XETRA-SCHLUSS/Schwach - Verluste bei Technologie-Werten belasten

23.06.2026 / 17:45 Uhr

DOW JONES--Mit Abgaben, aber deutlich über seinem Tagestief hat der DAX am Dienstag den Handel beendet. Der deutsche Leitindex büßte 1,0 Prozent auf 24.894 Punkte ein, nachdem er im Tief schon bei 24.729 Punkten gelegen hatte. Unter Druck standen vor allem Technologieaktien und besonders solche mit KI-Fantasie, allen voran Titel aus dem Halbleiter-Sektor. Die Anleger stellten sich vor allem die Frage, ob die enormen Ausgaben für die KI-Infrastruktur in dem aktuellen Tempo weitergehen werden, hieß es. Für die Aktien von Infineon ging es um 6,3 Prozent nach unten, Suss Microtec knickten um 11,1 Prozent ein und Aixtron verloren 8,3 Prozent.

QC-Portfoliostratege Thomas Altmann bemerkte zur aktuellen Gemengelage, dass die Börsen mit Blick auf die laufenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran bereits so etwas wie das bestmögliche Szenario einpreisten. Das werfe die Frage auf, wo die Impulse für weiter steigende Kurse herkommen könnten. Einige Investoren dürften sich auch aufgrund des drohenden Sommerlochs etwas defensiver verhalten. Denn in den Ferienmonaten hätten dünne Umsätze in der Vergangenheit häufiger zu schwachen Entwicklungen am deutschen Aktienmarkt geführt. Allerdings sei historisch der August deutlich schwächer als der Juli.

Die am Vormittag veröffentlichten Euroraum-Einkaufsmangerindizes (PMI) haben nach Ansicht der Volkswirte von der Commerzbank eine Erholung gestartet. Der zusammengefasste PMI für den Euroraum ist im Juni um einen Punkt auf 49,5 gestiegen. Nach dem Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA habe sich die Stimmung in der Wirtschaft des Euroraums offenbar stabilisiert. Der Frühindikator zeige aber immer noch eine schrumpfende Wirtschaft an.

Brenntag verloren 0,5 Prozent. Der Chemikalienhändler hat nach einem starken zweiten Quartal die Jahresprognose angehoben. Die Analysten von Jefferies stellten allerdings fest, dass die erhöhte Prognose für den operativen Gewinn in der Mitte der neuen Spanne lediglich genau im Bereich des Konsens liegt.

Verhalten positiv wurde von Analysten die Neupositionierung von RWE gesehen, nachdem das Unternehmen seine Beteiligung am Übertragungsnetzbetreiber Amprion zu einem Gesamtpreis von rund 3,6 Milliarden Euro erhöht hat. Für die Metzler-Analysten erhöht die RWE-Beteiligung zwar die Stabilität, macht RWE aber komplexer. Die Maßnahme sei ein Schritt zurück zu einem stärker integrierten Versorger. Laut Bernstein stärkt der Schritt RWE zwar, der Ergebniseffekt bleibe allerdings begrenzt. RWE erhöhte zur Finanzierung des Deals in einem beschleunigten Verfahren das Kapital um knapp 4 Milliarden Euro - zu einem Stückpreis von 54 Euro je Aktie. Das Papier stieg um 0,1 Prozent auf 55,64 Euro.

Vonovia reduzierten sich um 2,9 Prozent, belastet von einer geplanten Wandelanleihe über 750 Millionen Euro, die gewinnverwässernd wirkt.

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Index         zuletzt*  +/- %  +/- % YTD 
DAX             24.894   -1,0        1,8 
DAX-Future      25.079   -0,8        2,6 
XDAX            24.907   -0,8        1,3 
MDAX            32.129   -1,4        5,1 
TecDAX           3.904   -1,7        8,0 
SDAX            18.157   -1,3        5,9 
zuletzt      +/- Ticks 
Bund-Future     126,77  +30,0 
*gerundet 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/cln

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June 23, 2026 11:44 ET (15:44 GMT)

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