MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

05.06.2026 / 07:34 Uhr

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

FREITAG: In Kopenhagen bleibt die Börse wegen des Verfassungstags geschlossen.

MONTAG: In Sydney ruht der Börsenhandel wegen des Geburtstags des Königs (King's Birthday).

+++++ TAGESTHEMA +++++

Das US-Stellenwachstum dürfte sich im Mai spürbar verlangsamt haben. Ökonomen erwarten ein Jobwachstum von 80.000 (Vormonat: 115.000) und eine stabile Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent. Bei den durchschnittlichen Stundenlöhnen wird ein Plus von 0,3 (0,2) Prozent auf Monats- und eine Steigerung um 3,4 (3,6) Prozent auf Jahressicht vorausgesagt. Ein Zuwachs von lediglich 80.000 Stellen würde eine deutliche Abkühlung signalisieren, nachdem das Beschäftigungswachstum im März und April überraschend kräftig ausgefallen war. Dieser Rückgang wird vor allem auf das Auslaufen positiver Sondereffekte wie günstige Witterungsbedingungen und ungewöhnlich starke Zuwächse im Bereich Logistik zurückgeführt, die die Vormonate gestützt hatten. Nach Ansicht von Experten bessert sich die Beschäftigungslage in den USA ohnehin weiterhin nur vordergründig. Die lebhaftere Entwicklung im März und April, gemessen an der Erhebung in den Betriebsstätten, zeigt keine breite wirtschaftliche Dynamik an. So entfiel knapp die Hälfte der 300.000 in beiden Monaten neu geschaffenen Stellen allein auf den Gesundheitssektor. Für die Fed unter ihrem neuen Chairman Kevin Warsh, die ihren Leitzins zuletzt bei 3,50 bis 3,75 Prozent stabil gehalten hat, kommt der Bericht zu einem kritischen Zeitpunkt. Während die US-Notenbank zuletzt eine beginnende Stabilisierung des Arbeitsmarktes anerkannte, ist der Markt angesichts der hartnäckigen Inflation weiterhin skeptisch und preist derzeit kaum noch Chancen für Zinssenkungen im weiteren Jahresverlauf ein; vereinzelte Akteure spekulieren sogar auf Zinserhöhungen.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

09:30 SE/Verve Group SE, HV

DIVIDENDENABSCHLAG

(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)

Ernst Russ:     0,25 EUR 
 

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- EU 
    11:00 BIP (3. Veröffentlichung) 1Q 
          Eurozone 
          PROGNOSE:   +0,1% gg Vq/+0,8% gg Vj 
          2. Veröff.: +0,1% gg Vq/+0,8% gg Vj 
          4. Quartal: +0,2% gg Vq/+1,2% gg Vj 
 
- US 
    14:30 Arbeitsmarktdaten Mai 
          Beschäftigung ex Agrar 
          PROGNOSE:  +80.000 gg Vm 
          zuvor:     +115.000 gg Vm 
          Arbeitslosenquote 
          PROGNOSE:  4,3% 
          zuvor:     4,3% 
          durchschnittliche Stundenlöhne 
          PROGNOSE:  +0,3% gg Vm/+3,4% gg Vj 
          zuvor:     +0,2% gg Vm/+3,6% gg Vj 
 

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell: 
Index                       zuletzt  +/- % 
DAX Futures               24.849,00   -0,4 
E-Mini-Future S&P-500      7.559,75   -0,5 
E-Mini-Future Nasdaq-100  30.199,75   -1,0 
Topix (Tokio)              3.951,98    0,0 
Hang-Seng (Hongk.)        25.027,80   -0,9 
Shanghai-Comp.             4.065,39   +0,2 
 
Donnerstag: 
INDEX               zuletzt  +/- % 
DAX               24.944,95   +0,6 
DAX-Future        24.946,00   +0,4 
XDAX              24.919,20   -0,1 
MDAX              32.801,61   +0,2 
TecDAX             4.208,59   +0,6 
SDAX              18.759,59   -0,1 
Euro-Stoxx-50      6.103,33   +0,8 
Stoxx-50           5.193,32   +0,8 
Dow-Jones         51.561,93   +1,7 
S&P-500            7.584,31   +0,4 
Nasdaq Composite  26.830,96   -0,1 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Die europäischen Aktienmärkte dürften mit Abgaben in den letzten Handelstag der Woche starten. Angesichts der Entwicklung an der Wall Street am Vortag und am Freitag in Asien könnten bei Technologieaktien, besonders aus dem Chipsektor, Gewinnmitnahmen für Druck sorgen. Ein möglicherweise frischen Impuls könnte später am Tag der US-Arbeitsmarktbericht für Mai liefern. Gerechnet wird mit einem Jobwachstum von nur 80.000 Stellen. Dies würde eine deutliche Abkühlung signalisieren, nachdem das Beschäftigungswachstum im März und April überraschend stark ausgefallen war. Weiter unklar bleibt die Lage im Nahost-Konflikt. Es zeichnet sich weiterhin keine Friedenslösung zwischen den USA und dem Iran ab, zumal die vom Iran unterstützte Hisbollah nicht nur den von den USA vermittelten Waffenstillstand zwischen Israel und Libanon ablehnt. Offenbar kam es zu erneuten Kämpfen zwischen der Hisbollah und dem israelischen Militär im Libanon. Unterdessen habe US-Präsident Trump die Möglichkeit eines Treffens mit dem obersten Führer des Iran ins Spiel gebracht, falls [die USA] eine Einigung erzielen sollten, so die Analysten von CIMB Treasury and Markets Research. Derweil kommt möglicherweise Bewegung in den Krieg in der Ukraine. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat sich in einem offenen Brief direkt an sein russisches Pendant Wladimir Putin gewandt und ein persönliches Treffen vorgeschlagen. US-Präsident Donald Trump reagierte erfreut auf den Vorstoß, ein Treffen wäre großartig, sagte er und: "Sie sollten es hinbekommen".

Rückblick: Für etwas Kaufbereitschaft sorgten wieder leicht auflebende Hoffnungen auf einen Frieden im Nahost-Konflikt und auf ein Ende der Blockade der Straße von Hormus. Sinkende Ölpreise linderten Inflationsängste. Angeführt wurde der Markt vom Pharmasektor, der um 3 Prozent vorrückte. Kräftig nach oben ging es auch für Softwareaktien. Händler sprachen von einer Erholung, nachdem sie am Vortag erneut schwach im Markt gelegen hätten angesichts der andauernden Befürchtungen, KI-Anwendungen könnten die Geschäftsmodelle der Softwareentwickler zunichte machen. Unter anderem stiegen SAP, Nemetschek, Dassault Systemes und Capgemini um bis zu 8,8 Prozent. Verkauft wurden im Technologiesegment dagegen Chipaktien. Neben Gewinnmitnahmen drückte der Ausblick von Broadcom, der die Erwartungen nicht erfüllte. Infineon verbilligten sich um 3,4 Prozent und STMicro um 2,6 Prozent. Aixtron kamen um 4,8 Prozent zurück. Bei den weiteren Einzelwerten verloren Universal Music Group 4,9 Prozent. Investor Bill Ackman hat seinen Anteil an dem Unternehmen im Wert von mehr als 1,5 Milliarden Dollar verkauft. Der Fonds des Milliardärs verkaufte seine verbleibenden Anteile an UMG kurz nachdem der Konzern ein Übernahmeangebot im Wert von 65 Milliarden Dollar abgelehnt hatte. In Paris verbilligen sich Bollore vor diesem Hintergrund um 1,4 und Vivendi um 3,4 Prozent. Beide Unternehmen sind an UMG beteiligt.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Freundlich - Gesucht waren Software-Aktien, wie SAP, die um 5,5 Prozent vorrückten. Nemetschek verteuerten sich um 8,8 und Atoss Software um 2,3 Prozent. Im Handel war von einer Erholungsbewegung die Rede, nachdem der Sektor am Vortag unter Druck gestanden hatte, belastet von der Befürchtung, dass KI-Anwendungen die Geschäftsmodelle der Softwareentwickler zunichte machen könnten. Scout24 gewannen 3,8 Prozent. Infineon (-3,4%) wurden derweil im Einklang mit anderen Chipaktien verkauft. Auf dem Sektor lastete der Ausblick des US-Chipherstellers Broadcom. Hochtief gaben um 0,2 Prozent nach. Dass die Aktie nach ihren fulminanten Aufschlägen am 22. Juni in den DAX aufgenommen wird, war erwartet worden. Platz machen muss die Aktie der Porsche Holding (-1,3%). Die Lufthansa-Aktie hat den Aufstieg dagegen erneut nicht geschafft, die abstiegsgefährdete Zalando-Aktie bleibt damit im DAX. Für Lufthansa ging es mit den fallenden Ölpreisen dennoch um 1,7 Prozent nach oben; ein Zwischenfall am Frankfurter Flughafen, bei dem das Bugfahrwerk einer Lufthansa-Maschine einknickte, belastete nicht. Zalando stiegen um 1,8 Prozent. Neben der Änderung im DAX wird es auch eine ganze Reihe von Änderungen im MDAX, SDAX und TecDAX geben. Unter anderem kommen mit Elmos, Siltronic und Suss jüngste Highflyer aus dem Halbleitersektor in den MDAX. Sie ersetzen Jungheinrich, Ströer und Redcare.

XETRA-NACHBÖRSE

Im nachbörslichen Handel am Donnerstag haben die Kurse leicht nachgegeben. Die Vorgaben der Wall Street waren uneinheitlich. Dort hatte ein enttäuschender Ausblick von Broadcom die Technologiewerte belastet. Insgesamt verlief das Geschäft am Abend des Feiertags Fronleichnam aber ruhig. Die Aktien von Viscom legten nachbörslich um 8 Prozent zu, nachdem das Unternehmen seine Prognose des Auftragseingangs im laufenden Geschäftsjahr erhöht hatte. Möglich wurde dies durch einen Großauftrag aus dem Bereich der Inline-CT-Inspektion, insbesondere für Anwendungen in der Batteriezelleninspektion. Umsatzwirksam wird der Auftrag allerdings erst im kommenden Jahr, weshalb Viscom die Umsatz- und Gewinnziele für 2026 bestätigte.

USA - AKTIEN

Uneinheitlich - Die Aktienkurse erholten sich im Tagesverlauf deutlich von ihren Tagestiefs oder drehten sogar ins Plus. Unter den Anlegern keimte wieder Hoffnung auf ein Abkommen zur Beendigung des Iran-Krieges auf, wie Händler sagten. Im Technologiesektor dämpfte allerdings Broadcom die Kauflaune. Die Umsatzprognose des Chipherstellers für das dritte Quartal konnte mit den Erwartungen nicht Schritt halten, während zugleich die Quartalszahlen aber gut ausgefallen waren. Laut Händlern warf der Ausblick die Frage wieder auf, in welchem Tempo die Nachfrage nach KI tatsächlich anziehen wird. Der Broadcom-Kurs brach um 12,6 Prozent ein. Im Sog verbilligten sich AMD um 3,6, Micron um 7,6 und Sandisk um 3,9 Prozent. Intel (-0,8%) profitierten nicht von einer Zusammenarbeit mit Apple-Zulieferer Foxconn zur Entwicklung einer KI-Infrastruktur. Nvidia legten unterdessen um 2 Prozent zu. Gewinnmitnahmen drückten CrowdStrike um 3,8 Prozent, nachdem die Quartalszahlen des Cybersicherheitsunternehmens die

Erwartungen nur knapp übertroffen hatten. PVH brachen um gut 20 Prozent ein, die Eigentümerin von Tommy Hilfiger und Calvin Klein hatte ihre Jahresumsatzprognose gesenkt. Das Quantencomputer-Unternehmen Quantinuum feierte in dem negativen Umfeld für Technologiewerte ein eher verhaltenes Börsendebüt. Der erste Kurs lag mit 68 Dollar über dem Ausgabepreis von 60 Dollar. Zur Schlussglocke notierten die Titel bei 60,36 Dollar. Konjunkturdaten fanden wenig Beachtung. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war in der vergangenen Woche stärker gestiegen als angenommen, blieb aber auf niedrigem Niveau. Anleger warten nun gespannt auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag.

USA - ANLEIHEN

Sinkende Ölpreise linderten Inflationsängste und ließen die Anleiherenditen leicht nachgeben. Die Zehnjahresrendite fiel um 2 Basispunkte auf 4,47 Prozent.

+++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN        zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag  Mi, 17:10 
EUR/USD         1,1615   +0,1    0,0006          1,1609     1,1602 
EUR/JPY         185,79   +0,0    0,0100        185,7800   185,6400 
EUR/CHF         0,9163   -0,0   -0,0004          0,9167     0,9173 
EUR/GBP         0,8648   +0,0    0,0002          0,8646     0,8640 
USD/JPY         159,92   -0,1   -0,0900        160,0100   159,9900 
GBP/USD         1,3428   +0,1    0,0008          1,3420     1,3426 
USD/CNY         6,7738    0,0    0,0003          6,7735     6,7692 
USD/CNH         6,7743   -0,0   -0,0023          6,7766     6,7765 
AUS/USD         0,7124   -0,1   -0,0009          0,7133     0,7139 
Bitcoin/USD  63.450,94   -0,2   -137,63       63.588,57  66.504,92 
 

Im Gefolge der Anleiherenditen wertete der Dollar leicht ab. Der Dollarindex gab um 0,1 Prozent nach.

+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle        zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold          4.444,09   -0,7    -29,80        4.473,89 
Silber           72,48   -1,9     -1,39           73,87 
Platin        1.879,95   -1,1    -20,30        1.900,25 
 

Niedrigere Marktzinsen und ein etwas leichterer Dollar erhöhten die Attraktivität des zinslos gehaltenen Goldes. Der Preis für die Feinunze stieg um 1 Prozent auf 4.478 Dollar.

ÖL

ROHÖL          zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex        93,08   +0,0      0,04           93,04 
Brent/ICE        95,48   +0,5      0,45           95,03 
 

Wieder aufkeimende Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Kriegs ließen die Ölpreise zurückkommen. Der Preis für das Barrel Brentöl fiel um etwa 2,5 Prozent auf 95,50 Dollar.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

US-NOTENBANK

Der Präsident der Federal Reserve von Kansas City, Jeff Schmid, hat seine Ansicht bekräftigt, dass die Inflation zu hoch sei und die Fed die Wahl habe, die Zinsen anzuheben oder sie stabil zu halten. "Sagen wir, okay, jetzt ist es an der Zeit, die Zinsen um einen oder zwei Viertelpunkte anzuheben und zu sehen, ob wir das nicht eindämmen können," sagte er bei einem Kamingespräch in Oklahoma.

KI

Hochrangige Vertreter der US-Administration haben nach Angaben von Insidern über eine Staatsbeteiligung an großen Unternehmen der Künstlichen Intelligenz (KI) diskutiert. Die Idee hatte OpenAI-CEO Sam Altman der Regierung im vergangenen Jahr vorgeschlagen. Die US-Regierung könnte nach einem solchen Schritt an den potenziellen wirtschaftlichen Gewinnen der sich rasant entwickelnden Technologie teilhaben, den KI-Unternehmen eine Art Gütesiegel verleihen und möglicherweise auch die wachsende Sorge über die wirtschaftlichen Folgen der KI-Revolution mildern. Da mehrere KI-Unternehmen einen Börsengang vorbereiten, wäre die US-Regierung jedoch auch den Schwankungen des KI-Marktes ausgesetzt.

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/ros

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June 05, 2026 01:33 ET (05:33 GMT)

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