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19.06.2026 / 06:37 Uhr

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

EU-KAPITALFLÜSSE - Die EU-Kommission will Hürden für grenzüberschreitende Kapitalflüsse abbauen. Wie die Financial Times berichtet, werden EU-Banken mehr Freiheiten erhalten, um Gelder zwischen den Ländern der Staatengemeinschaft zu bewegen. Sie könnten zudem Kapitalerleichterungen für Hypotheken und Kredite an Unternehmen ohne Rating erhalten Der Entwurf zur Wettbewerbsfähigkeit im EU-Bankenwesen, den die FT vor seiner geplanten Veröffentlichung im kommenden Monat einsehen konnte, skizziert zudem Pläne zur Reform der Struktur der Bankeinlagensicherungssysteme in der EU sowie zur Überprüfung der Kapitalanforderungen für Investmentfirmen. (Financial Times)

WIRTSCHAFTSKRIMINALITÄT - KI ist im Bereich Wirtschaftskriminalität Fluch und Segen zugleich: Während Angreifer die Technologie für Angriffstechniken wie Deepfakes nutzen, setzen Unternehmen bei Prävention und Aufklärung ebenfalls erfolgreich auf KI. Das zeigt eine Analyse von KPMG zur Wirtschaftskriminalität in Deutschland, für die 800 Unternehmen befragt wurden. Die größten Risikofaktoren im Zusammenhang mit KI-basiertem Betrug sind nach Einschätzung der Unternehmen fehlende IT-Sicherheitsmaßnahmen (51 Prozent) sowie Unkenntnis (51 Prozent) oder Unachtsamkeit (50 Prozent) auf Seiten der Beschäftigten. Allerdings sind die Unternehmen auch mit ihren Verteidigungstools gegen KI-basierte Angriffe zufrieden: Branchenübergreifend schätzen 85 Prozent der Nutzer die Wirksamkeit als hoch oder sehr hoch ein. Die gefühlte Bedrohung durch Wirtschaftskriminalität ist deutlich gestiegen. (Börsen-Zeitung)

KI-RECHNUNGEN - Für die IT-Abteilungen und Softwareteams vieler Unternehmen hat jüngst eine neue Zeitrechnung begonnen: Anfang Juni stellte Microsoft beim Programmierassistenten Github Copilot das Bezahlmodell um, von einer Pauschale auf eine nutzungsbasierte Abrechnung. Wer den Assistenten seither nutzt, zahlt nicht mehr einen festen Betrag. Er zahlt vielmehr für jeden Token - jene Informationseinheit, die Künstliche Intelligenz (KI) verarbeitet. In Entwicklerforen häufen sich Klagen über drastisch gestiegene Rechnungen. Das Analysehaus Citrini Research, für griffige Thesen bekannt, spricht gar von "Token Panic". Der Fall steht für einen Trend, der die gesamte Branche erfasst hat: In den vergangenen Monaten haben die großen Modellanbieter ihre Preismodelle auf nutzungsbasierte Abrechnung umgestellt. (Handelsblatt)

CHINA-ZÖLLE - Die EU-Kommission will Ausgleichszölle gegen chinesische Hybridautos verhängen. Das erfuhr das Handelsblatt von hochrangigen EU-Beamten und aus Industriekreisen. Die Untersuchung sei bereits vorbereitet, sagten drei Beteiligte dem Handelsblatt. Daher könne die EU-Kommission rasch Zölle verhängen, sobald eine Mehrheit der EU-Staaten zustimmt. Ziel seien zusätzliche Ausgleichszölle auf Fahrzeuge chinesischer Hersteller wie BYD, Chery und SAIC. Mit den neuen Maßnahmen will die EU ein Schlupfloch schließen. Die EU erhebt seit Mitte 2024 Ausgleichszölle gegen subventionierte chinesische E-Autos. Seitdem sind viele chinesische Hersteller dazu übergegangen, Hybridautos in die EU zu exportieren, um so die Zölle zu vermeiden. (Handelsblatt)

KAPITALMARKTUNION - Die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF) plädiert für eine Art "Zar" der EU beim Thema Vollendung des Kapital- und Binnenmarktes. Es brauche einen zentralen Ansprechpartner und Koordinator, der das Projekt endlich zum Abschluss bringe, sagte Kristalina Georgiewa auf einer Konferenz der Oestereichischen Nationalbank (OeNB) in Wien. Als Vorbild dafür könne Michael Barnier dienen, der damals die Brexit-Verhandlungen auf Seiten der EU geführt und koordiniert hat. Es sei "existenziell für die Zukunft Europas", dass es einen tieferen Kapitalmarkt in der EU gibt, sagte Georgiewa. Darüber hinaus müsse die EU Fortschritte erzielen bei der Integration der nationalen Energiemärkte in einen europäischen Energiemarkt. (Börsen-Zeitung)

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