XETRA-SCHLUSS/DAX schließt auch dank SAP im Plus

19.05.2026 / 17:53 Uhr

DOW JONES--Etwas fester ist der deutsche Aktienmarkt am Dienstag aus dem Handel gegangen. Der DAX schloss 0,4 Prozent höher bei 24.401 Punkten. Am Mittag hatte der Index mit rund 24.690 Punkten noch deutlich höher notiert. Eine leichter tendierende Wall Street wie auch erneut steigende Renditen am Anleihemarkt forderten am Nachmittag ihren Tribut. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen stieg auf knapp 3,20 Prozent, an dieser Marke kamen jüngst Käufer an den Markt. Sollten sie diesmal wegbleiben, kann es für die Zinsen nochmals ein Stück nach oben gehen. Vor allem mit Blick auf die infolge steigender Energiepreise anziehende Inflation werden hier höhere Risikoprämien gefordert. Die Nachrichtenlage im Iran-Krieg ändert sich gefühlt mehrmals täglich, während der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus nahezu zum Erliegen gekommen ist. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine dauert unverändert an, wobei sich gefühlt die Nachrichtenlage momentan für die Ukrainer verbessert. In diesem Umfeld notiert das Barrel Öl der Sorte Brent relativ stabil nahe 110 Dollar.

Umschichtungen im Technologiesektor

Nachdem der KI-Hype vor allem die Aktien der Chip- und Hardwarehersteller beflügelt hat, bevorzugen Investoren aus dem Sektor der Technologiewerte nun die Software-Unternehmen. Diese wurden in den vergangenen Monaten gemieden, da befürchtet wurde, dass ihre Geschäftsmodelle wie "Software as a Service" stark unter dem Einsatz der Künstlichen Intelligenz leiden würden. Während der KI-Hype das Wachstum und die Multiples von Infineon und Co beflügelte, dreht sich momentan das Blatt. So ging das DAX-Schwergewicht SAP gleich 6 Prozent höher aus dem Handel, Infineon verloren dagegen 2,6 und Siemens Energy um 1,3 Prozent. Aber auch eine Nemetschek-Aktie haussierte um 10 Prozent, eine Atoss Software Software legte um fast 14 Prozent zu.

Ottobock schlossen 11 Prozent im Minus. Belastend wirkte ein Bericht des Finanzinvestors Grizzly Research. In diesem wird dem Prothesenhersteller eine "aggressive Bilanzierungsmetrik" vorgeworfen. Ottobock-Sprecherin Merle Florstedt erklärte auf Anfrage, dass das Unternehmen die Vorwürfe von Grizzly zurückweise.

Trotz eines zurückhaltenden Ausblicks auf das laufende Geschäftsjahr 2026/27 ging es für Hornbach 1,8 Prozent nach oben. Das Unternehmen rechnet mit einem Nettoumsatz auf oder leicht über Vorjahresniveau von 6,4 Milliarden Euro sowie einem bereinigten EBIT auf dem Vorjahresniveau von 264,7 Millionen Euro.

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Index           zuletzt  +/- %  +/- % YTD 
DAX              24.401    0,4       -0,3 
DAX-Future       24.434    0,0       -1,6 
XDAX             24.389    0,8       -0,8 
MDAX             31.332   -0,3        2,3 
TecDAX            3.901    0,9        7,9 
SDAX             18.254   -1,0        6,3 
zuletzt       +/- Ticks 
Bund-Future      123,93    -25 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/cln

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May 19, 2026 11:52 ET (15:52 GMT)

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