KORREKTUR: EU will Importzölle auf US-Waren aufheben
20.05.2026 / 09:56 Uhr
(In der gegen 9.25 Uhr gesendeten Meldung wurde im zweiten Absatz irrtümlich angegeben, Trump habe einen pauschalen weltweiten Zoll von 15 Prozent verhängt. Tatsächlich waren es 10 Prozent. Es folgt eine korrigierte Version.)
EU will Importzölle auf US-Waren aufheben
Von Ed Frankl
DOW JONES--Europäische Abgeordnete haben eine vorläufige Einigung zur Aufhebung einiger Importzölle auf US-Waren erzielt. Hintergrund ist das im vergangenen Sommer unterzeichnete Handelsabkommen. Damit kamen sie einer von Präsident Donald Trump gesetzten Frist zuvor, die die Zölle auf Autos erhöhen würde.
Abgeordnete in Brüssel hatten die Ratifizierung des im vergangenen Jahr unterzeichneten Abkommens ausgesetzt - als Reaktion auf Trumps Verhängung eines pauschalen neuen weltweiten Zolls von 10 Prozent im Februar. Zuvor hatte der Supreme Court im vergangenen Jahr eingeführte Zölle gekippt.
Die Europäische Union verzögerte den Prozess ebenfalls, als Trump drohte, die Zölle für Länder zu erhöhen, die sich seinem Wunsch widersetzten, Grönland - einen Teil Dänemarks - zu annektieren.
Trump sagte später, er werde neue Zölle von 25 Prozent auf Autoimporte aus der EU erheben, falls die Europäer das Abkommen nicht bis zum 4. Juli umsetzen würden.
Das Handelsabkommen "wird voraussichtlich als Plattform dienen, um sich weiterhin mit den USA auszutauschen, Zölle zu senken und bei gemeinsamen Herausforderungen eng zusammenzuarbeiten", teilte der Europäische Rat mit.
Die erzielte Einigung beseitigt die verbleibenden Einfuhrzölle auf US-Industriegüter. Zudem senkt sie die Zölle für bestimmte Meeresfrüchte und landwirtschaftliche Produkte. Das umfassendere Handelsabkommen erhöht auch die Zölle auf die meisten EU-Warenimporte in die USA auf bis zu 15 Prozent. Dabei sagt die EU Investitionen in Höhe von rund 600 Milliarden US-Dollar in den USA zu.
"Ein Abkommen ist ein Abkommen, und die EU hält ihre Verpflichtungen ein", schrieb EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf X. "Gemeinsam können wir einen stabilen, berechenbaren, ausgewogenen und für beide Seiten vorteilhaften transatlantischen Handel gewährleisten."
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
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