MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

03.06.2026 / 07:32 Uhr

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MITTWOCH: In Südkorea bleiben die Börsen wegen des Tags der Regionalwahlen geschlossen.

+++++ TAGESTHEMA +++++

Die USA und der Iran haben sich heftige Gefechte geliefert, nachdem die USA einen leeren Öltanker angegriffen hatten, der nach ihrer Aussage versucht hatte, ihre Blockade zu durchbrechen und auf der iranischen Insel Kharg Öl zu laden. Dies löste eine Reihe von Angriffen auf beiden Seiten aus, die darin gipfelten, dass der Iran ballistische Raketen auf US-Stützpunkte in Bahrain und Kuwait abfeuerte. Der Konflikt eskalierte zu einem Zeitpunkt, an dem die diplomatischen Bemühungen ins Stocken geraten sind. Trotz des heftigen Feuergefechts erklärte das Zentralkommando der US-Streitkräfte am Dienstagabend, der brüchige Waffenstillstand sei weiterhin "in Kraft". Seit Inkrafttreten des Waffenstillstands im April kam es wiederholt zu Scharmützeln zwischen den beiden Seiten, eine vollumfängliche Wiederaufnahme des Krieges wurde jedoch vermieden. US-Präsident Donald Trump hat Berichte, nach denen die USA und der Iran vor ein paar Tagen die Gespräche eingestellt hätten, als "Fake News" bezeichnet. Sie seien "fehlerhaft", schrieb er in den Sozialen Medien. Die Gespräche liefen kontinuierlich. "Wohin sie führen, weiß man nie, aber wie ich dem Iran gesagt habe: 'Es ist an der Zeit für Euch, so oder so, einen Deal zu machen'."

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

07:30 AT/Voestalpine AG, Jahresergebnis

07:30 ES/Inditex SA, Ergebnis 1Q

09:15 DE/SAP SE, CEO Klein bei CEO Conference von BNP Paribas Exane

10:00 DE/DWS Group GmbH & Co KGaA, HV

10:00 DE/Evonik Industries AG, HV

10:00 DE/Salzgitter AG, HV

10:00 DE/Ströer SE & Co KGaA, HV

10:00 DE/Adesso SE, HV

10:00 DE/Cewe Stiftung & Co KGaA, HV

10:00 DE/Hamborner Reit AG, HV

10:00 DE/MBB SE, HV

10:00 DE/Suss Microtec SE, HV

10:25 DE/Deutsche Bank AG, CFO Akram bei Goldman Sachs European Financials Conference

10:30 DE/Indus Holding AG, HV

DIVIDENDENABSCHLAG

(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)

Unternehmen                Dividende 
Deutsche Beteiligungs AG   1,00 EUR 
Flatexdegiro AG            0,30 EUR 
Nürnberger Beteiligungs AG 2,00 EUR 
 

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- IT 
    09:45 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe Mai 
          PROGNOSE:     49,0 
          zuvor:        49,8 
- FR 
    09:50 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe 
          (2. Veröffentlichung) Mai 
          PROGNOSE:     k.A. 
          1. Veröff.:   42,9 
          zuvor:        46,5 
          Einkaufsmanagerindex gesamt (2. Veröffentlichung) 
          PROGNOSE:     k.A. 
          1. Veröff.:   43,5 
          zuvor:        47,6 
- DE 
    09:55 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe 
          (2. Veröffentlichung) Mai 
          PROGNOSE:     k.A. 
          1. Veröff.:   47,8 
          zuvor:        46,9 
          Einkaufsmanagerindex gesamt (2. Veröffentlichung) 
          PROGNOSE:     k.A. 
          1. Veröff.:   48,6 
          zuvor:        48,4 
- EU 
    10:00 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe Eurozone 
          (2. Veröffentlichung) Mai 
          PROGNOSE:     k.A. 
          1. Veröff.:   46,4 
          zuvor:        47,6 
          Einkaufsmanagerindex gesamt (2. Veröffentlichung) 
          PROGNOSE:     k.A. 
          1. Veröff.:   47,5 
          zuvor:        48,8 
 
    11:00 Erzeugerpreise April 
          Eurozone 
          PROGNOSE:     k.A. 
          zuvor:        +3,4% gg Vm/+2,1% gg Vj 
- GB 
    10:30 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe 
          (2. Veröffentlichung) Mai 
          PROGNOSE:     k.A. 
          1. Veröff.:   47,9 
          zuvor:        52,7 
- US 
    14:15 ADP-Arbeitsmarktbericht Mai 
          Beschäftigung privater Sektor 
          PROGNOSE:     110.000 Stellen 
          zuvor:        109.000 Stellen 
 
    15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI Service (2. Veröffentlichung) Mai 
          PROGNOSE:     50,9 
          1. Veröff.:   50,9 
          zuvor:        51,0 
 
    16:00 Auftragseingang Industrie April 
          PROGNOSE:     +4,4% gg Vm 
          zuvor:        +1,5% gg Vm 
 
    16:00 ISM-Index nicht-verarbeitendes Gewerbe Mai 
          PROGNOSE:     53,9 Punkte 
          zuvor:        53,6 Punkte 
 
    16:30 Rohöllagerbestandsdaten (Woche) der staatlichen Energy Information 
          Administration (EIA) Vorwoche 
 
    20:00 Fed, Beige Book 
 

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell: 
Index                       zuletzt  +/- % 
DAX Futures               25.114,00   -0,2 
E-Mini-Future S&P-500      7.623,50    0,0 
E-Mini-Future Nasdaq-100  30.717,00   +0,0 
Topix (Tokio)              4.008,19   +2,1 
Hang-Seng (Hongk.)        25.655,97   -1,5 
Shanghai-Comp.             4.093,36   +0,5 
 
Dienstag: 
INDEX               zuletzt  +/- % 
DAX               25.124,17   +0,5 
DAX-Future        25.123,00   +0,4 
XDAX              25.092,39   -0,1 
MDAX              32.947,80   +0,2 
TecDAX             4.236,21   +1,3 
SDAX              19.043,66   +0,5 
Euro-Stoxx-50      6.107,85   +1,2 
Stoxx-50           5.189,45   +0,6 
Dow-Jones         51.307,79   +0,5 
S&P-500            7.609,78   +0,1 
Nasdaq Composite  27.093,90   +0,0 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Mit einem vorsichtigen Start in den Mittwoch werden die europäischen Aktienbörsen erwartet. Die Terminkontrakte der europäischen Indizes zeigten sich in der Nacht relativ resistent gegen schlechte Nachrichten vom Persichen Golf. Dort kam es wieder zu Scharmützeln zwischen den USA und dem Iran. Jedoch betonen beide Seite, dass der Waffenstillstand dadurch noch nicht gefährdet sei. "Devisen-, Anleihe- und Aktienmärkte waren in den letzten 24 Stunden sehr ruhig", sagt Ray Attrill von der NAB. Grund sei, dass "der entscheidende Knackpunkt bezüglich des Waffenstillstands zwischen USA und Iran ist, ob Israel bereit ist, seine Angriffe auf Hisbollah-Stellungen im Libanon einzustellen (und umgekehrt)", so der Leiter der Devisenstrategie. Dazu werden die Börsen von guten Konjunkturdaten gestützt. Die Welle der Revisionen der Einkaufsmanager-Indizes (PMI) rund um den Globus geht weiter, diesmal für den Service-Bereich. Hier ging es in China deutlich stärker nach oben als erwartet. Im Fokus steht der PMI für Deutschland in zweiter Lesung, der am Vormittag veröffentlicht wird. Dazu stehen neue Inflationsdaten aus der Eurozone an, diesmal die Produzentenpreise (PPI).

Rückblick: Die Hoffnungen auf einen Friedensschluss bei den Iran-US-Gesprächen konnten sich nicht materialisieren, die Wahrscheinlichkeit dafür galt als hoch, da der innenpolitische Druck über die Zwischenwahlen im Herbst auf US-Präsident Trump zunimmt. Die Inflationsdaten aus dem Euroraum ließen den Markt kalt, da sie als Folge der Ölpreise gesehen wurden. Stützend wirkte eine weltweite Rally der Technologiewerte. Der europäische Branchenindex sprang um 3,3 Prozent an. Händler verwiesen darauf, dass der Markt "bis zum Börsengang von SpaceX unbedingt nach oben gezogen werden muss". So haussierten HPE an Wall Street um 24 Prozent, da die langfristigen Finanzziele vorgezogen wurden. In Deutschland haussierten Infineon um 9,5 Prozent. Suss Microtec stiegen um knapp 7 Prozent. Auch für Ausrüster von Datenzentren wie Siemens ging es bis zu 2,2 Prozent höher, für Zulieferer wie Siltronic um 5,6 Prozent. In Europa gab es deutlich höhere Gewinne: Schneider Electric stiegen um 4 Prozent, ASML um knapp 5 Prozent, Nokia um fast 7 und Prosus um über 9 Prozent. STMicro haussierten über 15 Prozent - befeuert durch die Erhöhung des Umsatzziels für den Bereich Rechenzentren.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Freundlich - SAP gaben um 3 Prozent nach. Händler wunderten sich darüber, da gerade am Vortag der Nvidia-CEO die Software-Industrie als absolut notwendig für den KI-Erfolg genannt hatte. Nach dem Kurssprung vom Montag sei die positive Stimmung aber genutzt worden, um sich von SAP-Aktien zu trennen. Die Hoffnung auf Frieden war nichts für Rüstungswerte: Entsprechend ging es in der Branche europaweit nach unten. In Deutschland ging es für Renk um 4,5 Prozent, für Rheinmetall um 1,4 Prozent und Hensoldt um 3,9 Prozent abwärts. Bayer knickten um 2,9 Prozent ein. Hier sahen die Analysten von Bank of America eine mögliche Belastung für die Bereinigung der Glyphosat-Klagen durch den Wechsel des Gerichtsstandortes.

XETRA-NACHBÖRSE

Im Geschäft mit deutschen Aktien nach Xetra-Schluss hat sich am Dienstagabend nicht viel getan. Ein Händler von Lang & Schwarz begründete dies damit, dass handelbare Nachrichten - auch zu Einzelwerten - Mangelware gewesen seien.

USA - AKTIEN

Gut behauptet - Die US-Börsen haben am Dienstag ihre jüngste Rekordjagd fortgesetzt und zum fünften Mal in Folge auf Rekordständen geschlossen. Groß war die Dynamik allerdings nicht. Händler sprachen von einer verworrenen und zum Teil widersprüchlichen Nachrichtenlage im Nahost-Konflikt. Allerdings bewiesen Arbeitsmarktdaten die Resilienz der US-Konjunktur. Die Zahl der offenen Stellen (Jolts) lag höher als erwartet. Alphabet will Aktien im Wert von 80 Milliarden Dollar ausgeben, um den Ausbau ihrer KI-Infrastruktur zu finanzieren. Dieser Schritt belebte einige Sorgen über die geplanten Ausgabenexzesse der sogenannten Hyperscaler. Alphabet verloren 3,8 Prozent - Microsoft und Amazon 4,2 bzw. 1,8 Prozent. Marvell haussierten um 32,6 Prozent nach einem positiven Kommentar von Nvidia-CEO Jensen Huang. Der Kurs von Broadcom, die ähnlich wie Marvell Datenzentren ausrüstet, legte um 4,7 Prozent zu. Eine optimistische Prognose für das Geschäft mit Rechenzentren hievte Microchip um 5,9 Prozent nach oben. HPE machten einen Freudensprung um 19,5 Prozent. Das Unternehmen hatte starke Geschäftszahlen vorgelegt und will seine langfristigen Finanzziele nun schon zwei Jahre früher erreichen als bislang geplant. Eine angehobene Jahresprognose und starke Geschäftszahlen befeuerten Victoria's Secret (+47,1%).

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries            Rendite    +/-  Tageshoch       Tagestief 
2 Jahre                     4,05  -0,01       4,05            4,01 
5 Jahre                     4,17  -0,01       4,18            4,13 
10 Jahre                    4,45  -0,02       4,46            4,42 
 

Die Renditen fielen, kamen aber von den Tageshochs zurück. Die Jolts-Daten seien "falkenhaft für den Zinsausblick der Fed", urteilte Abalyst Bill Adams von der Fifth Third Commercial Bank.

+++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN        zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag  Di, 21:17 
EUR/USD         1,1625   -0,1   -0,0006          1,1631     1,1631 
EUR/JPY         185,88   -0,1   -0,1100        185,9900   185,9800 
EUR/CHF         0,9161   +0,1    0,0005          0,9156     0,9155 
EUR/GBP         0,8634   -0,0   -0,0003          0,8637     0,8633 
USD/JPY         159,86   -0,0   -0,0300        159,8900   159,9000 
GBP/USD         1,3458   -0,1   -0,0007          1,3465     1,3470 
USD/CNY         6,7668   +0,1    0,0046          6,7622     6,7622 
USD/CNH         6,7664   +0,1    0,0050          6,7614     6,7627 
AUS/USD          0,717   -0,1   -0,0008          0,7178     0,7180 
Bitcoin/USD  66.991,75   -0,7   -500,89       67.492,64  67.131,64 
 

Der Dollar-Index stagnierte. Der Greenback sei aktuell nicht als Fluchtwährung gefragt, nachdem der Libanon einen teilweisen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hisbollah vermeldet habe, so Devisenhändler.

+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle        zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold          4.472,54   -0,3    -12,05        4.484,59 
Silber           74,86   -0,3     -0,25           75,11 
Platin        1.928,66   -0,4     -8,09        1.936,75 
 

Der Goldpreis schloss in drei der vergangenen vier Sitzungen höher - stieg diesmal aber nur um 0,1 Prozent.

ÖL

ROHÖL          zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex        94,93   +1,3      1,17           93,76 
Brent/ICE        97,05   +1,1      1,05           96,00 
 

Die Ölpreise stiegen erneut - der Preis für ein Barrel Brent um 1,1 Prozent. Grund waren Berichte, wonach Israel seine Attacken auf den Libanon fortgesetzt habe. US-Präsident Trump hatte zuvor noch von der Einstellung der Kampfhandlungen im Libanon gesprochen. Mit den erneuten Gefechten zwischen den USA und dem Iran legen die Ölpreise im asiatischen Handel am Mittwoch zu. Brent klettert wieder über die Marke von 97 Dollar je Barrel.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

KONJUNKTUR CHINA

Der von S&P Global erstellte RatingDog Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Dienstleistungssektor stieg im Mai auf 54,4 von 52,6 im April. Dies war der stärkste Anstieg der Sektoraktivität seit drei Monaten.

IPO/SPACEX

SpaceX strebt bei seinem mit Spannung erwarteten Börsengang in der nächsten Woche nach Angaben von Insidern eine Bewertung von rund 1,75 Billionen US-Dollar an. Das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk wird voraussichtlich weniger als 5 Prozent seiner Aktien verkaufen - ein deutlich kleinerer Anteil als bei einem durchschnittlichen Börsengang - oder etwa Aktien im Wert von 60 bis 80 Milliarden US-Dollar, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Es ist möglich, dass sich die genauen Zahlen bis zum Mittwochnachmittag noch ändern, wenn das Unternehmen die aktualisierten IPO-Unterlagen inklusive der Preisspanne für die zu platzierenden Aktien einreichen will. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits zuvor über die mögliche Bewertung von SpaceX berichtet.

PALO ALTO

hat im dritten Quartal einen höheren Umsatz gemeldet und seinen Ausblick angehoben, da die Kunden angesichts der erhöhten Bedrohungen durch Modelle der künstlichen Intelligenz (KI) ihre Cybersicherheit weiter ausbauen. Das Unternehmen meldete für das dritte Quartal einen Verlust von 177 Millionen US-Dollar oder 22 Cent je Aktie, verglichen mit einem Gewinn von 262 Millionen Dollar oder 37 Cent je Aktie im Vorjahr. Der Verlust sei ein einmaliges Ereignis im Zusammenhang mit den Kosten aus der Übernahme von CyberArk durch das Unternehmen, hieß es. Ohne diese Kosten und andere einmalige Posten meldete Palo Alto einen bereinigten Gewinn von 85 Cent je Aktie. Analysten hatten mit 79 Cent je Aktie gerechnet. Der Umsatz stieg auf 3 Milliarden Dollar verglichen mit 2,29 Milliarden Dollar im Vorjahr. Analysten hatten mit einem Umsatz von 2,94 Milliarden Dollar gerechnet.

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/ros

(END) Dow Jones Newswires

June 03, 2026 01:31 ET (05:31 GMT)

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