MÄRKTE ASIEN/Optimismus aufgrund Friedensverhandlungen - Nikkei auf Allzeithoch

22.06.2026 / 09:38 Uhr

DOW JONES--An den asiatischen Börsen haben sich die Indizes am Montag vielfach von anfänglichen Verlusten aufgrund von Anzeichen für Fortschritte in den diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Iran-Krieges erholt. Händler beobachteten eine Rally bei Technologiewerten - der japanische Nikkei-225 sprang auf Allzeithoch - auch der technologielastige Kospi in Südkorea zog nach äußerst volatilem Verlauf an. Die USA und der Iran hatten sich auf einen Fahrplan geeinigt, innerhalb von 60 Tagen ein endgültiges Friedensabkommen zu erreichen.

Auch ein Kommunikationsmechanismus zur sicheren Passage für Handelsschiffe durch die Straße von Hormus soll installiert werden. Die aktuelle Entwicklung sorgte für Beruhigung unter Anlegern, denn zuvor hatte es am Wochenende Meldungen gegeben, wonach der Iran die Gespräche abgebrochen und die Straße von Hormus gesperrt habe. Der Ölpreis der Sorte Brent fiel mit den Signalen der Entspannung wieder unter die Marke von 80 US-Dollar je Fass.

In Japan kletterte der Nikkei-225 um 1,5 Prozent auf den Rekordschlussstand von 72.354 Punkte. Die Begeisterung über die Nachfrage im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz halte an, hieß es im Handel. Robotik- und Metallaktien führten die Gewinnerliste an: JX Advanced Metals zogen um 12 Prozent und Fanuc um 6,5 Prozent an.

Der Kospi in Seoul legte zunächst um bis zu 1,4 Prozent zu, anschließend drehte er ins Minus, um dann mit einem Aufschlag von 0,7 Prozent zu schließen. Das Schwergewicht LG Electronics gewannen im späten Geschäft 7,6 Prozent. Führungskräfte des Konzerns sollen laut Berichten das Nvidia-Hauptquartier besuchen, um über Kooperationen im Bereich KI und Robotik zu beraten. Im Schlepptau geht es für SK Hynix um 5,6 Prozent nordwärts.

In China zeigten sich die Märkte uneinheitlich: Der Shanghai-Composite gewann 1,8 Prozent, gestützt von den Hoffnungen auf Beendigung des Iran-Krieges, der HSI in Hongkong verlor dagegen im späten Handel 0,3 Prozent und näherte sich einem Bärenmarktmodus. Nach den zuletzt schwachen Binnen- und Konsumdaten beließ die Notenbank die Referenzzinssätze für Kredite unverändert. Trotz der stotternden Binnenkonjunktur wurde auf eine Lockerung der Geldpolitik verzichtet, auf die manche Marktteilnehmer gehofft hatten. Allerdings gab es auch Marktstimmen, die die Entscheidung begrüßten. In diesem Zinsumfeld könne der Schritt durchaus stützen, hieß es.

Indes eskalierte der Handelsstreit mit den USA wieder: China hatte Handelsbeschränkungen gegen Dutzende von US-Unternehmen verhängt, darunter zwei Produzenten Seltener Erden. Damit reagierte Peking auf die jüngste Entscheidung Washingtons, seine "Schwarze Liste" chinesischer Unternehmen mit Verbindungen zu Chinas Militär zu erweitern.

Der australische S&P/ASX-200 büßte derweil 0,1 Prozent ein. Bereits in den vergangenen beiden Handelstagen gab der Leitindex 1,5 Prozent ab. Der Immobilienmarkt hat am Wochenende neue Anzeichen einer Abschwächung gezeigt. Die Auktions-Clearing-Quote in den Großstädten des Landes ist zum ersten Mal seit den Anfängen der Covid-Pandemie unter 50 Prozent gefallen. Gegen den Trend zogen SGH um 3 Prozent an, das Unternehmen will Aktien im Wert von bis zu 351 Millionen US-Dollar zurückkaufen.

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INDEX                       zuletzt  +/- %      % YTD  Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)       8.816,10   -0,1       +1,2           08:00 
Nikkei-225                72.353,96   +1,5        -             08:00 
Topix 500 (Tokio)          3.206,67   +1,3      +20,5           08:00 
Kospi (Seoul)              9.114,55   +0,7     +116,3           08:30 
Hang-Seng (Hongkong)      23.835,76   -0,4       -7,0           10:00 
Shanghai-Composite         4.163,10   +1,8       +4,9           09:00 
Straits-Times (Singapur)   5.190,49   -0,0      +11,7           11:00 
IDX Comp. (Indonesien)     6.130,57   -0,8      -29,1           10:00 
KLCI (Malaysia)            1.705,10   -0,4       +1,5           10:00 
 
DEVISEN                     zuletzt  +/- %      00:00    Fr, 9:30 Uhr  % YTD 
EUR/USD                      1,1458   -0,1     1,1468          1,1446   -2,4 
EUR/JPY                      185,27   +0,1     185,02          184,64   +0,7 
EUR/GBP                      0,8672   +0,1     0,8661          0,8673   -0,5 
USD/JPY                      161,68   +0,3     161,28          161,29   +3,2 
USD/KRW                    1.538,85   +0,6   1.529,91        1.527,79   +6,8 
USD/CNY                      6,7756   +0,1     6,7686          6,7686   -3,1 
USD/CNH                      6,7781   -0,1     6,7827          6,7950   -2,8 
USD/HKD                      7,8388   +0,0     7,8368          7,8384   +0,7 
AUD/USD                      0,7002   -0,1     0,7011          0,7008   +5,0 
NZD/USD                      0,5727   -0,2     0,5740          0,5736   -0,5 
BTC/USD                   64.159,17   +0,6  63.767,78       62.740,79  -26,8 
 
ROHÖL                       zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex                     76,63   +0,0       0,03           76,60 
Brent/ICE                     79,15   -1,8      -1,42           80,57 
 
Metalle                     zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold                       4.200,01   +1,0      40,01        4.160,00 
Silber                        66,65   +2,7       1,74           64,91 
Platin                     1.681,79   +1,1      17,73        1.664,06 
(Angaben ohne Gewähr) 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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June 22, 2026 03:38 ET (07:38 GMT)

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