MARKT USA/Etwas leichter - Iran-Verhandlungen und Warsh-Aussagen im Fokus

01.07.2026 / 12:05 Uhr

Mit Abgaben dürfte die Wall Street am Mittwoch in den ersten Handelstag des zweiten Halbjahres starten. Für den Future auf den S&P-500 geht es um 0,3 Prozent nach unten. Im Fokus stehen weiterhin die Entwicklungen zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump habe eine Rückkehr zu einem umfassenden Krieg mit dem Iran abgewogen, heißt es von mit der Angelegenheit vertrauten Personen. Er habe sich aber entschieden, vorerst an Gesprächen festzuhalten. Trump habe seinen Beratern außerdem mitgeteilt, dass es für ihn in Ordnung sei, wenn die Verhandlungen mit Teheran eine Frist für ein Atom-Abkommen am 18. August überschreiten würden. Diese Entscheidung gibt den Gesprächen mehr Zeit. Die Ölpreise reagieren mit leichten Abgaben. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent fällt um 1,0 Prozent auf 72,19 Dollar.

Daneben warten die Marktteilnehmer auf Aussagen des neuen US-Notenbankpräsidenten Kevin Warsh auf dem Forum der Europäischen Zentralbank in Sintra. Bei seiner ersten Sitzung als Fed-Chef im Juni habe er die Notwendigkeit betont, die Inflation auf das Ziel von 2 Prozent zurückzuführen, so Chris Turner von der ING. Seitdem hätten Daten eine Kern-PCE-Inflation von 3,4 Prozent und einen weiterhin robusten Arbeitsmarktbericht gezeigt. Ein Widerstand gegen die Einpreisung von Zinserhöhungen durch den Markt "wäre eine große Überraschung", und seine Äußerungen böten stattdessen "Aufwärtsrisiken" für den Dollar, meint Turner. Für den Dollar-Index geht es um 0,2 Prozent nach oben.

Für Bewegung könnte auch wieder ein ganzer Schwung an Konjunkturdaten sorgen. Neben dem ADP-Arbeitsmarktbericht für Juni stehen der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe, ebenfalls für Juni, in zweiter Veröffentlichung, die Bauausgaben für Mai und der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe im Juni auf der Agenda.

Bei den Einzelwerten fällt die Nike-Aktie vorbörslich um 4,1 Prozent. Nike hat im vierten Geschäftsquartal einen neuerlichen Umsatzrückgang verzeichnet. Grund dafür sind die andauernden Schwierigkeiten aufgrund der Schwäche in China. Nike prognostiziert nun für den Zeitraum von März bis Ende November einen Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich, verglichen mit der vorherigen Prognose eines Rückgangs im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die Ergebnisse des Sportartikelkonzerns für das vierte Geschäftsquartal seien aber besser als befürchtet ausgefallen, heißt es von Jefferies.

Die Alcoa-Aktie reduziert sich um 4,5 Prozent. Der Aluminiumhersteller übernimmt die Bauxit-, Tonerde- und Aluminium-Bereiche des australischen Bergbauunternehmens South32 im Wert von bis zu 5,6 Milliarden US-Dollar.

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