MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
25.05.2026 / 07:31 Uhr
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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++
MONTAG: Der Pfingsmontag wird an den Börsen in Europa unterschiedlich gehandhabt. Nicht gehandelt wird wegen des gesetzlichen Feiertags in Zürich, Kopenhagen und Oslo. In London wird ebenfalls nicht gearbeitet, dort allerdings wegen des sogenannten Spring Bank Holiday, der meist auf den letzten Montag im Mai fällt.
In Hongkong pausiert der Aktienhandel anlässlich des Drachenbootfestes. Auch in Seoul und an der Wall Street herrscht Feiertagsruhe. Dort wird jeweils den Gefallenen gedacht.
+++++ TAGESTHEMA I +++++
Delivery Hero könnte vor der Übernahme stehen. Der im MDAX notierte Lieferkonzern mit Sitz in Berlin bestätigte, dass Uber eine Übernahme in Erwägung zieht und 33 Euro pro Aktie bieten will. Damit würde Delivery Hero mit 10,02 Milliarden Euro bewertet. Die Aktie ist bei Freitag mit 33,59 Euro aus dem Handel gegangen.
Uber Technologies hat seine Beteiligung an Delivery Hero zuletzt massiv ausgebaut. Am Montag wurde per Pflichtmitteilung gemeldet, dass der US-Konzern nun auf eine direkte Beteiligung von 19,5 Prozent kommt und man sich über Optionen Zugriff auf weitere 5,6 Prozent gesichert hat. Damit sind Uber 25,1 Prozent der Stimmrechte zuzurechnen. Gleichzeitig hatte Uber am Montag mitgeteilt, dass "derzeit" nicht die Absicht bestehe, 30 Prozent oder mehr der Stimmrechte zu erwerben.
Zu den weiteren Großaktionären von Delivery Hero zählen die Hongkonger Aspex Management mit 14,55 Prozent und Prosus mit 16,83 Prozent. Prosus hatte im Zuge der Übernahme von Just Eat Takeaway.com 2025, einen Konkurrenten von Delivery Hero und Uber, von der EU die Auflage bekommen, den Großteil seiner Beteiligung innerhalb von 12 Monaten veräußern.
+++++ TAGESTHEMA II +++++
US-Präsident Donald Trump hat erklärt, dass ein Rahmenentwurf zur Gestaltung künftiger Gespräche über ein Kriegsende mit dem Iran und zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus kurz vor der "Finalisierung" stehe. Trump sagte, die Bedingungen des Paktes seien "weitgehend ausgehandelt" und würden in Kürze bekannt gegeben. Seine Erklärung folgte auf Telefonate mit führenden Politikern des Nahen Ostens. Zudem gab es ein separates Gespräch mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu.
Das Abkommen würde, falls es zustande kommt, Trumps Hauptziel nicht erreichen. Dieses besteht darin, den Iran für immer am Erwerb einer Atomwaffe zu hindern. Es würde jedoch das Wiederaufflammen eines Krieges verhindern, den die Länder des Nahen Ostens nicht wollen. Zudem würde es beginnen, eine globale Wirtschaftskrise zu lindern. Diese wurde durch die Schließung der Wasserstraße durch den Iran ausgelöst. Durch diese fließt ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung.
Trump habe Beratern und Amtskollegen mitgeteilt, dass er sich das Recht vorbehalte, die Angriffe auf den Iran wieder aufzunehmen. Dies gelte für den Fall, dass sich Teheran nicht an das vorläufige Abkommen halte, sagten US-Vertreter.
Der Rahmen, den Trump kurz davor steht zu akzeptieren, würde den USA und dem Iran 30 Tage Zeit geben, um einen endgültigen Pakt zu schließen. Der Zeitplan könnte jedoch bei Bedarf um einen weiteren Monat verlängert werden, sagten Vertreter der USA und der vermittelnden Nationen. Der Sprecher des iranischen Verhandlungsteams, Esmail Baghaei, sagte, der Zeitrahmen von 30 bis 60 Tagen sei angemessen.
Beide Seiten einigten sich, nachdem Trump mit den Staats- und Regierungschefs von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Pakistan, der Türkei, Ägypten, Jordanien und Bahrain gesprochen hatte. Trump sprach anschließend mit Netanjahu. Dieser lehnt Diplomatie mit dem Iran seit langem ab.
+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++
Keine Termine angekündigt
DIVIDENDENABSCHLAG
(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)
Unternehmen Dividende Dürr 0,80 EUR Effecten Spiegel 0,65 EUR Fresenius 1,05 EUR Hensoldt 0,55 EUR Südwestdeutsche Salzwerke 1,90 EUR Wolters Kluwer 1,59 EUR
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
Keine Datenveröffentlichungen angekündigt
+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++
Aktuell:
Index zuletzt +/- %
DAX Futures 25.252,00 +1,1
E-Mini-Future S&P-500 7.562,25 +1,0
E-Mini-Future Nasdaq-100 29.980,50 +1,4
Topix (Tokio) 3.937,35 +1,2
Hang-Seng (Hongk.) Feiertag
Shanghai-Comp. 4.141,61 +0,7
Freitag:
zuletzt +/- %
DAX 24.888,56 +1,2
DAX-Future 24.823,00 +0,5
XDAX 24.781,06 -0,4
MDAX 32.108,27 +1,0
TecDAX 4.036,09 +2,0
SDAX 18.736,95 +1,3
Euro-Stoxx-50 6.019,45 +1,0
Stoxx-50 5.197,99 +0,8
Dow-Jones 50.579,70 +0,6
S&P-500 7.473,47 +0,4
Nasdaq Composite 26.343,97 +0,2
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
EUROPA
Ausblick: Europas Börsen dürften mit kräftigen Aufschlägen in den Handel am Montag starten. Die Hinweise auf ein baldiges Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran verfestigen sich. US-Präsident Donald Trump hat erklärt, dass ein Rahmenentwurf zur Gestaltung künftiger Gespräche über ein Kriegsende mit dem Iran und zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus kurz vor der "Finalisierung" stehe. Trump sagte, die Bedingungen des Paktes seien "weitgehend ausgehandelt" und würden in Kürze bekannt gegeben. Der Ölpreis der Sorte Brent fällt am Morgen um mehr als 5 Prozent zurück. Der Handel am Berichtstag dürfte wegen des Pfingstfeiertags sehr ruhig und bei dünnen Volumina stattfinden. Viele Marktteilnehmer werden erst am Dienstag wieder in das Geschehen eingreifen. In Dänemark, Großbritannien, Norwegen, der Schweiz und den USA bleiben am Montag die Börsen geschlossen.
Rückblick: Fest - Für Rückenwind sorgte die Nachrichtenlage zum Nahost-Konflikt - trotz mancher Verworrenheit. Unter anderem sieht US-Außenminister Marco Rubio "gute Anzeichen" für eine Einigung. Dazu gesellte sich Konjunkturzuversicht, nachdem sich das Geschäftsklima in Deutschland im Mai - gemessen am Ifo-Index - wider Erwarten etwas aufgehellt hat. Relative Ruhe bei den Ölpreisen - ungeachtet der weiter kaum passierbaren Straße von Hormus - und in der Folge sinkende Renditen am Anleihemarkt animierten ebenfalls zu Aktienkäufen, ebenso wie die global weiter intakte KI-Rally. Weiter aufwärts ging es im Chipsektor nach den starken Nvidia-Rekordzahlen unter der Woche. Daneben sorgten die avisierten Mega-Börsengänge von SpaceX und OpenAI für Fantasie. Infineon machten einen Satz um 8,0 Prozent. Im TecDAX zogen Aixtron um 2,6, Suss um 4,0 und Elmos um 3,7 Prozent an. In Amsterdam legten ASML um 4,7 Prozent zu, in Paris STMicro um 5,2 Prozent. Der Stoxx-Subindex Technologie war mit einem Plus von 2,7 Prozent klarer Tagessieger vor den zyklischen Industriewerten (+1,1%). In Madrid brachen Puig um 13,4 Prozent ein, während Estee Lauder an der Wall Street deutlich stiegen, nachdem Estee Lauder und Puig die Gespräche über einen potenziellen Zusammenschluss zu einem der größten Kosmetikkonzerne der Welt beendet hatten. In Kopenhagen verteuerten sich Novo Nordisk um 1,7 Prozent mit der Nachricht, dass die Europäische Arzneimittel-Agentur die Zulassung der Abnehmpille Wegovy empfohlen und damit den Weg geebnet hat, dass sie als erste Tablette zur Behandlung von Fettleibigkeit in der EU zugelassen wird.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Fest - Hinter Infineon waren DHL mit einem Zugewinn von 4,1 Prozent der größte Gewinner im DAX. Treiber war eine Hochstufung auf Kaufen durch die Analysten der Deutschen Bank. Nach einer Kaufempfehlung durch Jefferies ging es für Adidas um 3,0 Prozent nach oben. Im MDAX machten Puma einen Satz um 5,5 Prozent Börsianer sprachen von einem Turnaround und plangemäß laufender Restrukturierung bei dem Sportartikelhersteller. Daneben wurde auf die anstehende Fußballweltmeisterschaft verwiesen, die bei beiden Aktien für Fantasie sorge. Bei den Nebenwerten zogen Ernst Russ um 0,5 Prozent an. Die Reederei hatte nach dem Verkauf eines Containerschiffs und wegen des bislang guten Geschäftsverlaufs ihre Prognose erhöht.
XETRA-NACHBÖRSE
Delivery Hero wurden knapp 6 Prozent höher gestellt, nachdem am Abend ein Bloomberg-Bericht die Runde gemacht hatte, wonach der Fahrdienstleister Uber möglicherweise eine Komplettübernahme des Essenslieferanten plant.
USA - AKTIEN
Etwas fester - Die Hoffnung auf Forschritte bei den Bemühungen um einen Frieden im Nahost-Konflikt sorgte vor dem verlängerten Wochenende wegen des "Memorial Day" am Montag für Kauflaune. Konjunkturseitig wurde der Index der Verbraucherstimmung im Mai deutlich unter der Erwartung gemeldet. Er setzte aber keine Impulse. Am Aktienmarkt ging die KI-Rally bei den Chipaktien weiter. Intel, Arm und AMD gewannen zwischen 1,1 und 4,0 Prozent. Nvidia gaben um weitere 1,9 Prozent nach. Die Aktie hatte am Vortag trotz Rekordzahlen bereits um knapp 2 Prozent nachgegeben. Sie liegt aber nur knapp unter ihrem Rekordhoch. IBM stiegen um weitere 0,3 Prozent, einen Tag nachdem der Kurs um über 12 Prozent nach oben geschnellt war. IBM hatte am Donnerstag mitgeteilt, eine neue, eigenständige Quantenfabrik namens Anderon zu gründen. In diese wollen IBM und das Handelsministerium jeweils eine Milliarde Dollar investieren. Merck verbesserten sich um 5,6 Prozent, nachdem vielversprechende Studienergebnisse für eine experimentelle Kombinationstherapie gegen Krebs durch einen chinesischen Partner
veröffentlicht worden waren. Ford bauten die jüngsten Gewinne um 9,2 Prozent aus. Auslöser des Kursanstiegs war die Ankündigung vom 11. Mai, wonach der Autobauer Batteriespeichersysteme für Versorgungsunternehmen, Rechenzentren sowie große Industrie- und Geschäftskunden in den USA verkaufen will. Die gleichen Lithium-Ionen-Batterien, die Elektrofahrzeuge antreiben, können auch zur Speicherung von Energie aus erneuerbaren Energiequellen verwendet werden, was dazu beiträgt, dass Solar- und Windkraftanlagen zuverlässiger werden.
US-ANLEIHEN
Rendite +/- Tageshoch Tagestief
2 Jahre 4,12 +0,04 4,14 4,05
5 Jahre 4,26 +0,00 4,28 4,20
10 Jahre 4,56 -0,03 4,59 4,53
Die Renditen kamen noch etwas weiter zurück, im Zehnjahresbereich um 3 Basispunkte auf 4,56 Prozent. Zuvor in der Woche hatte sie schon auf einem Mehrjahreshoch von 4,68 Prozent gelegen.
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 18:20 EUR/USD 1,1642 +0,3 0,0040 1,1602 1,1606 EUR/JPY 184,96 +0,1 0,2600 184,7000 184,7700 EUR/CHF 0,91 -0,1 -0,0006 0,9106 0,9106 EUR/GBP 0,8633 0,0 0,0000 0,8633 0,8634 USD/JPY 158,84 -0,2 -0,3500 159,1900 159,1900 GBP/USD 1,3484 +0,4 0,0057 1,3427 1,3438 USD/CNY 6,7807 -0,2 -0,0138 6,7945 6,7945 USD/CNH 6,781 -0,2 -0,0159 6,7969 6,7957 AUS/USD 0,7168 +0,6 0,0044 0,7124 0,7132 Bitcoin/USD 77.338,10 +1,0 741,39 76.596,71 76.844,62
Beim Dollar tat sich wenig, der Euro kostete zuletzt 1,1602 Dollar.
++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.556,11 +1,1 47,38 4.508,73 Silber 77,66 +2,9 2,17 75,49 Platin 1.963,04 +2,1 40,24 1.922,80
Der Goldpreis gab im US-Handel um 0,7 Prozent nach auf 4.510 Dollar je Feinunze.
ÖL
ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 90,73 -6,1 -5,87 96,6 Brent/ICE 97,61 -5,7 -5,93 103,54
Bei den Ölpreisen ging es mit den Hoffnungen auf eine Annäherung in den US-iranischen Friedensbemühungen ruhiger zu. Das Barrel Brent kostete zuletzt rund 103,50 Dollar, ein halbes Prozent mehr als am Vortag.
+++++ MELDUNGEN SEIT FREITAG 17.30 UHR +++++
CHINA - Rating
Die Ratingagentur Scope hat die Bonitätsbewertung A für China bestätigt und den stabilen Ausblick beibehalten.
SLOWAKEI - Rating
Die Ratingagentur Scope hat die Kreditwürdigkeit der Slowakei von A auf A- herabgestuft und den Ausblick von negativ auf stabil geändert.
USA - Geldpolitik
Der geldpolitische Ausschuss der US-Notenbank hat am Freitag einstimmig Kevin Warsh zu seinem Vorsitzenden gewählt. Der Fed-Vorsitzende leitet traditionell auch den Offenmarktausschuss (FOMC), das Gremium, das achtmal im Jahr zusammentritt, um über Zinssätze und andere geldpolitische Fragen abzustimmen. Dem Board gehören neben Warsh die sechs anderen in Washington ansässigen Gouverneure der Fed an sowie der Präsident der New Yorker Fed und eine rotierende Gruppe von vier weiteren Präsidenten der elf anderen regionalen Notenbankenfilialen. Der frühere Vorsitzende, Jerome Powell, bleibt Gouverneur. Dies ist das Ergebnis seiner von der Tradition abweichenden Entscheidung, seine verbleibende Amtszeit als Board-Mitglied auch nach dem Ende seiner Amtszeit als Vorsitzender zu absolvieren.
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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/gos/cln
(END) Dow Jones Newswires
May 25, 2026 01:30 ET (05:30 GMT)
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