PRESSESPIEGEL/Unternehmen
30.07.2026 / 06:11 Uhr
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
DEUTSCHE BAHN - Die Deutsche Bahn hat im ersten Halbjahr 2026 erstmals seit sieben Jahren wieder einen Gewinn im Kernbereich erzielt. Wie die Bild-Zeitung berichtet, schloss der bundeseigene Konzern die ersten sechs Monate des Jahres mit einem Überschuss im dreistelligen Millionenbereich ab. Zur Jahreshälfte 2025 hatte die Bahn noch einen Verlust von rund 760 Millionen Euro verzeichnet. Offiziell vorgestellt werden die Halbjahreszahlen am Donnerstag. Gleichzeitig verzeichnete die Bahn laut Bild einen neuen Passagierrekord. Im ersten Halbjahr nutzten demnach rund 960 Millionen Fahrgäste die Züge des Konzerns. Das ist der höchste Wert seit der Corona-Zeit und bedeutet 17 Millionen Fahrgäste mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. (Bild)
STRÖER - Die Private-Equity-Investoren I Squared Capital und Infravia Capital aus Paris wollen den Außenwerbekonzern Ströer übernehmen. Entsprechende Informationen wurden der Börsen-Zeitung aus unternehmensnahen Kreisen bestätigt. I Squared wollte sich auf Anfrage nicht äußern, Infravia war zunächst nicht erreichbar. Zuvor hatte das Manager Magazin berichtet. Mit den beiden entscheidenden Aktionären sind sich die Finanzinvestoren offenbar bereits einig: Gut 24 Prozent der Anteile gehören CEO Udo Müller, weitere knapp 20 Prozent hält Dirk Ströer. Zwischen beiden besteht ein Poolvertrag. Während Ströer dem Vernehmen nach bereit sein soll, sein komplettes Paket anzudienen, ist bei Müller ein Teilverkauf im Gespräch. Der CEO soll weiter an Bord bleiben. Kolportiert wird ein Kaufpreis zwischen 44 und 45 Euro je Aktie, was einer Gesamtbewertung von etwa 2,5 Milliarden Euro entsprechen würde. (Börsen-Zeitung)
PORSCHE - Porsche-Chef Michael Leiters will den Sportwagenhersteller neu ausrichten. Wie er im Interview mit der FAZ ausführte, läuft die Neuaufstellung in drei Phasen. In den kommenden zwei Jahren gehe es darum, Kosten zu senken und das Unternehmen finanziell robuster zu machen. Die zweite Phase beginne mit neuen Produkten. Eine wichtige Rolle spiele das geplante neue Verbrenner-Pendant zum elektrischen Kompakt-SUV Macan. Es werde allerdings Zeit brauchen, bis der Wagen einen spürbaren Beitrag zu Umsatz und Profitabilität leistet. Das dürfte eher 2028 oder 2029 der Fall sein. Danach folgen weitere Produktneuheiten, die das Ergebnis verbessern sollen. Insgesamt sei die Strategie auf zehn Jahre angelegt. "Deshalb nennen wir sie auch "Sportwagenschmiede 2035'", so Leiters. (FAZ)
BERENBERG - Die Hamburger Privatbank Berenberg prüft nach einem Bilanzskandal und dem Austausch ihrer Führungsspitze eine Änderung ihrer Rechtsform. Das erfuhr das Handelsblatt von Personen, die mit dem Sachverhalt vertraut sind. "Ziel ist ein Aufsichtsrat für die Bank", sagte eine von ihnen. Die Bank prüfe unterschiedliche Optionen, hieß es. Ein Sprecher der Bank wollte sich zu den Informationen nicht äußern. Bislang ist Berenberg als Kommanditgesellschaft (KG) organisiert. In dieser Rechtsform haben die übrigen Gesellschafter - die Kommanditisten - im Wesentlichen nur Informationsrechte, aber keine Kontroll- und Eingriffsmöglichkeiten wie Aufsichtsräte einer Aktiengesellschaft. So kann der Verwaltungsrat einer KG etwa keine Vorstände austauschen. Im Fall von Berenberg entzog die Bafin dem ehemaligen Führungstrio Hendrik Riehmer, David Mortlock und Christian Kühn die Geschäftsführung und setzte Hans-Walter Peters sowie Michael Horf als Geschäftsleiter ein. (Handelsblatt)
PORSCHE - Der Sportwagenbauer Porsche will den Großteil seines milliardenschweren Sparpakets über Einschnitte beim Personal heben. Das geht aus internen Unterlagen hervor, die der Vorstand in der vergangenen Woche dem Aufsichtsrat vorgelegt hat. Sie liegen auch dem Handelsblatt vor. Demnach soll allein die Reduzierung des Personals, auf die sich Vorstand und Betriebsratsspitzen geeinigt haben, jährlich gut 400 Millionen Euro einbringen. Bis 2035 summieren sich die Einsparungen auf mehr als 3,6 Milliarden Euro. Zusammen mit weiteren Kostenoptimierungen und Produktivitätssteigerungen in den Werken kalkuliert Porsche intern mit einem Gesamteffekt von rund 5,7 Milliarden Euro. (Handelsblatt)
SIEMENS ENERGY - Siemens Energy erschließt sich mit einem "Listing light" in den USA eine breitere Investorenbasis. Papiere des deutschen Energietechnikkonzerns sind seit Mittwoch im Topsegment OTCQX der US-Handelsplattform OTC Markets handelbar. Beide Unternehmen bestätigten entsprechende Informationen des Handelsblatts vorab. Siemens Energy bekommt damit Zugang zu amerikanischen Privatanlegern und kleineren institutionellen Investoren, denen der Aufbau einer Infrastruktur zum Kauf von Aktien über die Frankfurter Wertpapierbörse zu aufwendig ist. Stattdessen können sie über OTC Markets nun Hinterlegungsscheine auf Aktien (American Depositary Receipts, kurz ADRs) handeln. (Handelsblatt)
X-FAB - Der Chip-Auftragsfertiger X-Fab möchte in den kommenden Jahren in Erfurt rund 400 Millionen Euro investieren. "Unser rasch wachsendes Geschäft erfordert zusätzliche Kapazitäten", sagt Vorstandschef Damien Macq dem Handelsblatt. Ende 2028 soll die neue Fertigungsstätte am Rande der Landeshauptstadt von Thüringen in Betrieb gehen. Laut Plan werden 100 neue Stellen geschaffen. Der Staat fördert das Vorhaben mit 127 Millionen Euro. Mit dem Ausbau zielt X-Fab auf ein Segment, das Europa industriell besonders benötigt: Es sind Chips für Autos, Industrie sowie Medizintechnik und nicht die modernsten Strukturgrößen, wie sie Apple oder Nvidia verlangen. (Handelsblatt)
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July 30, 2026 00:10 ET (04:10 GMT)
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