MÄRKTE ASIEN/Chipsektor drückt Börsen - Kospi und Nikkei sehr schwach

26.06.2026 / 09:38 Uhr

DOW JONES--Die asiatischen Aktienmärkte haben am Freitag zum Teil heftige Abgaben verbucht - allen voran die südkoreanische und japanische Börse. Im späten Geschäft erholten sich die Kurse jedoch ganz leicht von den Tagestiefs. Erneut stand der hoch bewertete Technologiesektor im Fokus, wo erneut massiv Gewinne eingestrichen wurden.

Den Auslöser lieferte Apple - der US-Technologieriese will mit Preiserhöhungen gestiegene Chipkosten kompensieren. Für Verunsicherung sorgte zudem ein Bericht, wonach OpenAI seinen Börsengang möglicherweise verschieben könnte. Unter Anlegern kochten damit die bekannten Sorgen hinsichtlich der Bewertungen im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz (KI) wieder hoch - die jüngste Rally im Halbleiterbereich kehrte sich damit um und folgte dem gängigen Muster: Auf Absturz folgt Rally, der dann wieder ein Ausverkauf mit anschließender Rally bzw. Erholung folgt.

Angeführt wurde der Ausverkauf wieder einmal vom technologielastigen Kospi in Seoul, der nach diversen Handelsunterbrechungen um 5,8 Prozent nachgab - zwischenzeitlich aber auch schon über 8 Prozent hinten gelegen hatte. Auf Wochensicht betrug der Verlust 7,1 Prozent. Die Chip-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix stürzten um 5,3 bzw. 8,4 Prozent ab. Beide Unternehmen planen laut Berichten erhebliche langfristige Investitionen in die Halbleiterkapazität.

Auch in Japan reagierten Anleger mit einem Ausverkauf im Technologiesektor auf die Schlagzeilen zu Apple und OpenAI. Der Nikkei-225 büßte 4,2 Prozent auf 69.361 Punkte ein, war nach einem Rekordschlusshoch am Vortag aber auch besonders anfällig für Gewinnmitnahmen. Angesichts der Nachhaltigkeit des Gewinnwachstums und der aktuellen Bewertungen in Japan "dürften KI- und Halbleiterwerte jedoch der wichtigste Motor des Marktes bleiben", kommentierten die Citi-Analysten die Marktbewegungen. "Wir bleiben bei unserer Einschätzung, dass der Bullenmarkt bis zum Jahresende anhalten wird."

Inflationsdaten für den Großraum Tokio im Juni unterstrichen derweil den anhaltenden Preisdruck in Japan und stützten daher nicht: Die Kernverbraucherpreise waren um 1,6 Prozent gestiegen, was zwar den Erwartungen entsprach und unter dem Ziel der Bank of Japan von 2 Prozent lag. Gleich legte die Inflation auf Monatssicht zu.

Aus wachsender Sorge, dass die Inflation über ihr Ziel hinausschießen könnte, hatte die Notenbank in der vergangenen Woche ihren Leitzins auf ein 31-Jahreshoch gehoben und ihr Bekenntnis zu einer weiteren geldpolitischen Straffung bekräftigt. Softbank Group brachen im Technologiesegment um 12,5 Prozent ein. Die Dachgesellschaft ist an OpenAI beteiligt, ein Verschiebung des Börsengangs würde Geldzuflüsse daher verzögern. Kioxia Holdings knickten um über 11 Prozent ein, nachdem die Technologieaktie am Vortag hohe Aufschläge verbucht hatte.

In China gab der HSI in Hongkong im späten Geschäft 1,8 Prozent nach - der Shanghai-Composite im Kernland schloss 2,3 Prozent tiefer, während in Australien der S&P/ASX-200 sogar 0,2 Prozent kletterte. Im Leitindex spielen Technologietitel keine große Rolle. Der Kurs der Geschäftsbank Judo sank nach dem Vortageseinbruch um weitere 3,8 Prozent. Nach einer Prognosesenkung hagelte es nun negative Analystenkommentare. In Indien wurde wegen eines Feiertags nicht gehandelt.

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INDEX                       zuletzt  +/- %      % YTD  Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)       8.764,20   +0,2       +0,6           08:00 
Nikkei-225                69.360,88   -4,2        -             08:00 
Topix 500 (Tokio)          3.099,64   -1,4      +16,5           08:00 
Kospi (Seoul)              8.411,21   -5,8      +99,6           08:30 
Hang-Seng (Hongkong)      22.667,02   -1,8      -11,6           10:00 
Shanghai-Composite         4.027,75   -2,3       +1,5           09:00 
Straits-Times (Singapur)   5.183,06   -0,7      +11,6           11:00 
IDX Comp. (Indonesien)     5.850,46   -2,5      -32,4           10:00 
KLCI (Malaysia)            1.660,99   -0,2       -1,1           10:00 
 
DEVISEN                     zuletzt  +/- %      00:00        Do, 9:33  % YTD 
EUR/USD                      1,1377   +0,1     1,1369          1,1353   -3,1 
EUR/JPY                      183,91   -0,0     183,94          183,73   -0,0 
EUR/GBP                      0,8620   +0,1     0,8616          0,8612   -1,1 
USD/JPY                      161,63   -0,1     161,78          161,81   +3,2 
USD/KRW                    1.537,83   -0,5   1.544,71        1.542,40   +6,8 
USD/CNY                      6,8019   +0,1     6,7976          6,8040   -2,7 
USD/CNH                      6,8050   +0,1     6,8006          6,8077   -2,5 
USD/HKD                      7,8412   +0,0     7,8401          7,8397   +0,8 
AUD/USD                      0,6895   -0,2     0,6908          0,6893   +3,3 
NZD/USD                      0,5647    0,0     0,5647          0,5639   -1,9 
BTC/USD                   60.347,52   +1,7  59.366,20       61.784,64  -31,2 
 
ROHÖL                       zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex                     70,31   -2,2      -1,61           71,92 
Brent/ICE                     73,73   -2,0      -1,53           75,26 
 
Metalle                     zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold                       4.027,18   +0,0       1,18        4.026,00 
Silber                        57,87   -0,0       0,00           57,87 
Platin                     1.603,65   +0,2       2,61        1.601,04 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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June 26, 2026 03:37 ET (07:37 GMT)

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