MORNING BRIEFING - USA/Asien

01.07.2026 / 07:40 Uhr

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MITTWOCH: In Hongkong bleiben die Börsen wegen des Feiertages "Tag der Errichtung der Sonderverwaltungszone" geschlossen.

DONNERSTAG: Am US-Anleihemarkt findet lediglich ein verkürzter Handel statt.

FREITAG: In den USA bleiben die Finanzmärkte wegen des Unabhängigkeitstags am 4. Juli geschlossen.

+++++ TAGESTHEMA +++++

Nike hat seine Umsatzprognose gesenkt, nachdem der Druck auf die Verbraucher in den letzten Monaten weltweit zugenommen hat. Der Sneaker- und Bekleidungshersteller teilte mit, dass starke Trends vom März, insbesondere in Nordamerika, bis Mitte April schnell nachgelassen hätten. Dies gelte vor allem für das Geschäft mit Sportbekleidung und Jordan-Streetwear. Der Rückgang, der mit einer allgemeinen Verunsicherung der Verbraucher aufgrund des Krieges im Nahen Osten und steigender Benzinpreise zusammenfiel, habe höhere Rabatte erforderlich gemacht und belaste auch die zukünftigen Bestellungen für die Produkte des Unternehmens.

Angesichts des wirtschaftlichen Umfelds und der jüngsten Abverkaufstrends ergreife Nike nun Maßnahmen, um seine Bestellungen zu straffen und die Lagerbestände zu verwalten. Dies werde voraussichtlich den Umsatz belasten, aber die Margen verbessern, sagte Finanzvorstand Matthew Friend.

Der Gewinn von Nike im vierten Geschäftsquartal belief sich auf 1,07 Milliarden Dollar oder 72 Cent je Aktie, gegenüber 211 Millionen Dollar oder 14 Cent je Aktie im Vorjahr. Der Wert je Aktie des letzten Quartals enthält einen positiven Effekt von 52 Cent im Zusammenhang mit der erwarteten Rückerstattung von IEEPA-Zöllen. Die von Factset befragten Analysten hatten einen Gewinn von 12 Cent je Aktie prognostiziert.

Der Umsatz im vierten Quartal sank um 1 Prozent von 11,1 Milliarden Dollar auf 10,97 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit 10,85 Milliarden Dollar gerechnet. Die Umsätze im Großhandel stiegen um 4 Prozent, während die Umsätze im Direktvertrieb um 7 Prozent sanken. Die Umsätze stiegen in Nordamerika um 3 Prozent und im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Lateinamerika um 1 Prozent, fielen jedoch in der Region Europa, Naher Osten und Afrika um 1 Prozent. Einen besonders starken Rückgang verzeichnete das Unternehmen in China, wo die Umsätze um 12 Prozent einbrachen.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

Keine wichtigen Termine angekündigt.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

-US 
    14:15 ADP-Arbeitsmarktbericht Juni 
          Beschäftigung privater Sektor 
          PROGNOSE: +110.000 Stellen 
          zuvor:    +122.000 Stellen 
 
    15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe 
          (2. Veröffentlichung) Juni 
          PROGNOSE:     55,7 
          1. Veröff.:   55,7 
          zuvor:        55,1 
 
    16:00 Bauausgaben Mai 
          PROGNOSE:     +0,2% gg Vm 
          zuvor:        +0,4% gg Vm 
 
          ISM-Index verarbeitendes Gewerbe Juni 
          PROGNOSE:     53,9 Punkte 
          zuvor:        54,0 Punkte 
 

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

 
Index                         zuletzt  +/- % 
E-Mini-Future S&P-500        7.527,25   -0,3 
E-Mini-Future Nasdaq-100    30.427,00   -0,3 
S&P/ASX 200 (Sydney)         8.724,20   -0,6 
Topix-500 (Tokio)            4.016,64   +0,6 
Kospi (Seoul)                8.317,88   -1,9 
Shanghai-Composite           4.134,85   +1,0 
Hang-Seng-Index (Hongkong)  Feiertag 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Zur Wochenmitte lässt sich an den Börsen in Ostasien und Australien keine einheitliche Tendenz erkennen. An einigen Handelsplätzen stützen die starken Vorgaben der US-Börsen und heimische Konjunkturdaten, an anderen Börsen dominiert Vorsicht vor den US-Arbeitsmarktdaten am Donnerstag. Auch Gewinnmitnahmen spielen eine Rolle. In Tokio erhalten die Kurse Unterstützung von der ermutigenden Tankan-Umfrage der japanischen Zentralbank. Der Stimmungsindex der großen japanischen Industrieunternehmen ist überraschend gestiegen. Gesucht sind Technologie- und Elektronikaktien, die ihren am Vortag gestiegenen US-Pendants nach oben folgen. Tokyo Electron gewinnen 2 und Softbank Group 0,7 Prozent. An der Börse in Seoul dreht der Kospi nach anfangs deutlichen Kursgewinnen ins Minus. Allerdings hatte der Index im Juni einen starken Lauf. Starke heimische Exportdaten stützen nicht. Die südkoreanischen Exporte stiegen im Juni auf ein Rekordhoch und so stark wie zuletzt im Oktober 1978. Das Wachstum lag auch deutlich über der Konsensschätzung von Ökonomen. Gewinnmitnahmen drücken die Kurse der Chip-Aktien Samsung Electronics und SK Hynix um 4,3 und 2,5 Prozent. Die Börse in Shanghai tendiert fester und zeigt sich damit unbeeindruckt davon, dass der von RatingDog ermittelte Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Juni geringfügig zurückgegangen ist. Allerdings verharrte der Index im expansiven Bereich.

WALL STREET

INDEX              zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
DJIA             52.319,20   +0,3    +136,46       52.182,74 
S&P-500           7.499,36   +0,8     +58,93        7.440,43 
NASDAQ Comp      26.213,72 
NASDAQ 100       30.276,35 
 
 
                     Dienstag    Montag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,70 Mrd    1,47 Mrd 
Gewinner             1.297       1.540 
Verlierer            1.490       1.249 
Unverändert             85          72 
 

Fester - Anleger favorisierten erneut Technologieaktien. Dass nach der jüngsten beiderseitigen Gewalteskalation um die Straße von Hormus erhoffte direkte Gespräche zwischen den USA und dem Iran am Berichtstag doch nicht zustande kamen, wurde eher achselzuckend zur Kenntnis genommen. Stattdessen standen Treffen der US-Seite mit Vermittlern auf der Agenda. Rückenwind kam von Konjunkturseite. Zwar sank der Einkaufsmanagerindex der Region Chicago wie erwartet gegenüber dem Vormonat deutlich, er fiel aber dennoch besser als geschätzt aus und liegt zudem weiter tief im Expansion anzeigenden Bereich. Außerdem stieg die Zahl der offenen Stellen in den USA ("Jolts") im Mai leicht. Stark gesucht waren Aktien mit KI-Fantasie. Im Halbleitersegment verteuerten sich AMD um 7,7 und Arm um 3,2 Prozent. Broadcom gewannen 1,4, Intel 6,0 oder Nvidia 2,6 Prozent. Micron legten um 0,8 Prozent zu, Marvell um 7,3 Prozent. GE Vernova, das Unternehmen gilt als Profiteur der Nachfrage nach Rechenzentren, kletterten um 6,6 Prozent nach oben. Für das Apple-Papier ging es um 2,7 Prozent nach oben. Dass die britische Wettbewerbsaufsicht gegen Einschränkungen durch Apple und Google im Zahlungsverkehr vorgehen will, belastete nicht. Marktbeobachter tippten auf eine Erholung, nachdem die Apple-Aktie in der Vorwoche in Reaktion auf deutliche Preiserhöhungen stark gefallen war. Der Kurs der Google-Mutter Alphabet stieg um 1,1 Prozent und verteidigte kräftige Vortagesgewinne im Zuge der Aufnahme der Aktie in den Dow-Jones-Index. Aerovironment schossen um über 18 Prozent nach oben, nachdem der Anbieter von Drohnen und Verteidigungstechnologie unerwartet gute Quartalsergebnisse gemeldet hatte. Concentrix stürzten dagegen um 11,2 Prozent ab, nachdem der Betreiber einer Plattform für Kundenerfahrungen die Gewinnerwartungen im zweiten Quartal verfehlt und eine schwache Prognose gegeben hatte.

US-ANLEIHEN

US-Treasuries      Rendite    +/-  Tageshoch       Tagestief 
2 Jahre               4,18  +0,04       4,18            4,16 
5 Jahre               4,23  +0,04       4,24            4,21 
10 Jahre              4,47  +0,04       4,47            4,45 
 

Die Renditen am US-Anleihemarkt zogen mit den robusten Konjunkturdaten, die tendenziell für eine straffere Zinspolitik sprechen, deutlich an. Im Zehnjahresbereich ging es um 7 Basispunkte auf 4,44 Prozent nach oben. Am frühen Mittwoch ziehen die Renditen weiter an.

DEVISEN

 
DEVISEN                  zuletzt  +/- %      00:00    Di, 9:25 Uhr  % YTD 
EUR/USD                   1,1407   -0,1     1,1421          1,1406   -2,9 
EUR/JPY                   185,64   -0,0     185,66          184,98   +0,9 
EUR/GBP                   0,8612   +0,0     0,8611          0,8612   -1,2 
USD/JPY                   162,71   +0,1     162,54          162,17   +3,9 
USD/KRW                 1.549,90   +0,2   1.547,33        1.549,10   +7,6 
USD/CNY                   6,7939   +0,1     6,7851          6,7844   -2,9 
USD/CNH                   6,7994   +0,1     6,7908          6,7883   -2,5 
USD/HKD                   7,8431   +0,0     7,8427          7,8422   +0,8 
AUD/USD                   0,6895   -0,4     0,6919          0,6877   +3,3 
NZD/USD                   0,5674   -0,0     0,5676          0,5655   -1,4 
BTC/USD                59.099,64   +0,7  58.664,99       59.438,29  -32,6 
 

Beim Dollar tat sich wenig, der Euro ging zuletzt im US-Handel mit 1,1427 Dollar um. Der Yen wertet am Mittwoch zum Dollar weiter ab auf ein neues 40-Jahres-Tief, was Spekulationen auf eine Intervention der japanischen Notenbank befeuert.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle                  zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold                    3.975,27   -0,8     -31,96        4.007,23 
Silber                     57,64   -1,6      -0,93           58,58 
Platin                  1.540,49   -0,7     -10,76        1.551,25 
 

Der Goldpreis tendierte am letzten Handelstag des Monats kaum verändert. Im Laufe des Juni verbilligte sich die Feinunze um mehr als 10 Prozent, belastet von Zinserhöhungserwartungen.

ÖL

ROHOEL                   zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex                  69,72   +0,3       0,22           69,50 
Brent/ICE                  73,27   +0,4       0,32           72,95 
 

Die Ölpreise zeigten sich etwas leichter. Das Barrel Brentöl verbilligte sich um 0,3 Prozent, da Anleger auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs setzten. Insgesamt haben die Preise im Juni kräftig nachgegeben und bewegen sich wieder auf dem Niveau, auf dem sie vor Beginn des Krieges lagen.

+++++ MELDUNGEN SEIT DIENSTAG 20.00 UHR +++++

KONJUNKTUR CHINA

Der von RatingDog ermittelte allgemeine Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe ist laut einer Mitteilung vom Mittwoch im Juni auf 51,7 von 51,8 im Mai gefallen.

SÜDKOREA / HANDELSBILANZ

Die Exporte stiegen im Juni im Jahresvergleich um 70,9 Prozent auf einen Monatsrekord von 102,25 Milliarden US-Dollar und verzeichneten damit das schnellste Expansionstempo seit Oktober 1978. Dies baute auf einem revidierten Anstieg von 53,4 Prozent im Mai auf, wie aus vorläufigen Daten des Ministeriums für Handel, Industrie und Ressourcen vom Mittwoch hervorgeht. Der Wert für Juni übertraf deutlich die Median-Prognose von 57,3 Prozent Wachstum aus einer Umfrage des Wall Street Journal unter neun Ökonomen. Die Importe weiteten sich im vergangenen Monat um 30,1 Prozent auf 66,10 Milliarden Dollar aus, was zu einem Handelsüberschuss von 36,15 Milliarden Dollar führte, der damit erstmals die Schwelle von 30 Milliarden Dollar überschritt. Im Mai hatte der Überschuss bei revidierten 27,04 Milliarden Dollar gelegen. Halbleiter seien nach wie vor die Haupttreiber des Exportwachstums, teilte das Handelsministerium mit. Die Chip-Exporte erreichten im Juni einen neuen Monatsrekord von 44,82 Milliarden Dollar.

JAPAN / TANKAN-BERICHT

Große japanische Unternehmen haben sich im vergangenen Quartal trotz der Unsicherheiten über den Nahost-Konflikt und die Energieversorgung optimistischer zur Geschäftslage geäußert. Aus der am Mittwoch veröffentlichten Tankan-Umfrage der Bank of Japan ging hervor, dass der Stimmungsindex für große Industrieunternehmen bei plus 22 lag, nach plus 17 im März. Damit wurde die Prognose von Ökonomen übertroffen, die in einer Umfrage des Datenanbieters Quick plus 16 erwartet hatten. Es war überdies der höchste Stand seit März 2018.

JAPAN / KFZ-ABSATZ

- Kfz-Absatz Juni +13,7% gg Vorjahr

INDONESIEN / HANDELSBILANZ

- Importe Mai 24,81 Mrd USD

- Exporte Mai 23,20 Mrd USD

INDONESIEN / VERBRAUCHERPREISE

- Kernverbraucherpreise Juni +2,76% gg Vorjahr (Mai: +2,59%)

ANTHROPIC

Die US-Regierung und Anthropic haben eine Einigung über die Wiederherstellung des Zugangs zu den neuesten KI-Modellen des Unternehmens erreicht. Im Rahmen einer am Dienstagabend bekannt gegebenen Vereinbarung wird Anthropic die Workarounds beheben, die Forscher bei Amazon genutzt hatten, um die Sicherheitsvorkehrungen für "Fable" zu umgehen. Fable ist eine öffentliche Version von Anthropics leistungsstarkem Mythos-Modell, das in der Lage ist, Cyberangriffe durchzuführen, wie Handelsminister Howard Lutnick auf X erklärte. Die Leitplanken (Guardrails) sind für das Unternehmen von entscheidender Bedeutung, um das Modell öffentlich freizugeben.

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/gos/cln

(END) Dow Jones Newswires

July 01, 2026 01:40 ET (05:40 GMT)

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