte in der Bundesregierung dazu deutlich beeinflussen. (Handelsblatt)
RUSSLAND - Die EU will die Sanktionen gegen Russland in den kommenden Monaten deutlich ausweiten. "Im Herbst werde ich die weitreichendste Sanktionsliste seit Beginn des Krieges vorlegen. Sollte sie beschlossen werden, wird sich die Zahl der sanktionierten russischen Personen, Unternehmen und Organisationen sofort um ein Drittel erhöhen. Der Druck muss verstärkt werden, bis Russland den Krieg beendet", sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas im Interview (Welt).
KONJUNKTUR - Die größten deutschen Vermögensverwaltungsgesellschaften DWS und Union Investment rechnen für dieses Jahr mit einer deutlichen Belebung der Konjunktur in Deutschland. In einem Gastbeitrag für Bild erklärten die beiden Vorstandschefs Stefan Hoops und Andre Haagmann, sie erwarteten für 2026 einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,2 Prozent. Deutschland sei "wirtschaftlich stärker, als viele glauben", schreiben Hoops und Haagmann: "Deutschlands Wirtschaft ist im ersten Halbjahr 2026 gewachsen. Hochgerechnet aufs ganze Jahr erwarten wir rund 1,2 Prozent - trotz Iran-Krieg und Ölpreis-Schock." Die beiden Firmenchefs betonten, die deutsche Wirtschaft habe sich "zuletzt widerstandsfähiger gezeigt". (Bild)
ALTERSTEILZEIT - Im Interview machen Arbeitgeber und Gewerkschaft der privaten Banken gemeinsam mobil, um die Regelungen zur Altersteilzeit beizubehalten. Sie befürchten ansonsten Probleme für einen sozialverträglichen Stellenabbau. (Börsen-Zeitung)
ASYL - Die Zahl der freiwilligen Ausreisen von Migranten und abgelehnten Asylsuchenden ist deutlich angestiegen. Im ersten Halbjahr 2026 kehrten insgesamt 9.276 Menschen im Rahmen von Rückkehrprogrammen des Bundes zurück in ihre Heimatländer. Das teilte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) auf Nachfrage der Funke Mediengruppe mit. Im ersten Halbjahr 2025 waren es zum Vergleich 7.348 Personen, die freiwillig über das humanitäre Rückkehrförderprogramm Reag/Garp ausgereist waren. (Funke Mediengruppe)
US-INVESTITIONEN - Deutsche Unternehmen treten bei Investitionen in den USA auf die Bremse. Im ersten Halbjahr haben sie einer Studie zufolge ihr Engagement um fast zwei Drittel zurückgefahren. Demnach flossen nur noch rund ?4,3 Milliarden Euro an deutschen Direktinvestitionen in die weltgrößte Volkswirtschaft, wie aus Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) auf Basis von Bundesbank-Daten hervorgeht. (REUTERS)
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August 17, 2026 01:02 ET (05:02 GMT)
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