Bayer erzielt im Glyphosat-Streit Erfolg vor US-Supreme Court
25.06.2026 / 16:31 Uhr
Von Lydia Wheeler und Patrick Thomas
DOW JONES--Bayer hat im Rechtsstreit um milliardenschweren Schadensersatzklagen im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter Roundup einen Erfolg vor dem US-Supreme Court in Washington erzielt. Der Oberste Gerichtshof der USA hat mit 7 zu 2 Stimmen entschieden, dass der Konzern nicht nach dem Recht der Bundesstaaten für die unterlassene Warnung vor dem mutmaßlichen Krebsrisiko haftbar gemacht werden kann, wenn eine Bundesbehörde - die Environmental Protection Agency - nicht verlangt hat, dass das Produkt ein Warnetikett trägt. Die Bayer-Aktie haussiert um 17 Prozent.
Das Urteil "sollte dazu beitragen, die Rechtsstreitigkeiten zu Roundup nach nahezu einem Jahrzehnt juristischer Auseinandersetzungen signifikant einzudämmen", teilte Bayer mit. "Die Entscheidung dürfte dazu führen, dass aktuelle Klagen abgewiesen und mögliche künftige Klagen verhindert werden - soweit sie auf angeblich fehlenden Warnhinweisen beruhen."
Der Konzern prüfe das Urteil und werde in Kürze eine umfangreichere Stellungnahme abgeben.
Die US-Agrarchemietochter Monsanto strebe weiterhin die finale Genehmigung des angekündigten Sammelvergleichs an und setze die mehrgleisige Strategie zur signifikanten Eindämmung der Rechtsstreitigkeiten zu Roundup weiter fort, so Bayer.
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